Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Auf Mittwoch gaben die Heizölpreise seit knapp einer Woche erstmals wieder leicht nach. Im bundesweiten Durchschnitt war ein Rückgang der Heizölpreise von gut 0,1 ct/l feststellbar. Regional betrachtet zeigte sich allerdings ein ganz anderes Bild. So kam es in einigen Bundesländern zu deutlichen Preisanstiegen und in anderen zu erheblichen Preisnachlässen. Spitzenreiter bei den Preisanstiegen waren heute  Berlin und Brandenburg mit knapp 1,1 ct/l. Die deutlichsten Preisnachlässe waren hingegen mit gut 0,8 ct/l in Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein zu verzeichnen.

Gestern bewegte besonders die Nachricht über die extrem niedrige Inlation im Euroraum die Märkte. Dies Nachricht lässt ein Eingreifen der EZB wahrscheinlicher werden und wird in der Folge zu einem weiter Absinken des €uro führen. Zudem rückt die Zinsanhebungen der US-Notenbank FED näher, was ebenfalls Druck auf den €uro ausübt. Insgesamt befindet sich der €uro daher in einem anhaltenden Abwärtstrend, der wohl auch noch einige Zeit andauern dürfte. Diese zuerst einmal schlechte Nachricht für deutsche Heizölkunden hat jedoch auch eine positive Seite die sich heute zeigte. Aufgrund des schwachen €urokurses geht die Nachfrage nach Rohöl im Euroraum zurück und drückt somit die Rohölpreise. Daher gab die europäische Leitsorte BRENT auf den heutigen Mittwoch um sehr deutliche 2,1 $/b nach. Mit 95,1 Dollar je Barrel notierte BRENT somit am Mittwochmorgen auf dem niedrigsten Stand seit über zwei Jahren.

Der etwas überraschende Rückgang der Heizölpreise sorgt kurz vor der Heizsaison in manchen Regionen, wie z.B. im Norden Deutschlands, für einen sehr guten Kaufmoment. In diesen Regionen sollte man den die günstigen Heizölpreise für eine Bestellung nutzen. In anderen Regionen empfiehlt es sich noch bis morgen zu warten, denn hier könnten die Preisnachlässe erst mit einem Tag Verzögerung beim Endkunden ankommen.

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