Heizölpreise gaben spürbar nach

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Die Heizölpreise sind am heutigen Donnerstag auf ein 5-Wochen-Tief gefallen. So kostet eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl heute Morgen im bundesweiten Durchschnitt 59,29 €uro pro 100 Liter und damit gut 0,7 Cent/Liter weniger als gestern.

Auch bei der regionalen Betrachtung der Heizölpreise zeigte sich heute ein einheitliches Bild mit flächendeckenden Preisrückgängen in allen Bundesländern. Dabei entfielen die geringsten Preisnachlässe in Höhe von 0,4 bis 0,5 Cent/Liter auf Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Die kräftigsten Preisrückgänge waren hingegen mit 0,9 bis 1,1 Cent/Liter in Brandenburg, Berlin, Baden-Württemberg, Bayern und dem Saarland zu verzeichnen.

 

Aussicht und Empfehlungen

Wer in den nächsten Monaten seinen Heizöltank nochmal nachfüllen muss, der findet mit dem heutigen 5-Wochen-Tief einen guten Kaufzeitpunkt für eine Heizölbestellung vor. Börsenhändler halten sich gegenwärtig zurück und warten auf die Amtseinführung des nächsten US-Präsidenten Trump und am Ölmarkt auch auf belastbare Zahlen zur Förderreduzierung der OPEC-Mitglieder und Russlands.

Allgemein wird jedoch erwartet, dass sich Angebot und Nachfrage am Weltölmarkt in den kommenden Wochen und Monaten weiter annähern werden, was die Ölpreise tendenziell stützt. Wenn keine unerwarteten Meldungen zu verzeichnen sind, ist zwar nicht mit massiven Preissprüngen zu rechnen, ein stetiger Anstieg der Ölsorte BRENT auf rund 60 Dollar/Barrel scheint jedoch möglich. Dies könnte dazu führen, dass auch die Heizölpreise in den kommenden Monaten um bis zu zehn Prozent anziehen könnten.

Ölpreise - Entwicklungen am Ölmarkt

 

Am Mittwoch sind die Ölpreise deutlich gefallen. Zwar legten die Rohölpreise heute Morgen im frühen Handel wieder zu, dennoch notierten die beiden Rohöl-Leitsorten BRENT und WTI am Donnerstagmorgen um 1,2 bzw. 1,1 Dollar/Barrel leichter als gestern Morgen. Die Nordsee-Ölsorte BRENT wurde somit am Morgen bei 54,5 $/b und die US-Ölsorte bei 51,6 Dollar/Barrel gehandelt.

Gestern übten Aussagen der Internationalen Energieagentur (IEA) Druck auf die Ölpreise aus. So hatte der Chef der IEA gegenüber der Nachrichtenagentur Bloomberg geäußert, dass man von einem beachtlichen Anstieg der US-Ölförderung ausgehen könne, wenn die Ölpreise deutlich anziehen würden. Allerdings hatte sich der saudische Ölminister bereits zum Wochenbeginn zu diesem Thema positioniert und auch in Richtung US-Schieferölindustrie klar zu verstehen gegeben, dass die aktuelle Förderobergrenze der OPEC in der zweiten Jahreshälfte wohl wieder aufgehoben wird. Dies würde zu einer schlagartigen Angebots-Erhöhung auf dem Ölmarkt führen und die Ölpreise vermutlich wieder auf ein Preislevel fallen lassen, welches einige Schieferölförderer in die Verlustzone fallen lassen wird.

Der Tenor des größten OPEC-Mitgliedes ist somit klar. Erstmal wird man sich an die Förderreduzierung halten um die Ölpreise auf ein höheres Preislevel zu heben. Sollte dies jedoch zu einem erneuten Boom der Schieferölförderung in den USA führen, dann wird man den Preiskampf wohl wieder aufnehmen und für eine erneute Überversorgung des Weltölmarktes sorgen. Saudi-Arabien hatte in diesem Zusammenhang stets darauf hingewiesen, dass das Land die niedrigsten Förderkosten hat und den Wettbewerb daher nicht scheut.

Heute Morgen kam es zu einer Gegenbewegung zu den kräftigen Preisrückgängen von gestern. Laut Händlern musste die Aussicht auf einen US-Öllagerabbau als Grund für den Preisanstieg herhalten, allerdings handelt es sich eher um eine recht normale Gegenreaktion zum vorherigen, deutlichen Preisrückgang. So wird am Ölmarkt zwar davon ausgegangen, dass das DOE heute Nachmittag einen Abbau der US-Öllager melden wird, dieser sollte nach dem erheblichen Anstieg der Vorwoche jedoch weniger stark ins Gewicht fallen.

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