Heizölpreise gaben um weitere 0,3 Cent/Liter nach

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Nach den massiven Preisanstiegen im April und Mai haben sich die Heizölpreise im Juni zuletzt stabilisiert. Auch im Juli kann nach aktuellem Stand mit recht stabilen Heizölpreisen gerechnet werden, die vermutlich nur überschaubaren Schwankungen unterliegen werden. Bisher zeigt sich der Juli verbraucherfreundlich, denn auch auf den heutigen Dienstag waren wieder Preisrückgänge zu verzeichnen. So gingen die Preise der tanke-günstig Partnerhändler im bundesweiten Durchschnitt um weitere 0,3 Cent/Liter zurück. Bei einer Bestellung von 2.000 Litern kosten Heizöl somit aktuell 52,10 €uro pro 100 Liter Heizöl.

Bei der regionalen Betrachtung zeigte sich die Preisentwicklung in Deutschland heute zweigeteilt. In sieben Bundesländern zogen die Heizölpreise an und in neun Bundesländern gaben sie teilweise spürbar nach. Dabei entfielen die deutlichsten Preisanstiege mit gut 0,5 Cent/Liter auf Brandenburg und Berlin. Die kräftigsten Preisnachlässe waren hingegen mit knapp einem Cent je Liter bei den tanke-günstig Partnerhändlern in Hessen und Nordrhein-Westfalen feststellbar.

Entwicklungen am Ölmarkt

Die Ölpreise sind am Montag leicht gestiegen, haben aber dann am Dienstag im frühen Handel spürbar nachgegeben. Gestern wurden die Ölpreise zunächst durch die erneuten Terroranschläge auf Förderanlagen im ölreichen Nigerdelta gestützt. Dort hatten Rebellengruppen am Wochenende mehrere Ölplattformen angegriffen und wichtige Ölpipelines gesprengt. Heute Morgen wurde dann jedoch bekannt, dass ausgerechnet in Nigeria die Ölproduktion im Juni wohl gestiegen war, weil einige Förderanlagen, die zuvor von Rebellengruppen zerstörten wurden, repariert werden konnten. Laut der Nachrichtenagentur Bloomberg soll aber nicht nur die Ölförderung beim OPEC-Mitglied Nigeria gestiegen sein, auch die gesamte Fördermenge aller OPEC-Staaten soll in den letzten Monaten weiter erhöht wurden sein.

Diese Nachricht drückte heute Morgen kräftig auf die Rohölpreise und ließ die Nordsee-Ölsorte BRENT auf Dienstag um 1,2 $/b fallen. Damit wurde der gestrige Anstieg der Ölpreise mehr als wettgemacht und BRENT notierte am Dienstagmorgen mit 49,6 Dollar/Barrel wieder unter der 50-Dollar-Marke. Die US-Ölsorte WTI gab auf den heutigen Dienstag ebenfalls um deutliche 1,1 $/b nach und wurde am Morgen bei 48,2 Dollar/Barrel gehandelt.

Natürlich schauen die am Ölmarkt tätigen Händler weiterhin auf die Entwicklungen rund um den Brexit, insgesamt kann jedoch festgehalten werden, dass sich der Ölmarkt von den bisherigen Geschehnissen des Brexit-Votums recht unbeeindruckt gezeigt hat. Lediglich die zurzeit herrschende Unsicherheit beim Thema Brexit sorgt für etwas Unruhe an den Finanzmärkten und übt somit einen leichten Druck auf die Ölpreise aus, weil Anleger weniger risikofreudig sind.

Aussicht und Empfehlungen

Kurz nach dem Brexit-Votum scheint der erste Schock überstanden zu sein. Klarheit darüber wie es nun mit Groß- oder Kleinbritannien und der EU weitergehen soll, herrscht jedoch weiterhin nicht. Dies lässt eine Unsicherheit an den Börsen erwarten, die sich in den kommenden Wochen in schwankenden Kursen wiederspiegeln könnte.

Abgesehen von den Unsicherheiten des Brexits und den Unwägbarkeiten die Terroranschlägen und Krieg mit sich bringen, spricht am Ölmarkt zurzeit vieles dafür, dass sich die Ölpreise auf dem aktuellen Niveau stabilisieren oder nur leicht steigen werden. Bereits im Juni hatten die Rohölpreise die Seitwärtsbewegung eingeschlagen, diese könnte sich nun auch im gesamten Juli weiter fortsetzen. Erst wenn die Rohölpreise deutlich nach oben oder unten ausbrechen, muss die Situation neu bewertet werden.

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