Heizölpreise drehten deutlich ins Plus

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Nachdem die Heizölpreise gestern kräftig gesunken waren, drehten sie auf den heutigen Donnerstag noch stärker ins Plus. Insgesamt war im bundesweiten Durchschnitt ein Anstieg in Höhe von knapp 1,3 Cent/Liter zu verzeichnen. Eine Bestellmenge von 2.000 Litern Heizöl kostet somit im Mittel aktuell 52,61 €uro pro 100 Liter Heizöl. Im Gegensatz zu gestern waren bei der regionalen Betrachtung der Heizölpreise heute fast in allen Bundesländern spürbare Preisanstiege zu verzeichnen. Nur in Baden-Württemberg und Bayern gaben die Heizölpreise um 0,1 bzw. 0,3 Cent/Liter nach. In allen anderen Bundesländern zogen die Heizölpreise an und hierbei mit rund 1,8 Cent/Liter am deutlichsten in Brandenburg, Berlin, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

Entwicklungen am Ölmarkt

Nach dem überraschenden Brexit-Votum in Großbritannien, hat sich erneut eine unangenehme Überraschung bei einer wichtigen Wahl ergeben. Der neue Präsident der USA heißt Donald Trump. Noch schneller als beim Brexit haben sich die Finanzmärkte, nach einem sehr kurzen Schock, aber wieder gefangen und sogar ins Plus gedreht. Die moderateren Töne von Trump nach seinem Wahlsieg hatten Investoren wohl beruhigt. Außerdem wartet die (Finanz-) Welt nun darauf, dass der neue US-Präsident seine Politik vorstellen wird. Und auch wenn sich in diesem Programm die eine oder andere drastische Veränderung wiederfinden sollte, so werden solche Umbrüche nicht über Nacht geschehen.

Auch beim Rohölhandel hat die Stimmung schnell wieder gedreht. Nachdem die Ölpreise gestern zunächst deutlich gefallen waren, legten sie im weiteren Handelsverlauf spürbar zu. Auch heute Morgen kletterten die Ölpreise weiter, so dass sie inzwischen sogar wieder über dem Preisniveau vor der US-Wahl notieren. So legte die europäische Ölsorte BRENT um knapp 1,6 $/b zu und wurde am Donnerstagmorgen bei 46,8 Dollar/Barrel gehandelt. Die US-Ölsorte WTI kletterte um 1,4 $/b und stand am Morgen bei 45,5 Dollar/Barrel. Auch der Dollarkurs hatte nach Bekanntgabe des Wahlausgangs eine Tal- und Bergfahrt hingelegt. Zunächst brach er gegen den €uro deutlich ein, heute Morgen wurde er mit 1,094 Dollar/€uro jedoch auf einem starken Niveau gehandelt.

Abgesehen von den Wahlen in den USA werden die Ölpreise durch das mögliche Scheitern der OPEC bei der Festlegung auf eine verbindliche Förderobergrenze beeinflusst. Zudem hat das Department of Energy (DOE) gestern die neuesten US-Öllagerdaten veröffentlicht, diese fielen jedoch preissteigernd aus. Obwohl Analysten zuvor mit einem erneuten Anstieg gerechnet hatten, gaben die gesamten US-Öllager um 2,4 Mio. Barrel auf nunmehr 854,6 Mio. Barrel nach. Zwar war ein Anstieg der Rohöllager um 2,4 Mio. Barrel zu verzeichnen, da aber die Lager der Ölprodukte (Heizöl, Diesel und Benzin) mit 4,8 Mio. Barrel doppelt so stark zurückgingen, kam es insgesamt zum Abbau der amerikanischen Öllager.

Aussicht und Empfehlungen

Die Nachfrage am heimischen Heizölmarkt zeigt sich in den letzten Tagen spürbar belebt. Viele Verbraucher nutzen den jüngsten Preisrückgang um, bei dem nun auch spürbar beginnenden Winter, Heizöl zu bestellen. Da sich die Verunsicherung an den Finanzmärkten und somit auch im Ölhandel nur als kurzes Strohfeuer erwiesen zu haben scheint, sind die Chancen auf nachgebende Heizölpreise gesunken. Aus diesem Grund kann man aktuell von einem guten Kaufzeitpunkt sprechen und dazu raten Heizöl zu bestellen.

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