Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Obwohl der Dollar gestern an Wert verloren hat, gaben die Rohölpreise an den internationalen Rohstoffbörsen weiter nach. Die Kombination aus sinkenden Ölpreisen bei gleichzeitig sinkendem Dollarkurs sorgte dafür, dass die Heizölpreise auf den heutigen Mittwoch im bundesweiten Durchschnitt um weitere 1,3 Cent/Liter einbrachen und somit auf ein neues Rekordtief seit Juli 2009 fielen. Mit aktuell 51,8 Cent/Liter befinden sich die heimischen Heizölpreise nun auf einem sensationell günstigen Preislevel. Auch regional brachen die Heizölpreise heute Morgen flächendeckend in allen Bundesländern ein. Mit einem Rückgang von 1,8 bis 1,9 Cent/Liter gaben die Heizölpreise am deutlichsten in Brandenburg, Berlin, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen nach. Die geringsten Preisnachlässe entfielen mit immer noch 0,7 Cent/Liter auf Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein. Besonders ins Auge stechen die aktuellen Heizölpreise in Berlin, Hamburg und Sachsen-Anhalt, denn hier stehen die Heizölpreise kurz vor der Grenze von 50 Cent je Liter. Somit zahlen Verbraucher, bei einer Bestellmenge von 2.000 Litern schwefelarmen Heizöl bei unseren dortigen Partnerhändlern aktuell nur rund 1.000 €uro inklusive MwSt. und aller weiteren Kosten. 

Wie erwartet unterliegen die Ölpreise vor dem am Freitag anstehenden OPEC-Treffen spürbaren Schwankungen. So verlief auch der gestrige Handelstag unruhig und erst gegen Abend setzte sich die Down-Richtung durch und die Ölpreise gaben erneut nach. Hierbei ging die europäische Leitsorte BRENT um weitere 0,6 $/b zurück und notierte am heutigen Mittwochmorgen bei 44,2 Dollar/Barrel. Auch wenn die meisten Analysten keinen Strategiewechsel der OPEC erwarten und als preisbestimmende Themen weiterhin die anhaltende Überversorgung des Weltölmarktes, den insgesamt starken US-Dollar und die schwächelnde globale Ölnachfrage, besonders aufgrund von mäßigen Konjunkturaussichten in China, gesehen werden, so rückt medial dennoch das an diesem Freitag in Wien stattfindende Treffen der OPEC in den Mittelpunkt. Weiterhin muss daher im Wochenverlauf mit einer volatilen Entwicklung der Ölpreise gerechnet werden, da Händler stets sensibel auf alle Neuigkeiten aus dem Umfeld des Meetings reagieren werden. Da bisher jedoch kaum jemand von preissteigernden Maßnahmen der OPEC ausgeht, übt dies Druck auf die Ölpreise aus. Und auch der zuletzt leicht nachgebende Dollar kann die Ölpreise zurzeit nicht stützen, weil davon ausgegangen werden muss, dass der Dollar im Laufe des Dezembers wieder zulegen wird. Zwar konnte der €uro seit Wochenbeginn etwas an Boden gegen den Dollar gut machen, mit aktuell 1,06 $/€ notiert die Gemeinschaftswährung jedoch weiterhin auf einem sehr niedrigen Stand.

Die Stimmung am Ölmarkt bleibt weiterhin gedrückt und der €uro scheint sich kurzfristig wieder etwas gegen die Ölwährung Dollar erholen zu können. Daher ist ein weiterer Rückgang der Heizölpreise in den nächsten Tagen möglich, allerdings muss man bei den aktuell sehr niedrigen Ölpreisen und einem gleichzeitig nachgebenden US-Dollar stets mit Käufen und steigenden Preisen am Ölmarkt rechnen. Da zudem auch das bevorstehende OPEC-Meeting Unruhe in den Markt bringen kann, empfehlen wir erneut nicht zu lange zu spekulieren und den aktuell besten Kaufzeitpunkt der vergangenen 6,5 Jahre zu nutzen. Um am Anfang des Dezembers günstiger Heizöl kaufen zu können als heute, muss man sogar 11 Jahren in die Vergangenheit blicken. Dementsprechend befindet sich auch die Nachfrage der Verbraucher auf einem hohen Niveau, so dass es teilweise zu längeren Lieferzeiten bei den Heizölhändlern kommen kann.

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