Heizölpreise auf Dienstag leicht gesunken

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Auf den heutigen Dienstag gaben die Heizölpreisen im bundesweiten Durchschnitt um 0,2 Cent/Liter nach. Bei der regionalen Betrachtung zeigte sich Deutschland zweigeteilt, denn in sieben Bundesländern kletterten die Heizölpreise und in neun Bundesländern gingen sie zurück. Die kräftigsten Preisanstiege waren mit knapp 0,8 ct/l in Baden-Württemberg feststellbar. Die höchsten Preisnachlässe verzeichneten die tanke-günstig Partnerhändler in Hessen und Rheinland-Pfalz, wo die Heizölpreise um 0,9 bzw. 1,4 Cent/Liter nachgaben.

Wie bereits in den vergangenen drei Monaten liegt die europäische Rohöl-Leitsorte BRENT weiterhin bei knapp unter 50 Dollar/Barrel. Durch den gestrigen Rückgang der Rohölpreise um 0,9 $/b, notierte BRENT am heutigen Dienstagmorgen bei 48,7 Dollar/Barrel. Auch in den kommenden Wochen werden die Ölpreise wohl weiter seitwärts tendieren, denn viele Marktakteure scheinen ein Preisniveau von rund 50 $/b als der Marktlage entsprechend zu bewerten. Natürlich wird es zu einigen Preisausbrüchen nach oben und nach unten kommen, allerdings sind die Ausbrüche in beide Richtungen in ihrer Höhe eindeutig beschränkt, solange sich die Nachrichtenlage nicht gravierend ändert. Für Bewegungen nach oben könnte in den kommenden Wochen ein Rückgang der US-Schieferölförderung sorgen. Allerdings kann und wird die US-Ölproduktion bei steigenden Ölpreisen auch schnell wieder hochgefahren werden. Zudem werden die Big-Player der OPEC die entstehende Angebotslücke schnell schließen können. Daher könnte man zu dem Schluss kommen, dass es auf lange Zeit keinen Grund für steigende Ölpreise geben wird. Allerdings würde diese Sichtweise den Finanzmarkt komplett außer Acht lassen. Und da die Vergangenheit gezeigt hat, dass sich Börsenakteure nicht immer nur an Fundamentaldaten orientieren und das Spekulationen ein immer wichtigerer und sehr schwer vorhersehbarer Preisindikator am Ölmarkt sind, kann es auch bei einer abnehmenden Überversorgung zu einem spekulationsbedingten Preisanstiegen kommen. Ein Preistreiber könnte hierbei die zurzeit viel zitierte Investitionslücke der Ölindustrie sein. Am Devisenmarkt verlief der gestrige Handelstag ruhig, so dass der €uro-Dollar-Wechselkurs nahezu unverändert blieb. Grund hierfür waren gleichwertig ausgefallene Konjunkturdaten in den USA und der Eurozone, die sich gegenseitig neutralisierten.

Die Nachfrage der Heizölverbraucher ist vergleichsweise zurückhaltend. Die weiterhin stabilen Vorgaben für den heimischen Heizöl-Markt, die milden Temperaturen und besonders die von den Verbrauchern, zu den Preistiefs im Januar und August diesen Jahres, gut aufgefüllten Heizöltanks, sorgen für eine entspannte Haltung der Heizölkunden.

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