Heizölpreise erneut im Plus

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Die seit Mittwoch anhaltende, leichte Erholung der Ölpreise setzte sich auch zum Start der neuen Handelswoche fort und zog auch die Heizölpreise erneut mit nach oben. So zogen die Preise der tanke-günstig Partnerhändler auf den heutigen Montag im bundesweiten Durchschnitt um weitere knapp 0,4 Cent/Liter an. Eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl kostet aktuell 47,53 €uro pro 100 Liter und markiert somit den höchste Stand im August.

Bei der regionalen Betrachtung der Preisentwicklung zeigte sich heute ein differenziertes Bild. So zogen die Heizölpreise in einigen Bundesländern spürbar an und in anderen waren deutliche Preisrückgänge zu verzeichnen. Die größten Preisansteige entfielen heute mit rund 0,7 Cent/Liter auf Bayern und Nordrhein-Westfalen. Die kräftigsten Preisnachlässe waren hingegen mit 0,5 bis 1,0 Cent/Liter in Rheinland-Pfalz und dem Saarland feststellbar.

Entwicklungen am Ölmarkt

Die Stabilisierung der Ölpreise hat sich auch zum Start der neuen Handelswoche fortgesetzt. Zwar waren die Rohölpreise am Freitag zunächst gesunken, am Montag im frühen Handel zogen sie dann jedoch wieder leicht an. Somit scheint sich die seit Mittwoch bestehende leichte Erholungstendenz am Ölmarkt festzusetzen. Die Gründe für die Preisrückgänge am Freitag kamen dementsprechend auch nicht vom Ölmarkt selber. Vielmehr setzte der, aufgrund eines überraschend gut ausgefallenen US-Arbeitsmarktberichtes, gestiegene Dollarkurs die Ölpreise unter Druck. Zudem nahmen einige Händler ihre in der zweiten Wochenhälfte erzielten Gewinne mit, was die Ölnotierungen ebenfalls sinken ließ.

Ohne impulsgebende Nachrichten setzte sich der leichte Erholungskurs dann jedoch zum Wochenstart weiter fort. Ausschlagend hierfür war hauptsächlich die Charttechnik, nach welcher für die Ölpreise zurzeit auch noch Platz nach oben besteht. So kletterte die europäische Leitsorte BRENT auf den heutigen Montag um knapp 0,6 $/b und wurde somit am Morgen bei 44,4 Dollar/Barrel gehandelt. Auch die US-Sorte WTI legte um weitere 0,4 $/b zu und notierte am Montagmorgen mit 42 Dollar/Barrel wieder deutlich über der 40-Dollar-Marke.

In dieser Woche sollte sich zeigen, ob die aktuelle Erholung der Ölpreise ausschließlich technisch bedingt ist, denn grundsätzlich weist der Ölmarkt weiterhin ein hohes Überangebot an Rohöl auf. Die OPEC hat ihre Ölförderung im Juli auf einen der höchsten Stände der vergangenen Jahre ausgeweitet. Zudem sind nicht nur die Rohöl-Lager auf der ganzen Welt extrem gut gefüllt, auch die Lager der Ölprodukte weisen zurzeit einen ungewöhnlich hohen Stand auf. Insgesamt ist ein möglicher weiterer Anstieg der Rohölpreise daher auch klar nach oben begrenzt und wird in den kommenden Wochen nicht über die 50-Dollar-Marke hinausgehen, so lange keine unvorhergesehen Ereignisse auftreten.

Aussicht und Empfehlungen

Die Ölpreise haben im Juli eine rapide Talfahrt hingelegt, von der sie sich in den letzten Tagen etwas erholt haben. So ist zurzeit eine Stabilisierung der Rohölpreise zur verzeichnen und eine weitere moderate Preiserholung ist nicht auszuschließen. Allerdings ist der Ölmarkt auch weiterhin überversorgt, was Börsenhändler nervös macht und je nach Nachrichtenlage auch wieder zu fallenden Kursen führen könnte. Nach den kräftigen Preisrückgängen der letzten Wochen überwiegen zurzeit jedoch die preisstützenden Impulse und hier besonders die charttechnischen Markteinflüsse. Da im vierten Quartal des Jahres überwiegend mit moderat steigenden Ölpreisen gerechnet wird, liegt somit aktuell ein guter Zeitpunkt für eine günstige Heizölbestellung vor.

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