Heizölpreise gaben erneut um 0,2 Cent/Liter nach

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Zur Wochenmitte gingen die Heizölpreise im bundesweiten Durchschnitt um weitere 0,2 Cent/Liter zurück und liegen somit aktuell bei 44,9 Cent/Liter. Bei der regionalen Betrachtung der Preisentwicklung waren auch am heutigen Mittwoch wieder überwiegend Preisnachlässe zu verzeichnen. Lediglich in Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland kletterten die Heizölpreise um rund 0,3 Cent/Liter. In allen anderen Bundesländern gingen die Heizölpreise weiter zurück. Hierbei entfiel der geringste Preisnachlass mit 0,2 ct/l auf Baden-Württemberg. Die kräftigsten Preisrückgänge waren hingegen mit gut 0,8 Cent/Liter bei den tanke-günstig Partnerhändlern in Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein feststellbar. Damit sind die Heizölpreise in Hamburg seit Jahresbeginn am stärksten gefallen und liegen derzeit wieder unter 42 Cent/Liter.

Entwicklungen am Ölmarkt

Die Preisvorgaben vom Rohöl- und Devisenmarkt entwickelten sich gestern gegenläufig. In Summe glichen sich die Währungsverluste und die weiter sinkenden Ölpreise aus, so dass sich die Vorgaben für den Heizölmarkt unterm Strich am heutigen Mittwoch kaum veränderten. Die zuvor für Preisauftrieb sorgenden Spannungen zwischen Saudi-Arabien und dem Iran sind bereits wieder in den Hintergrund gerückt. Außerdem hat sich die Einschätzung zu einer eskalierenden Krise im Nahen Osten bei vielen Analysten geändert. Denn ein Konflikt zwischen Iran und Saudi-Arabien würde am Markt nicht zu weniger sondern zu mehr Öl führen. Beide Seiten würden die Öleinnahmen für einen militärischen Einsatz benötigen und da der Konflikt nicht direkt in den Ländern ausgetragen wird sondern in den umliegenden Staaten, sind die Ölexporte der Konfliktparteien relativ sicher.

Neben dem weiterhin sehr hohen und steigenden Ölangebot werden die Ölnotierungen auch durch die schwächeren Wirtschaftsaussichten Chinas bzw. der daher zu erwartenden schwächeren Ölnachfrage belasten. Zudem blieben die jüngsten US-Konjunkturdaten ebenfalls hinter den Erwartungen. Folgerichtig gaben die Rohölpreise weiter nach. Sowohl die US-Sorte WTI wie auch die europäische Leitsorte BRENT sanken auf den heutigen Mittwoch um 0,8 $/b und wurden somit am Morgen bei 36 bzw. 36,4 Dollar/Barrel gehandelt.

Am Devisenmarkt gab der €uro gestern deutlich gegen die Ölwährung Dollar nach. Seit Jahresbeginn hat der €uro somit bereits rund 2 Prozent an Wert gegen den Dollar eingebüßt. Für diese Entwicklung ausschlaggebend sind die unterschiedlichen Ziele der Notenbanken in den USA und Europa. Während die FED die Zinswende in den USA im laufenden Jahr weiter vorantreiben will, möchte die EZB die Märkte weiterhin mit billigem Geld fluten um bei der Inflation dem 2-Prozent-Ziel näher zu kommen.

Aussicht und Empfehlungen

Die Nachfrage der Heizöl-Verbraucher ist weiterhin hoch. Viele Kunden nutzen zurzeit das weiterhin günstige Preisniveau für eine Heizölbestellung. Allerdings sorgen besonders die schwachen Konjunkturaussichten in China und die vollständige Rückkehr des Iran auf den Weltölmarkt dafür, dass die Stimmung am Ölmarkt weiterhin gedrückt bleibt und somit ein weiterer Rückgang der Ölpreise in den kommenden Wochen nicht ausgeschlossen ist. Wie stark ein solcher Rückgang ausfallen könnte ist jedoch offen, denn die Ölpreise sind bereits auf einem der niedrigsten Level der vergangenen zwölf Jahre. Dennoch kann es sich zurzeit lohnen auf einen weiteren Preisrückgang zu setzen. Wer jedoch weniger Freude am Spekulieren hat, der findet aktuell einen sehr guten Bestellzeitpunkt für Heizöl vor.

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