Heizölpreise zum Wochenstart gesunken

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Zum Wochenauftakt gingen die Heizölpreise im bundesweiten Durchschnitt wieder um gut 0,6 Cent/Liter zurück. Auch regional waren in allen Bundesländern flächendeckend Preisnachlässe zu verzeichnen. Am deutlichsten gingen die Heizölpreise mit 1,6 ct/l im Saarland zurück. Aber auch in Bremen, Hamburg, und Schleswig-Holstein war ein deutlicher Rückgang von 1,1 Cent/Liter feststellbar. Die geringsten Preisrückgänge entfielen, bei einer Bestellung von 2.000 Litern Heizöl, mit 0,4 bis 0,5 ct/l auf Brandenburg, Berlin, Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Thüringen.

Nachdem es zur Mitte der vergangenen Woche so aussah als ob die Rohölpreise in eine Erholungsphase übergehen würden, sieht es nun wieder so aus als ob sich der seit Wochen anhaltende Abwärtstrend weiter fortsetzen könnte. Trotz des extrem niedrigen Preisniveaus am Ölmarkt stellte sich die jüngste Gegenbewegung als nicht nachhaltig heraus. So gab die europäische Leitsorte BRENT auf Montag wieder um rund 1,4 $/b nach und stand am Morgen bei 51,7 Dollar/Barrel. Die aktuelle Überversorgung und die eindeutig preisdrückenden Fundamentaldaten lasten derzeit einfach zu stark auf den Preisen am Weltölmarkt und das Angebot steigt sogar immer weiter. Saudi-Arabien fördert auf einem 40-Jahres-Hoch und die USA sogar auf einem Allzeithoch. Zudem kann der von vielen Experten erwartete Förderrückgang in den USA bisher nicht festgestellt werden. Im Gegenteil war in den letzten Wochen ein stetiger Anstieg der US-Ölbohraktivitäten zu verzeichnen und auch in der vergangenen Woche legten die Anzahl der aktiven Ölbohrtürme auf 664 zu. Ein weiterer Faktor für die getrübte Stimmung am Ölmarkt ist der chinesische Aktienmarkt. Das Wirtschaftswachstum in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt ist massiv ins Stocken geraten und drückt somit auch die weltweite Nachfrage nach Rohöl. Zudem führt die daraus resultierende Verunsicherung an den Finanzmärkten dazu, dass Spekulanten zurzeit vorzugsweise in andere Anlageoptionen als Öl investieren. Am Devisenmarkt hält der €uro weiterhin sein recht schwaches Level gegen den Dollar und hat somit derzeit wenig Einfluss auf die Heizölpreise.

Die vergangene Woche war geprägt durch einen massiven Anstieg der Heizöl-Nachfrage. Da die Heizölpreise zuletzt leicht zugelegt hatten, nachdem sie in den letzten zwei Monaten spürbar zurückgegangen waren, haben sich sehr viele Verbraucher für eine Bestellung entschieden. Von diesem Bestellboom wurden auch die Heizölhändler überrascht, so dass es in den kommenden Wochen zu leichten Verzögerungen bei der Lieferung kommen kann. Die Aussichten für die kommenden Tage lassen zurzeit eine Rückkehr zum  Abwärtstrend erwarten. Sicher ist dies jedoch nicht, denn nach wie vor ist ein Ausbruch nach oben bei den zurzeit extrem niedrigen Ölpreisen denkbar. Wer kein Risiko eingehen will, der findet weiterhin einen sehr guten Bestellzeitpunkt vor.

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