Heizölpreise gaben um 0,4 Cent/Liter nach

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Wie erwartet gingen die Heizölpreise auf den heutigen Mittwoch wieder zurück, nachdem sie gestern angestiegen waren. Im bundesweiten Durchschnitt gaben die Heizölpreise der tanke-günstig Partnerhändler heute um rund 0,4 Cent/Liter nach. Bei der regionalen Betrachtung zeigte sich allerdings ein sehr uneinheitliches Bild. So kletterten die Heizölpreise in Brandenburg, Berlin, Bayern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen um 0,4 bis 0,6 Cent/Liter. In allen anderen Bundesländern war hingegen ein Rückgang feststellbar. Am deutlichsten gaben die Heizölpreise, bei einer Bestellung von 2.000 Litern, mit 1,1 bis 1,3 ct/l in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland nach.

Am gestrigen Handelstag gerieten die Rohölpreise von Beginn an unter Druck. Grund hierfür waren die schlechten Konjunkturaussichten Chinas und die Monatsberichte der OPEC und der EIA. Beide Institutionen sehen kein Ende der globalen Überversorgung mit Öl. Zwar wird in beiden Berichten davon ausgegangen, dass die Nachfrage leicht steigen wird. Das Öl-Angebot wird jedoch deutlicher steigen, so dass in Summe sogar mit einer Ausweitung der aktuellen Überversorgung gerechnet werden kann. Uneinig sind sich die Berichtersteller jedoch in der Höhe des derzeitigen Überangebotes und auch darin, ob die US-Schieferölförderung in den kommenden Monaten spürbar zurückgehen wird oder nicht. Beides ist jedoch kurzfristig nicht von entscheidender Bedeutung, weshalb die Rohölpreise auf den heutigen Mittwoch wieder spürbar nachgaben. Zudem schürte die erneute Abwertung des Yuan Sorgen vor einer Konjunkturflaute in China, da eine Flaute in der exportorientierten und zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt auch Rückschlüsse auf andere Volkswirtschaften und die Ölnachfrage zulässt. Mit einem Rückgang um rund einen Dollar je Barrel wurde die gestrige Gegenbewegung am Ölmarkt fast wieder egalisiert, so dass die europäische Leitsorte BRENT am Mittwochmorgen mit 49,0 Dollar/Barrel wieder unter der 50-Dollar-Marke notierte. Am Devisenmarkt konnte der der Euro von der Abwertung des Yuan profitieren, da dieser an den US-Dollar gekoppelt ist. Daher legte der €uro deutlich gegen die Ölwährung Dollar zu und sorgt somit ebenfalls für sinkende Heizölpreise.

Die Heizöl-Nachfrage ist im Wochenverlauf leicht zurückgegangen. Viele Verbraucher warten zurzeit ab und spekulieren nach dem gestrigen Anstieg nun wieder auf Preisrückgänge. Die aktuelle Marktlage lässt einen weiteren Preisrückgang auch zu, allerdings muss bei den extrem niedrigen Ölpreisen zurzeit auch immer damit gerechnet werden, dass Börsenhändler eine "Erholung" der Ölpreise anstoßen. Die gestrige Gegenbewegung hat sich jedoch schnell wieder verflüchtigt, so dass wir trotz eines gewissen Risikos weiterhin empfehlen mit einer Bestellung noch zu warten und die Entwicklungen am Ölmarkt eng zu verfolgen.

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