Heizölpreise auf Mittwoch nahezu unverändert

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Auf den heutigen Mittwoch zeigten sich die Heizölpreise im bundesweiten Durchschnitt nahezu unverändert. So kosten 100 Liter Heizöl bei den tanke-günstig Partnerhändlern heute im Mittel weiterhin 46,31 €uro. Bei der regionalen Betrachtung zeigte sich auf den heutigen Mittwoch ein differenziertes Bild. So waren in sechs Bundesländern Preisnachlässe zu verzeichnen und in zehn Bundesländern zogen die Heizölpreise zumeist mit rund 0,1 Cent/Liter leicht an. In Bayern, wo die Heizölpreise in dieser Woche bisher sehr günstig angeboten wurden, war heute allerdings ein kräftiger Preisanstieg in Höhe von 1,2 Cent/Liter feststellbar. Die größten Preisrückgänge entfielen hingegen mit knapp 0,7 Cent/Liter auf das Saarland.

Entwicklungen am Ölmarkt

Der dreitägige Streik der Ölarbeiter in Kuwait ist beendet. Durch die Arbeitsniederlegung war die Ölproduktion Kuwaits wohl um rund 1,7 Mio. Barrel pro Tag gefallen und hatte sich somit kurzfristig mehr als halbiert. Der Rückgang der kuwaitischen Ölproduktion war das Argument, dass die Ölpreise in den vergangenen Tagen, trotz der gescheiterten Doha-Gespräche, gestützt hatte. So waren die Rohölpreise auch am gestrigen Handelstag zunächst weiter gestiegen. Im weiteren Tagesverlauf und im heutigen frühen Handel gaben die Ölnotierungen jedoch wieder nach, so dass die US-Sorte WTI am Mittwochmorgen im Vergleich zu gestern Morgen nahezu unverändert bei 40 Dollar/Barrel notierte. Die europäische Leitsorte BRENT gab sogar leicht nach und wurde am Mittwochmorgen bei 42,9 Dollar/Barrel gehandelt.

Nach dem Ende des Streiks in Kuwait muss man die preisstützenden Nachrichten für den Ölmarkt schon angestrengt suchen. Preisdrückende Nachrichten stechen zurzeit schneller ins Auge. So soll die Produktion des Iran im April laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters bislang auf 1,75 Mio. Barrel/Tag gestiegen sein. Bis zum durchaus realistischen Förderziel von rund 4 Mio. Barrel/Tag, ist demnach in den kommenden Monaten mit einem weiter steigenden Angebot auf dem Weltölmarkt zu rechnen. Auch der vermeintliche Produktionsrückgang Kuwaits um rund 1,7 Mio. Barrel/Tag steht dem Markt nun wieder zur Verfügung und es wurde gemeldet, dass Russland nach dem Scheitern der Doha-Gespräche plant, seine Ölförderung auszuweiten. Zudem rechnen Analysten damit, dass heute ein weiterer Aufbau der US-Öllager verkündet werden wird. Zumindest meldete das private American Petroleum Institute (API) gestern einen vermutlichen Aufbau der US-Rohölbestände um 3,1 Mio. Barrel. Sollte diesen Daten heute Abend durch die offiziellen Lagerdaten des US-Energieministerium (DOE) bestätigt werden, so spricht vieles dafür, dass die Ölpreise ihr zuletzt aufgebautes, beträchtliches Korrekturpotenzial nach unten wieder abbauen werden.

Aussicht und Empfehlungen

Die spekulativen Anleger ziehen sich auch nach dem krachend gescheiterten Doha-Meeting nicht in dem Umfang aus dem Ölmarkt zurück wie man dies hätte vermuten können. Immer noch ist an den Börsen der Wille erkennbar die Ölnotierungen bei rund 40 Dollar/Barrel zu stützen. Dennoch halten wir einen Rückgang der Rohöl- und Heizölpreise in den kommenden Tagen weiterhin für wahrscheinlich. Sollte heute Abend ein erneuter Aufbau der US-Öllager verkündet werden, so würde dies weiteren Wind aus den Segeln der spekulativen Anleger nehmen. Auch wenn man nicht mit Gewissheit von sinkenden Ölpreisen ausgehen kann, so raten wir mit einem Heizölkauf aktuell noch zu warten.

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