Heizölpreise egalisieren gestrigen Preisrückgang

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Zur Wochenmitte legten die Heizölpreise im bundesweiten Durchschnitt um knapp 0,3 Cent/Liter zu und egalisierten damit den gestrigen Preisrückgang. Eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl kostet bei den tanke-günstig Partnerhändlern daher aktuell im Mittel wieder 50,14 €uro pro 100 Liter.

Wie in den letzten Tagen, zeigte sich bei der regionalen Preisentwicklung auch heute wieder ein uneinheitliches Bild. In neun Bundesländern zogen die Heizölpreise teilweise deutlich an und in sieben Bundesländern gaben die Heizölpreise fast ebenso kräftig nach. So entfielen die deutlichsten Preisanstiege am heutigen Mittwoch mit gut 0,9 Cent/Liter auf Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und das Saarland. Die größten Preisnachlässe waren hingegen mit knapp 0,8 Cent/Liter in Sachsen und Thüringen zu verzeichnen.

Entwicklungen am Ölmarkt

Am gestrigen Handelstag gaben die Rohölpreise zunächst leicht nach, drehten am Nachmittag jedoch ins Plus und setzten den Anstieg auch heute Morgen im frühen Handel weiter fort. Insgesamt kletterte die europäische Leitsorte BRENT um 0,8 $/b und stand somit am Mittwochmorgen bei 46,6 Dollar/Barrel. Die US-Sorte WTI zog mit 0,4 $/b nur halb so stark an und wurde am Morgen bei 43,4 Dollar/Barrel gehandelt.

Bis das Treffen der OPEC in der kommenden Woche nicht der Vergangenheit angehört, sorgen immer wieder neue Nachrichten dafür, dass Spekulationen auf eine Begrenzung der Ölfördermengen befeuert werden. Zwar halten nahezu alle Marktbeobachter eine Einigung für sehr unwahrscheinlich, aber das Thema bleibt, auch aufgrund von anderweitigem Nachrichtenmangel, weiterhin eines der wichtigsten am Ölmarkt. Laut den letzten Meldungen soll die bisher als informelles Treffen klassifizierte Zusammenkunft der OPEC-Mitglieder in Algier zu einem außerordentlichen Treffen aufgewertet werden. Zudem haben einige wichtige Akteure erneut bekräftigt, dass eine Förderbegrenzung sinnvoll wäre, dennoch bleiben wohl besonders politisch schwer überwindbare Hürden innerhalb der OPEC bestehen, die eine Einigung unwahrscheinlich machen.

Unabhängig vom OPEC-Meeting könnten im Laufe des Tages andere Impulse für Bewegung am Ölmarkt sorgen. So wird das Department of Energy (DOE) heute Nachmittag die aktuellen US-Öllagerbestände bekannt geben. Die nicht offiziellen Daten des privaten American Petroleum Institute (API) haben hier im Vorfeld für eine Überraschung gesorgt, denn laut API sollen die US-Öllager absolut unerwarteten um weitere 8,6 Mio. Barrel gefallen sein. Außerdem wird sich die US-Notenbank FED im Tagesverlauf zur weiteren Zinspolitik in den USA äußern, was die Börsen insgesamt und somit auch die Ölpreise spürbar beeinflussen könnte.

Aussicht und Empfehlungen

Jahreszeitenbedingt hat die Heizölnachfrage etwas angezogen, zeigt sich jedoch weiterhin vergleichsweise ruhig, denn viele Verbraucher warten ab und spekulieren auf fallende Heizölpreise. Diese Vorgehensweise erscheint aktuell auch vielversprechend zu sein, denn viele Indikatoren sprechen in den kommenden Wochen weiterhin für eine Kurskorrektur der Rohölpreise nach unten und das Risiko auf massiv nach oben ausbrechende Heizölpreise ist gering.

Es sieht so aus, als müsste man in diesem Jahr nicht mehr damit rechnen, dass sich am Weltölmarkt ein Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage einstellen wird. Schaut man weiter in die Zukunft ist der Abbau des Überangebotes allerdings nur eine Frage der Zeit. Da an der Börse die Zukunft gehandelt wird, sollte man nicht davon ausgehen, dass die Heizölpreise wieder auf ihre Langzeittiefs fallen werden. Somit können Heizölpreise von unter 47 Cent/Liter aktuell als attraktiv zu bezeichnet werden.

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