Heizölpreise auf Donnerstag leicht gestiegen

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Nachdem sich die Heizölpreise gestern stabilisiert hatten, legten sie auf den heutigen Donnerstag wieder leicht zu. So kletterten die Heizölpreise im bundesweiten Durchschnitt um 0,4 Cent/Liter und stehen somit aktuell bei 46,90 €uro/100 Liter. Bei der regionalen Betrachtung der Preisentwicklungen zeigte sich heute ein recht einheitliches Bild, denn in allen Bundesländern waren heute Preisanstiege zu verzeichnen. Lediglich die Höhe der Preisanstiege differierte in den einzelnen Bundesländern. Der mit Abstand kräftigste Anstieg der Heizölpreise war mit knapp 1,4 Cent/Liter im Saarland feststellbar. Darauf folgten Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein mit Preisanstiegen in Höhe von rund 0,7 Cent/Liter. Bei den tanke-günstig Partnerhändlern in Brandenburg, Berlin, Baden-Württemberg, Bayern und Nordrhein-Westfalen waren mit maximal 0,2 Cent/Liter hingegen die geringsten Preisanstiege zu verzeichnen.

Entwicklungen am Ölmarkt

Am gestrigen Handelstag richtete sich der Fokus der Börsenhändler auf die vom US-Energieministerium DOE veröffentlichten Daten zu den Öllagerbeständen der vergangenen Woche. Obwohl die Rohöllager in den USA mit nunmehr 521,9 Mio. Barrel auf ein abermaliges Rekordhoch gestiegen sind, führte dies nicht zu einem Rückgang der Rohölpreise. Als Grund dafür wurde der Bestandsrückgang der Ölprodukte (Heizöl, Diesel und Benzin) von in Summe um 5,6 Mio. Barrel aufgeführt. Dies wird als Zeichen für eine höhere Nachfrage in den USA interpretiert und zurzeit wohl stärker gewichtet als die mit insgesamt knapp 935 Mio. Barrel prall gefüllten US-Öllager. Nachdem die Ölpreise somit gestern wieder gestiegen waren, gaben sie am Donnerstag im frühen Handel jedoch leicht nach. Insgesamt kletterte die europäische Leitsorte BRENT jedoch um 0,9 $/b und stand am Donnerstagmorgen mit 40,7 Dollar/Barrel wieder über der psychologisch wichtigen Marke von 40 Dollar/Barrel. Die US-Sorte WTI legte sogar um 1,4 $/b zu und notierte am Morgen bei 38,1 Dollar/Barrel.

Seit Mitte Februar haben sich die Rohölpreise kräftig erholt, obwohl die Überversorgung des Weltölmarktes weiterhin besteht. Zwar werden an den Börsen zukünftige Preise gehandelt, aber auch die Aussichten für die kommenden Wochen zeigen weder eine weitrechende Verknappung des Angebotes oder eine stark anziehende Nachfrage. Dementsprechend äußern sich auch Fachleute nicht einheitlich zur zukünftigen Preisentwicklung. Die einen sprechen von einem Ende des Ölpreisverfalls und nun kontinuierlich anziehende Ölpreisen. Die anderen sehen noch keine Trendwende und halten eine spürbare Korrektur und Gewinnmitnahmen der Händler für realistisch, was die Preise wieder fallen lassen würde. Der Handel am Rohölmarkt hat daher keine klare Richtung und leibt schwankungsanfällig. Für eine anhaltende Preisrally scheint die aktuelle, fundamentale Marktlage nicht geeignet zu sein. Massive Rückfälle auf unter 30 Dollar je Barrel erwarten die meisten Analysten jedoch auch nicht mehr.

Im Vorfeld auf die heutige Sitzung der EU-Währungshüter, die über die künftige Geldpolitik beraten werden, hat sich der €uro stabil bei knapp 1,10 Dollar/€uro gehalten. Fachleute erwarten jedoch eine weitere geldpolitische Lockerung durch die EZB, in Form einer Absenkung der Zinsen für Einlagen bei der Notenbank auf minus 0,5 Prozent und einer Ausweitung der Anleihenkäufe. Dies würde den €uro unter Druck setzen und somit preisstützende Impulse für die heimische Heizölpreise geben.

Aussicht und Empfehlungen

Die Stimmung am Ölmarkt ist zurzeit sehr schwankungsanfällig. Zwar hat sich am Datenfundament nichts verändert und der Weltölmarkt bleibt deutlich überversorgt, dafür waren Börsenhändler zuletzt aber in Kauflaune, was gelegentlich noch wichtiger sein kann als die tatsächliche Marktlage. Da es fast unmöglich ist den Teil der spekulationsgetriebenen Preisentwicklung zu prognostizieren, muss nun abgewartet werden in welche Richtung der Trend geht. Zum jetzigen Zeitpunkt ist von einem erneuten Preisanstieg, über eine Stabilisierung bis hin zu fallenden Ölpreisen alles denkbar und möglich. Wir empfehlen daher mit einer Bestellung zu warten, um aus den kurzfristigen Entwicklungen eine mögliche Tendenz für die kommenden Tage ableiten zu können.

Zurück