Heizölpreise auf Freitagsniveau

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Nach der Preisdelle vom Wochenende legten die Heizölpreise am Montag wieder zu. Im Vergleich zu Freitagmorgen ist somit kaum eine Veränderung feststellbar. So gaben die Heizölpreise zwischen Freitag- und Montagmorgen im bundesweiten Durchschnitt um rund 0,1 Cent/Liter nach. Regional betrachtet kam es jedoch zu erheblichen Preisveränderungen. Während die Heizölpreise in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland um massive 1,6 bis 2,2 ct/l kletterten, gaben sie in Brandenburg, Berlin, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen um 1,0 bis 1,1 ct/l nach. Absoluter Spitzenreiter bei den Preisnachlässen waren jedoch die tanke-günstig Partnerhändler in Bayern. Hier fielen die Heizölpreise bei einer Bestellung von 2.000 Litern um sehr deutliche 2,3 Cent/Liter.

Nachdem die OPEC am Freitag bekannt gegeben hatte, dass die Förderquote weiterhin bei 30 Mio. Barrel/Tag gehalten werden soll, legten die Rohölpreise zunächst zu. Denn faktisch hätte dieser Beschuss einer Kürzung der aktuell eher bei 31 Mio. Barrel pro Tag liegenden Ölmenge entsprochen. Allerdings hat die OPEC-Förderquote aus unserer Sicht derzeit eher den Charakter einer Richtlinie und letzlich fördert und exportiert jedes Mitglied soviel es kann und möchte. In diese Richtung ging auch die Aussage des OPEC-Generalsekretärs el-Badri, der im Anschluss an die Konferenz erklärte, dass die aktuelle Marke eher als Indikator als eine Quote zu verstehen ist. Dementsprechend verlor der Anstieg der Rohölpreise dann auch schnell wieder an Rückhalt. Dennoch kletterte die europäische Leitsorte BRENT zum heutigen Wochenstart um 0,8 $/b und stand am Morgen bei 62,9 Dollar/Barrel. Stärkeren Einfuss auf die Heizölpreise hätte der Devisenmarkt haben können, denn hier geriet der €uro gegen den Dollar im Freitagsverlauf massiv unter Druck. Erneut gute ausgefallene US-Arbeitsmarktzahlen ließen den Dollar sprunghaft ansteigen, was sich klar preissteigernd auf die Heizölpreise hätte auswirken können. Bisher kam dieser Anstieg jedoch noch nicht bei den Heizölkunden an, da zurzeit viele Heizölhändler Rabatte gewähren um Kunden etwas Zeit zu verschaffen das aktuell niedrigere Preisniveau für eine Bestellung zu nutzen.

Genau dies haben viele Verbraucher am Wochenende auch getan, so dass die Nachfrage in den letzten Tagen entsprechend kräftig anzog. Denn es ist klar, dass das Risiko auf anziehende Heizölpreise, aufgrund der letzten Preisnachlässe deutlich gestiegen ist. Und so nutzen viele Kunden den aktuell guten Kaufzeitpunkt zu den niedrigsten Heizölpreisen in den letzten knapp zwei Monaten. Für den morgigen Dienstag stehen die Zeichen derzeit eindeutig auf Preisanstieg. Wer im weiteren Wochenverlauf auf günstigere Heizölpreise spekulieren möchte, der muss daher eine gewisse Portion Risikobereitschaft mitbringen.

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