Heizölpreise gaben auch auf Freitag weiter nach

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Vor dem Wochenende gaben die Heizölpreise im bundesweiten Durchschnitt um weitere 0,5 Cent/Liter nach und befinden sich aktuell mit 51,32 €uro pro 100 Liter Heizöl auf dem niedrigsten Stand seit rund einem Monat. Bei der regionalen Betrachtung der Preisentwicklung waren heute wieder fächendeckende Preisrückgänge in allen Bundesländern zu verzeichnen. Die kräftigsten Preisnachlässe entfielen mit 0,6 bis 0,9 Cent/Liter auf die tanke-günstig Partnerhändler in Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt und im Saarland.

Entwicklungen am Ölmarkt

Seit Wochenbeginn haben die Rohölpreise kontinuierlich nachgegeben, was sich zunächst auch am gestrigen Handelstag fortgesetzt hatte. Am heutigen Freitagmorgen drehten die Ölpreise dann jedoch leicht ins Plus. Unterm Strich gaben die Rohölleitsorten BRENT und WTI von gestern auf heute Morgen dennoch um weitere 0,7 bzw. 0,9 Dollar/Barrel nach. BRENT notierte somit am Freitagmorgen bei 46,6 $/b und die US-Sorte WTI wurde bei 46,6 Dollar/Barrel gehandelt.

Der Hauptgrund für die fallenden Ölpreise ist die pessimistische Stimmung an den Börsen, welche durch die Angst vor den wirtschaftlichen Folgen eines Brexit hervorgerufen wurde. Und dieser ist alles andere als unwahrscheinlich, denn laut den jüngsten Umfragen gibt es im Königreich zurzeit mehr Brexit-Befürworter als Gegner, auch wenn das näher rückende Referendum wohl sehr knapp entschieden werden wird. An den Börsen bedeutet dies, dass Anleger immer vorsichtiger werden und in sichere Papiere investieren. Davon profitiert der US-Dollar, weil der drohende Austritt Großbritanniens die Anleger aus Europa in den Dollar-Raum treibt. Der stärkere Dollar übt wiederum Druck auf die Ölnotierungen aus, da Öl weltweit in Dollar gehandelt wird und somit eine an Wert zulegende US-Währung die Ölnachfrage außerhalb des Dollarraums sinken lässt. Zudem ziehen sich Händler aus riskanteren Anlagen, wie den Rohölpreisen zurück, was die Ölpreise weiter unter Druck setzt.

In dieser Woche gab es jedoch auch preisstützende Nachrichten für den Ölmarkt. So waren die amerikanischen Öllager um insgesamt 4,3 Mio. Barrel und somit zum sechsten Mal in Folge gesunken und die Internationale Energie Agentur hatte in ihrem jüngsten Marktausblick bekräftigt, dass sie von einem stärkeren Wachstum der Ölnachfrage in der zweiten Jahreshälfte ausgeht aus und das Angebots-Nachfrage-Verhältnis am Ölmarkt aktuell bereits als nahezu ausgeglichen ansieht. Zudem hatte sich der €uro-Dollar-Wechselkurs zum Wochenschluss wieder stabilisiert. Dennoch überwogen am Ölmarkt in dieser Woche die Sorgen vor einem Brexit, so dass die Rohölpreise im Wochenverlauf um insgesamt sieben Prozent zurückgingen.

Aussicht und Empfehlungen

Nachdem die Rohöl- und Heizölpreise in der vorherigen Woche auf Jahreshöchststände geklettert waren, gaben sie in dieser Woche spürbar nach. So wurden die Ölpreise in dieser Woche durch den stärkeren Dollar und durch die Angst vor einem Brexit unter Druck gesetzt. Auch in den kommenden Tagen könnten die Heizölpreisen weiter sinken, weil sich Spekulanten aktuell weiter aus riskanten Anlagen und somit auch aus dem Ölmarkt zurückziehen. Heute sind die Heizölpreise auf den niedrigsten Stand seit rund einem Monat gefallen und ein weiter Preisrückgang ist bei der aktuellen Lage nicht ausgeschlossen.

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