Heizölpreise drehten leicht ins Plus

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Auf den heutigen Dienstag sind die Heizölpreise im bundesweiten Durchschnitt um 0,4 Cent/Liter gestiegen. Damit kostet eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl im Mittel aktuell 50,74 €uro pro 100 Liter Heizöl. Bei der regionalen Betrachtung der Preisentwicklungen zeigte sich heute wieder ein recht einheitliches Bild. Lediglich in Baden-Württemberg und Bayern holten die Heizölhändler den gestrigen Preisrückgang nach, weshalb die Heizölpreise dort um 0,5 bzw. 1,0 Cent/Liter nachgaben. In allen anderen Bundesländern zogen die Heizölpreise an. Mit rund 0,9 Cent/Liter entfielen die kräftigsten Preisnachlässe auf die tanke-günstig Partnerhändler in Hessen und Rheinland-Pfalz.

Entwicklungen am Ölmarkt

Nachdem dem zuletzt kräftigen Preisrückgang, haben die Ölpreise am gestrigen Handelstag ins Plus gedreht. Heute Morgen gaben die Ölnotierungen jedoch wieder nach. In Summe kletterten die beiden Rohöl-Leitsorten BRENT und WTI auf den heutigen Dienstagmorgen jedoch um 0,6 Dollar/Barrel. Die für die Ölpreise in Europa relevantere Ölsorte BRENT notierte daher am Morgen bei 47,7 $/b und das amerikanische Leichtöl WTI stand bei 45,6 Dollar/Barrel.

Genau zum richtigen Zeitpunkt kamen gestern wieder neue Gerüchte auf, die den Spekulationen um eine Fördergrenze neuen Boden geben sollten, obwohl das Thema der Förderobergrenze eigentlich kaum noch für Preisanstiege herhalten kann. So könnte der Iran in den kommenden Monaten einer Förderobergrenze zustimmen, wenn das Land wieder auf dem Förderniveau von vor der Zeit der westlichen Sanktionen ist. Die Nachricht ist allerdings nicht wirklich neu, weshalb die Reaktion auch verhallten ausfiel. Heute Morgen rückte dann der Monatsbericht der OPEC in den Fokus. In diesem prognostiziert die OPEC, dass die Ölfördermenge außerhalb des Kartells in den kommenden Monaten deutlich steigen werde. Diese Prognose passt auch zum Bild, der sich weiterhin robust zeigenden US-Schieferölförderung und den jüngsten Anstiegen der aktiven Ölbohrlöcher in den USA.

Obwohl die Ölpreise gestern zugelegt haben erwarten viele Analysten weiterhin eine Preiskorrektur am Ölmarkt nach unten. Am Devisenmarkt gibt es seit einer Woche kaum Bewegung. Händler warten auf die kommende Sitzung der FED und eine Aussage wann die nächste Zinsanhebung in den USA vollzogen werden wird.

Aussicht und Empfehlungen

Nachdem sich der enorme Abbau der US-Öllager höchstwahrscheinlich nur als kurzfristiger Sondereffekt herausgestellt hat und eine Einigung der OPEC auf eine Förderbegrenzung fast schon sicher vom Tisch ist, deuten eine ganze Reihe von Indikatoren darauf hin, dass wir in den kommenden Wochen günstigere Rohöl- und Heizölpreise sehen könnten. Zumindest ist der Weltölmarkt weiterhin überversorgt und ist gibt nur wenige Argumente, die gegen ein Kurskorrektur, der im August durch Spekulationen nach oben getriebenen Rohölpreise sprechen. Es könnte sich daher lohnen auf weiter fallende Heizölpreise zu setzen, auch weil das Risiko gering ist, dass die Heizölpreise massiv nach oben ausbrechen werden.

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