Heizölpreise erneut nahezu unverändert

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Auch zum Start der neuen Woche ergaben sich nahezu keine Veränderungen bei den Heizölpreisen. Im bundesweiten Durchschnitt war ein minimaler Preisanstieg von weniger als 0,1 ct/l zu verzeichnen. In drei Bundesländern waren sogar Preisrückgänge feststellbar. So sanken die Heizölpreise in Baden-Württemberg, Bayern und dem Saarland um 0,1 bis 0,4 Cent/Liter. In den anderen Bundesländern blieben die Heizölpreise stabil oder stiegen an. Hierbei entfiel der deutlichste Anstieg auf Nordrhein-Westfalen mit gut 0,2 Cent/Liter bei einer Bestellmenge von 2.000 Liter Heizöl.

Auch in dieser Woche setzten nicht die zu erwartenden Gewinnmitnahmen ein, die sich aus der Preisrally der Vorwoche hätten ergeben können. Als Grund für die weitere Stützung der Rohölnotierungen wurde die Absenkung des chinesichen Leitzinses aufgeführt. Durch diese Maßnahme soll die schwächelnde, chinesische Wirtschaft wieder an Schwung aufnehmen. Da China das Land mit dem zweitgrößten Ölkonsum der Welt ist, wird eine wachsende chinesiche Wirtschaft wohl auch zu einer höheren Ölnachfrage am Weltmarkt führen. Diese Nachricht wurde am Rohölmarkt gerne aufgenommen und von Spekulanten genutzt um die Rohölpreise auf den höchsten Stand seit rund vier Monaten steigen zu lassen. Denn irgendwo muss das ausreichend vorhandene und von den Notenbanken billig zu beschaffende Geld schließlich angelegt werden. Und so kletterte die europäische Leitsorte BRENT auch auf Montag um weitere 0,6 $/b und notierte am Morgen bei 64,1 Dollar/Barrel. Am Devisenmarkt konnte der €uro seine letzten Gewinne gegen den US-Dollar zum Wochenstart verteidigen.

Die Nachfrage ist in den letzten Tagen fast zum Erliegen gekommen. Dies ist besonders durch die letzten deutlichen Preisanstiege, aber auch durch das wohl frühzeitige Ende der auslaufenden Heizsaison begründet. Die Preisentwicklung für die kommenden Tage ist schwer vorhersehbar. So könnten die Rohöl- und Heizölpreise in dieser Woche aufgrund von Börsenspekulationen durchaus weiter anziehen. Auf eine Sicht von zwei Wochen betrachtet, sehen wir jedoch Potential nach unten. Besonders da die letzten deutlichen Preisanstiege aus unserer Sicht nicht der aktuellen Nachrichtenlage am Ölmarkt entsprechen und einer Korrektur bedürfen.

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