Heizölpreise fallen weiter

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Auch zum Ende der Woche sind die Heizölpreise im bundesweiten Durchschnitt um weitere knapp 0,4 Cent je Liter gefallen. Mit aktuell 47,1 Cent/Liter wurde somit ein neuer Tiefststand seit März 2009 erreicht. Und auch wenn man noch weiter in die Vergangenheit schaut, so kann festgestellt werden, dass die Heizölpreise in den vergangenen elf Jahren nur in wenigen Wochen noch günstiger waren als heute. Regional betrachtet zeigte sich bei der Preisentwicklung am heutigen Freitag wieder ein sehr einheitliches Bild. In keinem Bundesland waren Preisanstiege zu verzeichnen. Bei einer Bestellung von 2.000 Litern Heizöl blieben die Heizölpreise in Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein auf Vortagesniveau. Die kräftigsten Preisrückgänge entfielen mit 0,8 Cent/Liter auf Brandenburg und Berlin. Dort liegt das Preislevel nun bei rund 46 Cent/Liter. Noch günstiger kann man Heizöl zurzeit nur in Hamburg und Sachsen-Anhalt bestellen.

Entwicklungen am Ölmarkt

Im frühen Handel hatten die Ölnotierungen gestern bereits zu einer leichten Erholung angesetzt, als dann jedoch die neuen Daten zur Fördermenge der OPEC über die Ticker rollten, drehten die Ölpreise wieder ins Minus und fielen auf den tiefsten Stand seit rund sieben Jahren. So fiel die europäische Leitsorte BRENT gestern erneut unter die 40-Dollar-Marke. Im Vergleich zum Wochenstart setzte diesmal jedoch keine Gegenreaktion ein, so dass BRENT auch am Freitagvormittag noch bei 39,6 $/b und somit rund einen Dollar je Barrel niedriger notierte als am Vortag.

Weiterhin fehlt es den Börsenakteuren an preistreibende Meldungen um eine Erholungsphase der Ölpreise starten zu können. Zwar wird bei solch niedrigen Ölpreisen wie zurzeit nicht immer eine impulsgebende Nachricht benötigt, als jedoch gestern der aktuelle OPEC-Bericht veröffentlicht wurde, gaben die Händler den zaghaften Versuch einer Preiserholung schnell wieder auf. Denn die OPEC teilte mit, dass ihre Fördermenge im November mit durchschnittlich knapp 32 Mio. Barrel pro Tag auf den höchsten Stand seit April 2012 gestiegen ist. Bedingt durch diese bärisch zu wertende Nachricht nahm der zuvor etwas an Schwung verlorene Rückgang der Rohölpreise wieder an Fahrt auf. Da nutzte es auch nichts, dass die OPEC davon ausgeht, dass die Produktion von Rohöl außerhalb der OPEC im kommenden Jahr um 380.000 Barrel/Tag sinken und die weltweite Ölnachfrage um 1,25 Mio. Barrel/Tag steigen wird.

Am Devisenmarkt gab es gestern wenig Bewegung. Trotz mäßiger Zahlen vom US-Arbeitsmarkt gab der €uro gegen den Dollar leicht nach, was darauf hindeutet, dass der €uro in den letzten Tagen zu stark geklettert sein könnte. Neue Impulse für den €uro-Dollar-Wechselkurs wird es in der kommenden Woche geben, wenn sich die US-Notenbank FED wohl über die Zinswende in den USA äußern wird.

Aussicht und Empfehlungen

Die Heizölpreise sind im Vergleich zu den Vorjahren, aber auch im Rückblick auf die letzten Monate sensationell niedrig. Auch wenn die Heizölpreise zurzeit nur eine Richtung zu kennen scheinen, so sehen wir dennoch ein immer größer werdendes Risiko auf eine Gegenbewegung am Ölmarkt. Diese kann bedingt durch die Charttechnik dann auch plötzlich und heftig ausfallen. Gestern blieb diese Wende aufgrund von erneut preisdrückenden Meldungen noch aus, aber es ist nur eine Frage der Zeit, wann die Gegenreaktion einsetzen wird. Wer Freude am Spekulieren hat, der sollte den Rohöl- und Devisenmarkt in den kommenden Tagen sehr genau im Auge behalten. Allen anderen empfehlen wir weiterhin den aktuell besten Kaufzeitpunkt der letzten knapp sieben Jahre für eine sehr günstige Heizölbestellung zu nutzen.

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