FED erhöht US-Leitzins, Heizölpreise fallen leicht

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Bedingt durch die sich gegenläufigen entwickelnden Vorgaben vom Rohöl- und Devisenmarkt, haben sich die Heizölpreise auf den heutigen Donnerstag wenig verändert. Im bundesweiten Durchschnitt war ein Rückgang um 0,3 Cent/Liter feststellbar, so dass die Heizölpreise aktuell im Mittel bei 44,5 Cent/Liter liegen. Bei der regionalen Betrachtung waren heute lediglich in Bayern Preisanstiege zu verzeichnen. Da die Heizölpreise dort gestern kaum angezogen waren, kletterten sie heute um knapp 0,7 Cent/Liter. In Baden-Württemberg blieben die Heizölpreise konstant auf Vortagesniveau. In allen anderen Bundesländern gaben die Heizölpreise heute in einer zumeist ähnlichen Größenordnung nach. Die kräftigsten Preisrückgänge entfielen mit knapp 0,7 Cent/Liter auf das Saarland. Am günstigsten ist Heizöl mit 42,4 Cent/Liter weiterhin bei den tanke-günstig Partnerhändlern in Hamburg und Sachsen-Anhalt.

Entwicklungen am Ölmarkt

Gestern stand FED-Chefin Janet Yellen im Fokus der Weltöffentlichkeit. Und wie erwartet verkündete Sie die bereits lange angekündigte Zinswende in den USA. Damit hat die FED erstmals seit neun Jahren wieder die Leitzinsen auf 0,25 bis 0,5 Prozent erhöht. Diese behutsame Zinsanhebung ist jedoch Geldpolitik mit Augenmaß, denn die US-Notenbank ist sich über die globalen Auswirkungen ihrer Entscheidungen bewusst und wollte die Finanzmärkte nicht überfordern. Allerdings kündigte Yellen auch sofort an, dass es im kommenden Jahr weitere graduelle Zinsanhebungen geben wird. An den Aktienmärkten sorgte diese Nachricht für Freude und viele Anleger hoffen nun doch noch auf eine Jahresendrally. Der €uro gab hingegen erwartungsgemäß gegen den Dollar nach, mit unter einem Prozent hielt sich der Rückgang jedoch in Grenzen.

Am Ölmarkt führte der stärkere Dollar zu einer schwächeren Öl-Nachfrage im Nicht-Dollar-Raum, so dass die Ölnotierungen, nach ihrer kurzen Erholungsphase, wieder unter Druck gerieten. Der Druck auf die Ölpreise wurde zudem noch durch die überraschend deutlich gestiegenen US-Rohölbestände verstärkt, besonders weil Analysten zuvor mit einem Rückgang um 0,6 Mio. Barrel gerechnet hatten. Laut US-Energieministerium DOE kletterten die Rohöllager um 4,8 Mio. auf nunmehr 490,7 Mio. Barrel. Gleichzeitig war auch ein Aufbau bei den Ölprodukten um insgesamt 4,3 Mio. Barrel feststellbar, so dass in Summe ein massiver Anstieg der US-Öllager um 9,1 Mio. Barrel zu verzeichnen war. Als Reaktion auf den Anstieg der US-Öllager gab die US-Rohölsorte WTI ihre Gewinne der letzten zwei Tage wieder ab und fiel um 1,6 $/b auf 35,4 Dollar/Barrel am Donnerstagmorgen. Die europäische Leitsorte BRENT fiel aufgrund des stärkeren US-Dollars um einen Dollar je Barrel und markierte mit 37,1 $/b am Morgen ein neues 10-Jahrestief.

Aussicht und Empfehlungen

Der Boom der Heizöl-Nachfrage hält weiter an, so dass es hier und dort zu etwas längeren Lieferzeiten der Heizölhändler kommen kann. Auch die nun kommenden Feiertage haben daran natürlich ihren Anteil. Die Aussichten für die Heizölpreis-Entwicklungen der kommenden Tage fallen recht neutral aus. Die Ölpreise dürften sich nach dem gestrigen Rückgang wieder stabilisieren oder zumindest nur noch leicht nachgeben. Dementgegen wird aber wohl der €urokurs wirken, der in den nächsten Tagen weiter leicht gegen den Dollar nachgeben könnte. Hieraus ergibt sich in Summe wohl eine Seitwärtsbewegung der Heizölpreise, vielleicht sogar noch ein leichter Rückgang. Wer Freude am Spekulieren hat, kann somit auf weiteren Preisrückgang setzten. Wer hingegen nun bestellen möchte, der macht dies auf jeden Fall zu sensationell günstigen Preisen.

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