Heizölpreise erneut leicht gefallen

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Den Vorgaben vom Rohölmarkt folgend sind die Heizölpreise auch auf den heutigen Dienstag weiter gefallen. So befinden sich die Rohölpreise zurzeit wieder auf dem Niveau von August, die Heizölpreise sind allerdings noch weit von den Sommer-Tiefstständen entfernt. Dies liegt vor allem am starken Dollarkurs, der dafür sorgt, dass sich die Preisrückgänge der in Dollar gehandelten Ölpreise nicht eins zu eins bei den heimischen Heizölpreisen wiederspiegeln.

Im bundesweiten Durchschnitt gaben die Heizölpreise heute um weitere 0,2 Cent/Liter nach. Eine Bestellmenge von 2.000 Litern Heizöl kostet somit im Mittel aktuell 51,71 €uro pro 100 Liter Heizöl. Bei der regionalen Betrachtung der Heizölpreise zeigte sich heute ein einheitliches Bild mit flächendeckenden Preisrückgängen in fast allen Bundesländern. Lediglich in Nordrhein-Westfalen kletterten die Heizölpreise um 0,2 Cent/Liter. Die kräftigsten Preisrückgänge entfielen heute mit rund 0,5 Cent/Liter auf Brandenburg, Berlin, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

Entwicklungen am Ölmarkt

Nach dem Wahlsieg von Donald Trump richtet sich der Fokus am Ölmarkt aktuell wieder auf die geplante Förderkürzung der OPEC mit Russland. Da es weiterhin den Anschein macht, dass die OPEC bei der Festlegung auf eine verbindliche Förderobergrenze für jeden Mitglied-Staat bis Ende November scheitern könnte, drehten die Ölnotierungen am Freitag spürbar ins Minus. Auch gestern setzten die Ölpreise den jüngsten Rückgang zunächst fort und fielen auf den tiefsten Stand seit drei Monaten. Am heutigen Dienstag legten die Notierungen dann jedoch spürbar zu. Insgesamt kletterte Nordsee-Ölsorte BBRENT auf den heutigen Dienstag um 0,3 $/b und stand am Morgen bei 45,2 Dollar/Barrel. Das amerikanische Leichtöl WTI legte sogar am deutliche 0,9 $/b zu und wurde am Dienstagmorgen bei 44,2 Dollar/Barrel gehandelt.

Die Aussichten auf eine tatsächliche Förderkürzung der OPEC bei dem in rund zwei Wochen in Wien stattfindenden OPEC-Treffen sind weiterhin gering. Viele OPEC-Staaten pumpen zurzeit auf einem Rekordniveau Öl an die Erdoberfläche. Laut OPEC hat der Iran seine Fördermenge im Oktober auf den höchsten Stand seit der Aufhebung der Sanktionen angehoben. Dies könnte vor dem Hintergrund des Wahlsieges von Donald Trump auch nicht die letzte Ausweitung der iranischen Ölexporte bleiben, denn der neu gewählte US-Präsident hat den Atomdeal mit dem Iran in Frage gestellt, weshalb dem Iran wieder Sanktionen drohen könnten. Auch der Irak fördert weiterhin auf einem Rekordhoch, weil die Regierung dringend auf die Öleinnahmen angewiesen ist um die Terrormiliz IS aus dem Land zu vertreiben. Eine Einigung der OPEC mit Russland auf eine Deckelung der Förderung auf das November-Niveau erscheint derzeit eine realistische Lösung zu sein. Diese wäre jedoch eine deutliche Abweichung von der zuvor geplanten Förderkürzung und ob sich alle OPEC-Mitglieder an eine solche Vereinbarung halten ist ebenfalls fraglich.

Neben dem möglichen Scheitern der OPEC belastet aktuell auch der kräftig steigende Dollarkurs die Ölpreise, da das weltweit in Dollar gehandelte Öl in anderen Währungsräumen teurer wird und somit die Rohöl-Nachfrage sinkt. Devisenhändler gehen davon aus, das der neue gewählte US-Präsident Trump seinen Wahlkampf-Kernaussage „America first“ umsetzen wird und handeln den Dollar in die Höhe. Im Zuge dessen ist der €uro gegen den Dollar auf den tiefsten Stand des laufenden Jahres gefallen.

Aussicht und Empfehlungen

Bei dem spürbar beginnenden Winter haben viele Verbraucher die jüngsten Preisrückgänge genutzt um Heizöl zu bestellen. Der Kaufzeitpunkt ist aktuell auch gut. Zwar könnten die Heizölpreise in den kommenden Tagen auch noch weiter nachgeben, aber deutlich nach unten wird es wohl nicht gehen. Daher raten wir zu einer Bestellung oder dazu die Preisentwicklung eng zu verfolgen um bei anziehenden Heizölpreisen schnell reagieren zu können.

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