Heizölpreise auf Donnerstag minimal gestiegen

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Die Heizölpreise befinden sich zum Beginn der laufenden Heizperiode auf einem sensationell niedrigen Preislevel. Im Vergleich zum heutigen Tag des Vorjahres sind die aktuellen Heizölpreise rund 21 Cent/Liter bzw. knapp 28 Prozent günstiger und wenn man für Mitte Oktober günstigere Heizölpreise finden will, so muss man bis ins Jahr 2004 zurückblicken. Auf den heutigen Donnerstag war mit einem leichten Anstieg von gut 0,1 Cent/Liter im bundesweiten Durchschnitt fast keine Veränderungen der Heizölpreise feststellbar. Auch regional zeigte sich ein recht einheitliches Bild. Lediglich in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen gaben die Heizölpreise minimal nach. In allen anderen Bundesländern waren Preisanstiege zwischen 0,1 und 0,4 Cent/Liter feststellbar.

Das weiterhin deutlich über der Nachfrage liegende Angebot auf dem Weltölmarkt hält die Ölnotierungen weiter unter Druck. Untermauert wurde diese Marktlage gestern durch einen Anstieg der US-Öllagerbestände. So meldete das amerikanische Energieministerium, dass die Rohöllager in der vergangenen Woche um deutlichen 8,0 Mio. Barrel auf nunmehr 476,6 Mio. Barrel gestiegen sind. Da in den USA die Wartungssaison in der Raffineriebranche begonnen hat, lag die Raffinerieauslastung nur bei 86 Prozent. Daher war bei den Ölprodukten (Heizöl, Diesel und Benzin) auch ein Rückgang um 4,1 Mio. Barrel zu verzeichnen. In Summe legten die US-Öllager daher um 3,9 Mio. Barrel zu. Ebenfalls preisdrückend wirkte das gestrige OPEC-Meeting, denn wie erwartet wurden auf diesem keine marktverändernden Entscheidung getroffen und darüber hinaus zeigte sich, dass es auch innerhalb des Ölkartells keine klare Linie gibt und derzeit jedes Förderland nur seine eigenen Interessen vertritt. Auch wenn die Ölpreise heute im frühen Handel leicht gestiegen sind, so gab die europäische Rohölleitsorte BRENT, aufgrund der genannten Faktoren, auch auf den heutigen Donnerstag um weitere 0,3 $/b nach und wurde somit am Morgen bei 48,1 Dollar/Barrel gehandelt. Am Devisenmarkt hielten sich Meldungen über eine verbesserte Kreditvergabe im Euro-Raum und bessere US-Wirtschaftsdaten die Waage, so dass sich der €uro-Dollar-Wechselkurs kaum veränderte.

In den letzten Wochen wurden Börsenhändler durch die gute Angebotslage von Wetten auf steigende Ölpreise abgehalten und es sieht auch weiterhin nicht so aus als würde sich die Nachrichtenlage oder Stimmung am Ölmarkt ändern. Die Rohölpreise scheinen sich wieder bei etwa 50 Dollar/Barrel oder leicht darunter zu stabilisieren und auch der €uro-Dollar-Wechselkurs hält sich solide bei gut 1,13 $/€. Aus dieser Sicht kann man mit einem überschaubaren Risiko auf weiter nachgebende Heizölpreise spekulieren. Allerdings ist der preisliche Spielraum nach unten stark begrenzt und tendenziell kann in den kommenden Wochen eher mit schlechteren Vorgaben vom Rohöl- und Devisenmarkt gerechnet werden. Daher empfehlen wir weiterhin die aktuelle Niedrigpreisphase zu nutzen und zu einem der günstigsten Kaufzeitpunkte der vergangenen sechs Jahre Heizöl zu bestellen.

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