Heizölpreise gaben um 0,8 Cent/Liter nach

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Zum Start der neuen Wochen wurden die Preiserhöhungen von Freitag wieder vollständig zurückgenommen. So gaben die Heizölpreise im bundesweiten Durchschnitt um rund 0,8 Cent/Liter nach. Auch regional waren in fast allen Bundesländern Preisnachlässe zu verzeichnen. Lediglich in Sachsen und Thüringen legten die Heizölpreise um 0,3 ct/l zu und in Brandenburg und Berlin war keine Veränderung feststellbar. In allen anderen Bundesländern gingen die Heizölpreise teilweise deutlich zurück. Der mit Abstand stärkste Preisrückgang entfiel hierbei auf Bayern, wo Heizöl heute 2,1 Cent/Liter günstiger ist als am Freitag. Aber auch in Hessen und Nordrhein-Westfalen sanken die Preise, bei einer Bestellung von 2.000 Litern Heizöl, um 0,9 bzw. 1,2 Cent/Liter.

Nachdem Russland und Venezuela am Freitag eine Zusammenarbeit beschlossen hatten, welche zum Ziel hat die Ölpreise mindestens wieder über 80 $/b zu heben, hat das OPEC-Mitglied Venezuela nun ein Gipfeltreffen der OPEC vorgeschlagen, an welchem auch Non-OPEC-Länder wie z.B. Russland teilnehmen sollen. Ziel des Treffens ist es die seit Monaten anhaltende Talfahrt der Ölpreise zu stoppen, indem eine Kehrtwende bei den hohen Förderquoten erreicht und damit der Kampf um Marktanteile beendet wird. Beeindruckt hat dieser Vorschlag von Venezuela die Börsenhändler bisher nicht, denn das Land fordert seit langer Zeit höhere Ölpreise, konnte sich damit aber nie gegen die arabischen Länder durchsetzen. Daher konnte diese Nachricht auch die Ölnotierungen nicht stützen, so dass die europäische Leitsorte BRENT auf Montag um rund 0,9 $/b nachgab und am Morgen bei 49,2 Dollar/Barrel stand. Am Devisenmarkt beruhigte sich der Handel vorerst wieder, dennoch steht hier immer noch eine weitere Ausweitung der expansiv Geldpolitik der Europäischen Zentralbank bei gleichzeitiger US-Zinswende im Raum. Zweiteres wird immer wahrscheinlicher, da der jüngste Arbeitsbericht in den USA erneut eine positive Entwicklung des Arbeitsmarktes zeigt.

Die Angebotslage am Ölmarkt ist zurzeit einfach erdrückend und sollte für sich genommen keinen Anstieg der Rohölpreise ermöglichen. Allerdings laden die extrem niedrigen Ölpreise und das bei den Notenbanken fast zum Nulltarif zu bekommende Geld auch zu Spekulationen auf steigende Ölpreise ein. Aktuell sieht es so aus als ob sich die Rohölpreise bei rund 50 $/b oder leicht darunter stabilisieren und da die US-Börsen wegen des Labor Day geschlossen bleiben, werden die Umsätze und Preisausschläge heute wohl gering sein. Am Devisenmarkt droht hingegen längerfristig ein weiterer Abgang des €uros gegen den Dollar, was die Heizölpreise anziehen lassen würde. Auch wenn sich die Heizölpreise deutlich von ihrem jüngsten 6-Jahres-Tief entfernt haben, finden Verbraucher somit immer noch einen recht guten Bestellzeitpunkt vor. Wer auf einen weiteren Rückgang setzt, der sollte über eine gewisse Risikobereitschaft verfügen.

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