Heizölpreise auf Donnerstag gestiegen

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Nachdem die Heizölpreise seit Wochenbeginn um gut 0,7 Cent/Liter gefallen sind, war auf den heutigen Donnerstag erstmal wieder ein Preisanstieg zu verzeichnen. So kletterten die Heizölpreise im bundesweiten Durchschnitt um 0,4 Cent/Liter. Eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl kostet somit bei den tanke-günstig Partnerhändlern im Mittel aktuell 60,66 €uro pro 100 Liter.

Bei der regionalen Betrachtung der Heizölpreise zeigte sich heute ein einheitliches Bild mit flächendeckenden Preisanstiegen on allen Bundesländern. Dabei zogen die Heizölpreise mit 0,5 bis 0,6 Cent/Liter am kräftigsten in Brandenburg, Berlin, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt an. Mit rund 0,1 Cent/Liter entfielen die geringsten Preisanstiege hingegen auf Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein.

 

Aussicht und Empfehlungen

Obwohl viele Marktbeobachter in den ersten Wochen des Jahres mit anziehenden Rohöl- und Heizölpreisen gerechnet hatten, kann im bisherigen Jahresverlauf von sehr stabilen Heizölpreisen gesprochen werden. Denn seit über acht Wochen bewegen sich die Heizölpreise nun seitwärts und schwanken dabei um 60 Cent/Liter herum.

Auch wenn wir in den kommenden Wochen durchaus ein Risiko für anziehende Heizölpreise sehen, scheint es zurzeit so, als ob sich die unterschiedlichen Preisfaktoren die Waage halten und Händler mit dem aktuellen Preislevel zufrieden sind. Diese stabile Marktlage versetzt Heizölverbrauchern zurzeit in die komfortable Lage die Entwicklungen am Ölmarkt ohne Handlungsdruck verfolgen und auf die Ausbildung eines Preistals spekulieren zu können. Trotz des kalten Wetters kann die Nachfrage daher eher als ruhig bezeichnet werden.

Ölpreise - Entwicklungen am Ölmarkt

 

Nach zwei Tagen mit Preisrückgängen haben die Ölpreise auf den heutigen Donnerstag zugelegt und dass obwohl die Ölnotierungen am Mittwochvormittag zunächst weiter gefallen waren und das US-Energieministerium am Nachmittag einen erneuten, kräftigen Anstieg der US-Öllager bekannt gegeben hatte. Dennoch legte die Nordsee-Ölsorte BRENT um 0,6 $/b zu und stand am Donnerstagmorgen bei 55,4 Dollar/Barrel. Auch die US-Ölsorte WTI kletterte um 0,9 $/b und wurde am Morgen bei 52,6 Dollar/Barrel gehandelt.

Das Department of Energy (DOE) meldete gestern einen erneuten kräftigen Aufbau der US-Öllagerbestände in Höhe von 12,9 Mio. Barrel. Dabei fiel in der vergangenen Woche vor allem der massive Anstieg der Rohöllager um 13,8 Mio. Barrel ins Gewicht, der auf kräftig gestiegene Rohölimporte zurückzuführen ist. Zum ersten Mal seit September 2016 sind die US-Rohöllager somit wieder über 500 Mio. Barrel geklettert. Die Lager der Ölprodukte (Heizöl, Diesel und Benzin) waren in der vergangenen Woche zwar um insgesamt 0,9 Mio. Barrel gesunken, dennoch nähern sich die gesamten US-Öllager mit aktuell 935,5 Mio. Barrel dem Rekordhoch von 942 Mio. Barrel, welches  im April des vergangenen Jahres zu verzeichnen war. Alleine in den vergangen sechs Wochen sind die US-Öllagerbestände um enorme 70,7 Mio. Barrel angewachsen.

Neben dem Öllageraufbau in den USA sorgte auch die EIA mit ihrer Schätzung für die amerikanische Rohölproduktion im nächsten Jahr für eine preisdrückende Meldung. So korrigierte die US-Behörde ihre Prognose für die Ölproduktion in den USA auf 9,53 Mio. Barrel pro Tag nach oben und trägt damit dem zuletzt deutlichen Anstieg der US-Ölbohraktivitäten Rechnung.

Trotz der gestern insgesamt eher bärischen Nachrichtenlage legten die Ölpreise aber zu, was laut Händlern auf eine Prognose von Goldman Sachs zur weiteren Entwicklung des Ölangebots auf dem Weltmarkt, zurückzuführen ist. So geht die US-Investmentbank davon aus, dass die Förderreduzierung der OPEC und Russlands bereits in den kommenden Monaten zu einem Angebotsdefizit an Rohöl führen wird und die Preise dann deutlich anziehen könnten.

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