Heizölpreise erneut spürbar gesunken

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Nachdem die Heizölpreise bereits gestern kräftig gefallen waren, gaben sie zur Wochenmitte im bundesweiten Durchschnitt um weitere 0,9 Cent/Liter nach. Mit aktuell 59,38 €uro pro 100 Liter ist eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl zum ersten Mal seit zwei Wochen wieder unter die Marke von 60 Cent/Liter gefallen.

Auch bei der regionalen Betrachtung der Heizölpreise waren heute erneut in allen Bundesländern deutliche Preisrückgänge feststellbar. Im Gegensatz zu gestern gaben die Heizölpreise heute mit 1,6 bis 1,7  Cent/Liter am kräftigsten in Baden-Württemberg und Bayern nach. Aber auch Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland waren auf Mittwoch deutliche Preisnachlässe in Höhe von 1,3 bis 1,4 Cent/Liter zu verzeichnen. Die geringsten Preisrückgänge entfielen heute mit gut 0,4 Cent/Liter auf  Sachsen und Thüringen.

 

Aussicht und Empfehlungen

Mit durchschnittlich 59,4 Cent/Liter sind die Heizölpreise heute auf den tiefsten Stand seit zwei Wochen gesunken. Die aktuellen Preisrückgänge mitzunehmen macht für Heizölverbraucher mit Weitsicht durchaus Sinn, denn tendenziell lässt die Stimmung am Ölmarkt in den kommenden Wochen und Monaten eher Preisanstiege erwarten. Kurzfristig betrachtet kann es lohnen zu schauen, ob die Heizölpreise zunächst noch weiter nachgeben.

Auch wenn die Schieferölförderung in den USA wieder an Schwung aufnimmt und die Produktionskürzungen in einigen Ölförderländern bisher nicht den Erwartungen entsprechen, so ist derzeit bei den wichtigsten OPEC-Ländern ein klarer Wille zur Umsetzung der beschlossenen Förderreduzierung erkennbar. Zudem sind die Konjunkturaussichten in den USA, China und Europa zurzeit eher positiv, was eine höhere Ölnachfrage erwarten lässt.

Ölpreise - Entwicklungen am Ölmarkt

 

Nach anfänglichen Gewinnen haben die Ölpreise gestern Nachmittag wieder ins Minus gedreht. Genau wie gestern, legten die Rohölpreise am heutigen Mittwoch im frühen Handel zwar wieder leicht zu, dies könnte sich im Tagesverlauf jedoch wieder ändern. Insgesamt gab die Nordsee-Ölsorte BRENT auf Mittwoch um weitere 1,2 $/b nach und notierte am Morgen mit 53,9 Dollar/Barrel auf einem 4-Wochen-Tief. Die US-Ölsorte WTI verzeichnete ebenfalls einen weiteren Rückgang in Höhe von 0,9 $/b und wurde am Morgen bei 51,1 Dollar/Barrel gehandelt.

Die Ungewissheit inwieweit die OPEC und auch Russland ihre selbst gesteckten Ziele bei der Förderreduzierung umsetzen werden, sorgt derzeit wieder für mehr Unruhe an den Rohstoffbörsen. Händler müssen für die kommenden Monate die Frage bewerten wie stark das Angebot auf dem Weltölmarkt zurückgehen wird. Auf der einen Seite haben sich 20 Förderländer zusammengeschlossen und angekündigt die Ölförderung im ersten Halbjahr 2017 um insgesamt gut 1,5 Mio. Barrel/Tag zu reduzieren. Gleichzeitig zeigt sich die Konjunktur in den wichtigsten Wirtschaftsregionen und Schwellenländern recht stabil, was eine steigende Ölnachfrage erwarten lässt.

Auf der anderen Seite ist zu erwarten, dass Iran, Libyen und weitere Förderländer, die nicht zur OPEC gehören, ihre Fördermengen erhöhen werden. Außerdem sind die Investitionen in die US-Schieferölförderung  wieder gestiegen, was darauf schließen lässt, dass die Ölförderung in den USA wieder anziehen könnte. Die zu bewertenden Fragen sind nun also, schafft das Ölkartell die geplante Förderkürzung vollumfänglich umzusetzen und wie wirkt sich dies auf die Ölförderung in anderen Ländern aus?

Am gestrigen Handelstag  wurden die Ölpreise zudem durch die Aussicht auf weiter steigende US-Öllager unter Duck gesetzt. So meldete das API gestern einen Anstieg der gesamten Öllagerbestände in Höhe von  knapp neun Millionen Barrel. Allgemein erwarten Marktbeobachter zwar einen geringeren Anstieg, dennoch kann davon ausgegangen werden, dass das DOE heute Nachmittag einen erneuten Anstieg der US-Öllager melden wird.

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