Heizölpreise erneut um 0,3 ct/l gestiegen

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Zum Wochenstart kletterten die Heizölpreise im bundesweiten Durchschnitt um weitere 0,3 Cent/Liter. Regional betrachtet stiegen die Heizölpreise jedoch nur in 10 Bundesländern und in 6 Bundesländern blieben sie konstant oder gaben leicht nach. Der größte Preisanstieg war mit 0,8 ct/l in Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein feststellbar. Die deutlichsten Preisnachlässe entfielen mit 0,2 bis 0,3 ct/l auf Baden-Württemberg und Bayern.

Zwar besteht weiterhin eine Überversorgung auf dem Weltölmarkt, die Öllager in den USA steigen von Woche zu Woche auf immer höhere Rekordstände an und die globale Nachfrage schwäche halten sich die Rohölpreise recht stabil auf ihrem aktuellen Niveau. Der Preiskampf zwischen dem Ölkartell OPEC und der US-Schieferölproduktion ist noch nicht entschieden. Zwar scheint OPEC-Leader Saudi-Arabien mit seiner Strategie derzeit auf der Gewinnerstraße, da in den USA seit Jahresbeginn viele Bohrlochvorhaben gestoppt wurden, dafür riskiert Saudi-Arabien aber ein Auseinanderbrechen des OPEC-Kartells, denn viele kleinere OPEC-Mitglieder leiden wirtschaftlich enorm unter den niedrigen Ölpreisen. Gerne würden diese Länder die Fördermengen der OPEC verringert und die Ölpreise wieder steigen sehen. Saudi-Arabien hat hingegen seine Ölförderung zuletzt weiter erhöht um den Druck auf die US-Schieferölförderung hoch zu halten. Denn in den USA stabilisiert sich die Anzahl der Ölbohrtürme wieder nachdem sie zuletzt rapide zurückgegangen war. Im Vergleich zu Freitag stieg die europäische Leitsorte BRENT um Wochenstart um1,3 $/b und stand am Morgen bei 62,2 Dollar je Barrel. Am Devisenmarkt brach der €uro weiter gegen den Dollar ein und befindet sich aktuell auf einem der niedrigsten Stände der letzten 11 Jahre.

Viele Verbraucher hoffen derzeit auf sinkende Heizölpreise, was bei der aktuellen Marktlage auch möglich wäre. Solange dies am Rohölmarkt jedoch anders eingeschätzt wird, werden die Heizölpreise wohl eher seitwärts tendieren. Dementsprechend ist die Nachfrage der Heizöl-Verbraucher deutlich gesunken.

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