Heizölpreise auf Zwei-Wochen-Tief gefallen

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Auch auf den heutigen Mittwoch gaben die Heizölpreise nun bereits zum dritten Mal in Folge nach. Mit gut 0,8 Cent/Liter fiel der Rückgang im bundesweiten Durchschnitt zudem recht kräftig aus. Seit Wochenbeginn sind die Heizölpreise somit um deutliche 2,2 Cent/Liter gefallen und befinden sich mit aktuell 53,19 €uro pro 100 Liter Heizöl auf dem tiefsten Stand seit zwei Wochen.

Bei der regionalen Betrachtung der Heizölpreis-Entwicklung waren heute in allen Bundesländern flächendeckende Preisrückgänge zu verzeichnen. Am wenigsten gaben die Heizölpreise dabei mit rund 0,4 Cent/Liter in Brandenburg, Berlin, Hessen und Sachsen-Anhalt nach. Die kräftigsten Preisnachlässe waren hingegen mit 1,0 bis 1,1 Cent/Liter Bayern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland, Sachsen und Thüringen zu verzeichnen.

Entwicklungen am Ölmarkt

Vor dem heute stattfindenden Abschluss-Meeting der OPEC hatte sich der Fokus am Ölmarkt auf jede Nachricht gerichtet, die eine Einigung wahrscheinlicher oder unwahrscheinlicher gemacht hat. Entsprechend sind dann die Ölpreise gefallen oder gestiegen. Heute kommen nun die Ölminister der OPEC-Staaten in Wien zusammen um die Verhandlungen zu einer möglichen Produktionskürzung auf höchster Ebene abzuschließen. Ziel ist es, die Ölfördermenge des gesamten Ölkartells spürbar zu reduzieren, umso das Angebot auf dem Weltölmarkt zu verknappen und die Ölpreise auf ein höheres Niveau zu hieven. Unklar ist dabei jedoch wer den Großteil der Förderreduzierung schultern soll und für welche Mitglieder möglicherweise Ausnahmeregelungen gelten.

In den letzten Wochen äußerten sich viele am Prozess beteiligte Vertreter wichtiger Ölförderländer optimistisch, dass es zu einer Einigung auf eine jeweils verbindliche Förderobergrenze je OPEC-Mitglied kommen wird. Zuletzt wurden jedoch geplante Treffen mit Vertretern, die nicht der OPEC angehören, mit der Begründung abgesagt, dass bisher noch keine Einigung innerhalb des Ölkartells zustande gekommen sei. Zudem hatte Saudi-Arabien, die Nummer eins der OPEC, die Notwendigkeit einer Förderkürzung grundsätzlich in Frage gestellt. Ein geschlossenes Bild hatte die OPEC, wie bereits in den vergangenen Jahren, somit nicht in die Öffentlichkeit bringen können, weshalb viele Marktbeobachter davon ausgehen, dass eine Einigung nicht zustande kommen wird.

Auf der anderen Seite haben sich die teils zerstrittenen OPEC-Mitglieder in den vergangenen Wochen angenähert und scheinen eine gemeinsame Basis für Verhandlungen gefunden zu haben. Es kann daher nicht ausgeschlossen werden, dass sich das Ölkartell, trotz aller internen Streitigkeiten, heute auf eine gemeinsame Linie verständigen und die im Grundsatz bereits beschlossene Förderreduzierung umsetzen wird. Sollte es dazu kommen, so müsste eine Einigung zwar noch den Praxistest bestehen, dennoch würden die Ölpreise zunächst einen starken Aufwärtsimpuls bekommen.

Im gestrigen Handelsverlauf waren die Rohölpreise zunächst gefallen, heute Morgen legten sie dann jedoch wieder leicht zu. Insgesamt ging die europäische Ölsorte BRENT auf den heutigen Mittwoch dennoch um 0,6 $/b zurück und wurde am Morgen bei 47,1 Dollar/Barrel gehandelt. Die US-Ölsorte WTI sank ebenfalls um 0,7 $/b und notierte am Mittwochmorgen bei 45,9 Dollar/Barrel.

Aussicht und Empfehlungen

Die Preisentwicklung der kommenden Tage und Wochen ist vollkommen offen. Sollte die OPEC bei der Umsetzung der beschlossenen Förderkürzung scheitern, so hätten die Ölpreise weiteren Spielraum nach unten. Man sollte sich von dem jüngsten Preisrückgängen jedoch nicht täuschen lassen, denn sollte es dem Ölkartell gelingen sich heute auf eine gemeinsame Förderobergrenze zu einigen, an die sich alle Mitgliedsländer halten, dann werden die Rohöl- und Heizölpreise sprunghaft anziehen. Wer dieses Risiko nicht eingehen will, der findet zurzeit einen guten Kaufzeitpunkt vor. Zudem weisen die Ölpreise auf längere Sicht gesehen eine leicht steigende Preistendenz auf, so dass eine Bestellung noch in diesem Jahr voraussichtlich sinnvoller ist als bis zum nächsten Jahr zu warten.

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