Heizölpreise gaben auf Mittwoch nach

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Auf den heutigen Mittwoch gaben die Heizölpreise bei einer Bestellmenge von  2.000 Litern Heizöl im bundesweiten Durchschnitt um knapp 0,4 Cent/Liter nach. Regional betrachtet zeigte sich eine differenzierteres Bild mit teilweise erheblichen Preisrückgängen aber auch Preisanstiegen. So kletterten die Heizölpreise in Brandenburg, Berlin, Bayern, Sachsen und Thüringen um 0,5 bis 0,6 Cent/Liter. In Hessen, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz waren hingegen Preisnachlässe von knapp einem Cent je Liter Heizöl zu verzeichnen. Spitzenreiter war jedoch Nordrhein-Westfalen mit einem Preisrückgang von 1,4 Cent/Liter.

Der Grund für die heutigen Preisnachlässe kommt vom Rohölmarkt. Hier muss nach dem gestrigen Rückgang der Ölnotierungen bis zum Ende der Woche jedoch wieder mit einer preissteigernden Reaktion der Anleger gerechnet werden. Diese zeigt sich bereits leicht am Mittwochvormittag. Am Mittwochmorgen notierte die europäische Leitsorte BRENT aber zunächst um knapp 1,5 $/b niedriger bei 64,1 Dollar/Barrel. Begründet werden kann dieser deutliche Rückgang hauptsächlich durch technische Verkäufe. Der starke Dollar drückte die Nachfrage und somit auch die Rohölpreise nach unten, was dann durch automatisierte Handelsabläufe verstärkt wurde. Zumindest der verstärkte Anteil des Rückgangs wird wohl im heutigen Tagesverlauf wieder zurückgenommen werden um verunsicherten Anlegern zu signalisieren, dass sie ihre Kontrakte nicht abstoßen sollen, damit sich keine anhaltende Abwärtsbewegung etablieren kann. Sollte es doch anders kommen, so würde dies zumindest dem zuletzt praktizierten Verhalten der maßgebenden Finanzanleger entegegen laufen. Der preistreibende Einfluss vom Devisenmarkt hat sich heute abgeschwächt. Zwar konnte der €uro seine Talfahrt nicht beenden, aber der Rückgang hat gestern deutlich an Schwung verloren.

Wer in nächster Zeit Heizöl benötigt, der sollte zumindest in den Regionen, in denen die Heizölpreise heute nachgegeben haben, eine Bestellung in Betracht ziehen. Wer noch über den Sommer kommt und gerne ein kleines Risiko eingeht um eventuell ein Schäppchen zu machen, der sollte die Entwicklungen in den kommenden Wochen weiter eng verfolgen und auf ein Preistal spekulieren. Niedriger als die Heizölpreise vom März diesen Jahres wird es aber wohl nicht mehr gehen. Zudem sollte man frühzeitige vor dem Winter bestellen, da ein Preisanstieg im letzten Quartal des Jahres sehr wahrscheinlich ist.

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