Heizölpreise auf Drei-Wochen-Tief gefallen

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Zum Start der neuen Wochen sind die Heizölpreise im bundesweiten Durchschnitt um rund 0,4 Cent/Liter gefallen und standen somit am Montagmorgen mit 55,00 €uro pro 100 Liter Heizöl auf einem Drei-Wochen-Tief. Bei der regionalen Betrachtung der Heizölpreise waren zum Wochenstart in fast allen Bundesländern Preisrückgänge zu verzeichnen. Die kräftigsten Preisnachlässe entfielen mit 0,6 bis gut 0,8 Cent/Liter auf Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein. Die einzigen Preisanstiege waren mit 0,1 bzw. 0,4 Cent/Liter im Saarland und Bayern feststellbar.

 

Aussicht und Empfehlungen

Seit zwei Wochen bewegen sich die Heizölpreise seitwärts mit einer minimalen Abwärtstendenz. Diese Abwärtstendenz könnte sich im November jedoch verstärken, denn zurzeit deutet vieles darauf hin, dass es der OPEC nicht gelingen wird die beschlossene Förderobergrenze tatsächlich umzusetzen. Im besten Fall rechnen Analysten mit einem schwammigen Vertrag zwischen den OPEC-Mitgliedern, der keine klaren Grenzen für die Staaten des Ölkartells aufzeigen wird und daher auch nicht dazu führen wird, dass sich andere wichtige Ölförderländer außerhalb der OPEC der Förderbegrenzung anschließen werden. Die Folge würde weitere Unsicherheit beim Thema Förderobergrenze sein und die Ölnotierungen könnten wieder auf das Preislevel von Mitte September zurückkehren. 

Sollte die OPEC eine verbindliche Einigung erzielen, dann kann bis Jahresende ein spürbarer Anstieg die Ölpreise aber auch nicht vollkommen ausgeschlossen werde. Die jüngsten Meldungen machen einen Rückgang der Rohöl- und Heizölpreise aktuell jedoch wahrscheinlicher. Wer allerdings weniger Freude am Spekulieren hat, der kann das aktuelle Preisniveau bedenkenlos für eine Winterbevorratung nutzen.

Ölpreise - Entwicklungen am Ölmarkt

Die Ölpreise sind am Freitag leicht gefallen und setzen den Rückgang auch am Montag weiter fort, nachdem die Verhandlungen der wichtigsten Ölproduzenten am Wochenende ohne Ergebnis endeten. In der Folge notierten die beiden Rohölleitsorten BRENT und WTI am Montagmorgen unter der 50-Dollar-Marke. Die europäische Ölsorte BRENT hatte um gut einen Dollar je Barrel nachgegeben und stand am Montag 49,5 Dollar/Barrel. Die US-Ölsorte WTI ging um gut 1,2 $/b zurück und wurde am Morgen bei 48,5 Dollar/Barrel gehandelt.

Das Hauptthema am Ölmarkt bleibt die beschlossene Förderbegrenzung der OPEC. Allerdings scheinen die Zeichen für eine Einigung der OPEC auf eine verbindliche Förderobergrenze schlecht zu stehen. So konnten Vertreter des Ölkartells am Wochenende keine weiteren Schritte bei der Aufteilung der beschlossenen Förderkürzung machen. Weiterhin erwarten einige OPEC-Staaten, dass sie von einer gemeinsamen Förderbegrenzung ausgenommen werden. Vertreter des Iran bestätigten, dass das Land keine Pläne zur Begrenzung der eigenen Ölfördermenge habe. Und der Irak führt weiterhin an, dass man die finanziellen Mittel aus dem Ölverkauf brauche um die Terrormiliz IS auf dem Land zu vertreiben.

Bis Ende November sollen verbindlichen Förderquoten für alle OPEC-Mitglieder festgelegt werden. Da eine Förderreduktion innerhalb der OPEC vor allem an einigen wichtigen Mitgliedern hängen bleiben könnte, wird eine Umsetzung der Förderobergrenze sehr schwierig werden. Denn auch die OPEC-Mitglieder stehen untereinander im Wettbewerb um Marktanteile und wenn die größten OPEC-Staaten keine Marktanteilverluste hinnehmen wollen, dann wird es wohl keine Reduzierung der Ölfördermengen geben. Saudi-Arabien hatte diesbezüglich schon mehrfach angedeutet, dass man auch darauf setzen könnte, dass sich die starken Ölproduzenten im Wettbewerb durchsetzen werden.

Neben den Problemen innerhalb der OPEC signalisierten wichtige Non-OPEC-Ölförderländer, die ebenfalls an dem Meeting teilgenommen hatten, dass sie kein großes Interesse an einer Förderbegrenzung hätten. Russland will sich nur mit der OPEC verbinden, wenn die Mitglieder untereinander einen stabilen Vertrag zustande bringen und will auch dann nur über eine Deckelung und nicht über eine Reduktion der Ölförderung sprechen. Brasilien schließt eine Reduzierung der eigenen Ölproduktion ebenfalls aus.

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