Heizölpreise brachen um 0,8 Cent/Liter ein

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Am gestrigen Handelstag entwickelten sich die Vorgaben für die Heizölpreise durchweg positiv. Am Devisenmarkt kletterte der €uro-Dollar-Wechselkurs wieder über 1,11 Dollar/€uro und am Ölmarkt fiel Gasöl, das an der Börse gehandelte Vorprodukt von Heizöl, auf den niedrigsten Stand seit über zwei Monaten. Dementsprechend gaben die Heizölpreise auf den heutigen Donnerstag um kräftige 0,8 Cent/Liter nach und egalisierten somit den gestrigen Preisanstieg. Im bundesweiten Durchschnitt stehen die Heizölpreise der tanke-günstig Partnerhändler, bei einer Bestellung von 2.000 Litern Heizöl, aktuell bei 50,04 €uro pro 100 Liter.

Auch bei der regionalen Betrachtung der Preisentwicklung waren heute in fast allen Bundesländern Preisrückgänge zu verzeichnen. Lediglich in Bayern, wo sich die Heizölpreise jedoch weiterhin auf einem vergleichsweise günstigen Niveau befinden, legten die Preise für Heizöl heute um gut 0,2 Cent/Liter zu. In allen anderen Bundesländern waren auf Donnerstag Preisnachlässe zu verzeichnen. Die kräftigsten Rückgänge entfielen mit 1,7 Cent/Liter auf Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein.

Entwicklungen am Ölmarkt

Die Rohölpreise sind am Mittwoch stark eingebrochen und erholten sich davon im heutigen frühen Handel nur wenig. Insgesamt gaben die Ölpreise somit einen Großteil der kräftigen Gewinne vom Vortag wieder ab. So gab die Nordsee-Ölsorte BRENT auf Donnerstag um 1,1 $/b nach und notierte am Morgen bei 46,8 Dollar/Barrel. Die US-Rohölsorte WTI ging um knapp einen Dollar je Barrel zurück und wurde somit am Donnerstagmorgen bei 45,4 Dollar/Barrel gehandelt.

Begründet wurde der gestrige Preiseinbruch mit den, vom Department of Energy (DOE) veröffentlichten US-Öllagerdaten, denn diese wiesen in Summe einen Anstieg in Höhe von 2,6 Mio. Barrel aus. Zwar waren die Rohöllager mit rund 2,6 Mio. Barrel erwartungsgemäß gesunken, dafür legten die Lager der Ölprodukte (Heizöl, Diesel und Benzin) jedoch überraschenderweise um deutliche 5,2 Mio. Barrel zu. Besonders mit dem Anstieg der Benzinbeständen um knapp 1,2 Mio. Barrel hatten Analysten nicht gerechnet, denn in der Regel steigt der Benzinverbrauch in den USA in den Tagen um den Unabhängigkeitstag aufgrund eines großen Reiseaufkommens. Der Anstieg der amerikanischen Öllagerbestände wurde am Markt als Hinweis für ein Überangebot an Ölprodukten aufgenommen, was die Ölpreise unter Druck setzte und wohl auch in den kommenden Wochen weiter unter Druck halten könnte.

Aussicht und Empfehlungen

An den globalen Rohstoffmärkten ist aktuell eine hohe Volatilität feststellbar. Dies führt dazu, dass die Ölnotierungen immer mal wieder auch die Aufwärtsrichtung einschlagen. Insgesamt sind die Ölpreise seit Anfang Juli aber deutlich gesunken, was auch die Heizölpreise in den vergangenen zwei Wochen um rund sechs Prozent hat fallen lassen. Da die Nachfrage am heimischen Heizölmarkt im Juni zudem schwach war, gewähren zurzeit viele Heizölhändler ordentliche Rabatte. Insgesamt befinden sich die Heizölpreise daher aktuell in einer interessanten Phase für eine frühzeitige Winterbevorratung. Dementsprechend zeigt sich auch die Nachfrage seit einigen Tagen wieder spürbar belebt.

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