Tipps zum Energie sparen und Energiekosten reduzieren

Tipps für den Heizölkauf

Wenn Sie beim Kauf von Heizöl keine unangenehmen Überraschungen erleben und Geld sparen wollen, dann sollten Sie folgende Tipps beherzigen.

Achten Sie auf versteckte Kosten

Einige Internetportale oder Heizölhändler geben nicht immer sofort alle Kosten an, die bei einer Bestellung auf den Kunden zukommen. So werden zusätzliche Kosten teilweise erst nach der ersten Preisermittlung angezeigt, um im Vergleich zu anderen Anbietern auf den ersten Blick günstiger zu erscheinen. Erst kurz vor der Bestellung werden dann noch sogenannte "versteckte" Kosten angezeigt. Bevor Sie ihr Heizöl kostenpflichtig bestellen sollten Sie daher unbedingt noch einmal den endgültigen Kaufpreise überprüfen.

Bei tanke-günstig brauchen Sie keine Sorgen vor versteckten Aufschlägen oder Zusatzkosten zu haben! Die in unserem Heizöl-Preisrechner ausgewiesenen Preise sind immer Endpreise und erhalten dementsprechend bereits alle Kostenbestandteile sowie alle Steuern und Abgaben. Auch wenn Sie eine Lieferbedingung ändern, also z.B. die Lieferfrist verkürzen, so wird Ihnen sofort der entsprechende Endpreis angezeigt. Es kommen keine weiteren Gebühren auf Sie zu!

Übrigens wird auch der Preis für Ihre Heizölbestellung bei Eingabe eines Rabattcodes sofort nach unten korrigiert, so dass Sie auch hier transparent sehen, wieviel Geld Sie sparen, wenn Sie an unseren Rabattaktionen teilnehmen.

Wann sollten Sie Heizöl kaufen?

Viele Heizölverbraucher stellen sich zu recht immer wieder diese Frage, denn wenn man es schafft den optimalen Kaufzeitpunkt zu erwischen, dann kann man beim Heizölkauf die größten Ersparnisse erzielen. In den letzten Jahren sind die Heizölpreise innerhalb eines Jahres um 10 bis 25 Euro pro 100 Liter geschwankt. Dies bedeutet, dass sich bei einer durchschnittlichen Bestellung von etwa 2.500 Litern Heizöl eine Ersparnis von 250 bis 600 €uro pro Jahr ergibt, wenn man den optimalen Kaufzeitpunkt erwischt.

Da der Heizölpreis zum größten Teil von den globalen Rohölpreisen abhängig ist und der Ölmarkt ein hoch spekulativer Markt ist, fällt es Verbrauchern und auch Experten oft sehr schwer vorherzusagen, ob man sofort Heizöl kaufen oder besser noch abwarten sollte. Dennoch bemühen wir uns Sie über unsere täglichen Kommentare zum Heizölmarkt und zum Rohölmarkt bestmöglich über gute Kaufzeitpunkte zu informieren. Und da wir den Ölmarkt jeden Tag genau im Auge behalten, gelingt uns dies zumeist auch recht gut.

Heizöl besser im Sommer kaufen?

Häufig wird die Frage gestellt ob Heizöl im Sommer grundsätzlich günstiger ist. Statistisch muss man diese Frage mit Nein beantworten. Zwar kommt es immer mal wieder vor, dass die Heizölpreise im Sommer günstiger sind als im Winter, doch dies liegt dann an anderen Faktoren. Grundsätzlich hat der europäische Winter einen zu geringen Einfluss auf die globale Ölnachfrage als dass sich dies signifikant auf die Rohöl- und Heizölpreis auswirken würde.

Auch die heimischen Heizölhändler räumen im Winter ebenso Rabatte ein wie sie dies im Sommer tun, von daher kann auch aus dieser Sicht keine generelle Empfehlung abgegeben werden, dass Verbraucher ihr Heizöl im Sommer bestellen sollten. Im Gegenteil waren die statistisch günstigsten Monate der letzten Jahre zumeist Januar und Februar, teilweise gefolgt vom Dezember.

Den perfekten Kaufzeitpunkt zu treffen ist Glück

Beim Versuch den perfekten, weil günstigsten Kaufzeitpunkt des Jahres zu treffen, sollte man nicht zu hoch Pokern. Beim Heizölkauf ist immer auch eine Portion Spekulation und Glück im Spiel, weil jederzeit unvorhergesehene Ereignisse die Preise deutlich und vor allem in sehr kurzer Zeit beeinflussen können. Sieht es am Morgen noch so aus als würden die Ölpreise ins Bodenlose fallen, so kann am Abend dennoch ein Plus zu Buche stehen und schon hat man den optimalen Kaufzeitpunkt verpasst.

Daher macht es Sinn, wenn man sich selber ein Limit setzt zu dem man kaufen will. Klar kann man bei stetig fallenden Heizölpreisen dieses Limit auch mal unterschreiten ohne sofort aktiv zu werden. Grundsätzlich sollte man aber nicht zu lange mit dem Heizölkauf warten, denn dann kann man sich leicht verzetteln oder auch verzocken. Setzen Sie sich daher bei fallenden Heizölpreisen ein Limit und wenn dieses unterschritten wird, dann werden Sie spätestens dann aktiv, wenn die Preise drohen wieder über dieses Limit zu klettern.

Eine Börsenweisheit bewahrheitet sich übrigens auch häufig bei den Heizölpreisen: Setze nicht gegen den Trend!

Wählen Sie die richtige Bestellmenge

Grundsätzlich gilt logischerweise, dass Verbraucher eine hohe Bestellmenge wählen sollten, wenn die Heizölpreise günstig sind. Bei teuren Preisen sollte die Bestellmenge hingegen kleiner gehalten werden. Aber wer weiß schon ob Heizöl in den kommenden Monaten nicht doch noch spürbar teurer oder günstiger wird. Daher kann man diese Empfehlung nur aussprechen, wenn die Lage eindeutig ist, also wenn z.B. eine der teuersten oder günstigsten Phasen der vergangen Jahre vorliegt.

Wenn die Heizölpreise jedoch nicht gerade auf dem tiefsten Stand seit vielen Jahren stehen, dann können Verbraucher ihr Risiko beim Heizölkauf minimieren, indem Sie häufiger kleinere Mengen Heizöl bestellen. Dadurch ergibt sich über einen längeren Zeitraum gesehen ein Durchschnittspreis für eine Tankfüllung, der Verbraucher vor sehr teuren Heizölpreisen schützt aber auch verhindert, dass man ein wahres Schnäppchen macht.

Zudem sollte man darauf achten, dass die Bestellungmengen nicht allzu klein werden, dann Heizöl wird je Liter betrachtet günstiger, wenn man eine größere Menge kauft. Grob lässt sich sagen, dass Bestellungen unter 1.000 Litern schon kritisch zu betrachten sind und wirklich nur Sinn machen um einen eindeutig teuren Zeitraum zu überbrücken. Mehrfache Bestellungen mit einem Volumen von 1.000 bis 1.500 Litern eigenen sich hingegen gut um das Risiko eines falschen Kaufzeitpunktes zu minimieren.

Premium Heizöl und Sammelbestellungen

Ob sich eine Bestellung von Premium Heizöl lohnt, obwohl dieses deutlich teurer als das schwefelarme Standard-Produkt ist, hängt stark von der Heizungsanlage ab, denn mit Heizöl in Premium Qualität lässt sich auf längere Sicht vor allem dadurch sparen, dass die Heizungsanlage geschont wird und weniger wartungs- und reparaturbedürftig ist.

Durch eine Sammelbestellung kommt man in der Regel immer günstiger an sein Heizöl, jedoch gibt es auch hierbei einige Punkte zu beachten. Zum Beispiel sollten die einzelnen Bestellmengen einer Sammelbestellung in etwa gleich groß sein, damit auch jeder einzelne von der gemeinsamen Bestellung profitiert.

Ausführliche Informationen zu den Themen Premium Heizöl und Sammelbestellung finden Sie in unserem Ratgeber "Heizöl bestellen".

Kennen Sie schon unsere Rabatt-Aktionen?

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In unregelmäßigen Abständen, aber mehrfach im Jahr, können wir, in Zusammenarbeit mit den Heizölhändlern, Rabattaktionen anbieten.

Diese Rabattaktionen laufen zumeist über zwei Wochen und während der Aktionswochen gewähren unsere Partnerhändler attraktive Sonderrabatte für jede Heizölbestellung.

Tanke-günstig verzichtet zudem auf einen Großteil der Vermittlungsprovision, damit die gesamte Ersparnis der Aktionen, die in der Regel zwischen 15,- und 25,- Euro pro Bestellung liegt, komplett bei den Kunden ankommt.

Um an den Rabattaktionen teilnehmen zu können, müssen Sie einfach unseren kostenlosen Newsletter abonnieren, denn nur über den Newsletter informieren wir unsere Kunden über anstehende Aktionen und teilen Ihnen auf diesem Weg auch den benötigten Rabattcode mit.

Profitieren Sie ab jetzt auch von den Aktionswochen und bestellen Sie unseren Newsletter über das folgende Formular.

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Tipps zum Heizkosten sparen

Wenn es im Winter früher dunkel und Draußen kälter wird, machen es sich viele Menschen gerne zuhause gemütlich. Dafür muss es zuhause natürlich auch schön warm sein. Dennoch kann man besonders im Winter durch bewusstes Heizen und durch sein Verhalten den eigenen Heizölverbrauch deutlich senken und somit einen ordentlichen Teil der Heizkosten sparen.

Dabei haben kleine Tricks oftmals eine größere Wirkung als man zunächst vermuten würde, und dass ohne den Wohnkomfort wesentlich einzuschränken. So können Sie Ihren Heizölverbrauch und somit auch Ihre Heizkosten mit den folgenden Tipps um 10 bis 20 Prozent senken.

1. Richtig Heizen

Grundsätzlich kann man mit jedem Grad um die man die Temperatur in einem Raum senkt, in etwa 5 Prozent an Energie einsparen. Dabei muss man es nicht übertreiben und die Temperatur soweit absenken, dass man im Kalten sitzt. Um bewusster zu Heizen reicht schon eine Reduzierung der Raumtemperatur um ein Grad, was den wichtigen Wohlfühlfaktor im eigenen zu Hause kaum beeinträchtigt.

Übrigens ist es ein Irrglaube, dass sich ein Raum schneller aufheizt, wenn man die Heizkörper auf eine möglichst hohe Stufe stellt. Egal ob eine mittlere oder hohe Stufe, ein Raum heizt sich stets gleich schnell auf, denn mit den Thermostatventilen legt man ausschließlich die Höchsttemperatur eines Raumes fest. Somit erreicht die Raumtemperatur genauso schnell die zumeist erwünschten 20-21 Grad, wenn man den Heizkörper auf Stufe 3 stellt wie wenn man diesen auf Stufe 5 stellen würde. Bei Stufe 5 stoppt die Erwärmung des Raumes nur eben nicht sondern geht weiter nach oben.


Unterschiedliche Raumtemperaturen

Zudem muss nicht jeder Raum gleich warm sein. Zwar hat jeder Mensch seine eigene Wohlfühltemperatur, aber in der Regel liegt die ideale Temperatur in Wohn-, Ess- und Arbeitszimmern bei 20 Grad. In Badezimmern darf es zumeist gerne etwas Wärmer sein, dort geben die meisten Menschen die Idealtemperatur mit 22 oder 23 Grad an. In Schlafzimmern und Küchen reicht hingegen häufig schon eine Temperatur von 16 bis 18 Grad aus um keinen Komfortverlust wahrzunehmen. Zudem schlafen viele Menschen bei leicht gesenkter Temperatur besser, weshalb man die Heizung im Schlafzimmer gerne auch mal eine Stunde vor dem Schlafen gehen etwas runter drehen kann, ohne frieren zu müssen.

Heizen in der Nacht oder im Urlaub

Aus Bequemlichkeit leider häufig viel zu wenig beachtet ist die Möglichkeit die Heiztemperatur in der Nacht oder wenn niemand zu Hause ist, über die zentrale Regelung der Heizung herunterzufahren. Besonders während des Urlaubs und wenn sich in den eigenen vier Wänden zu den gleichen Uhrzeiten regelmäßig niemand aufhält, wie z. B. während der Arbeitszeit, kann man kräftig Heizkosten sparen. Die meisten Heizungsanlagen bieten hierfür die Möglichkeit Einstellungen vorzunehmen, wann die Heizung keine oder weniger Wärme zur Verfügung stellen muss.

Darüber hinaus kann man die Heizkörper auch manuell weiter runter drehen oder sogar in die Frosteinstellung setzen. Auch bei dieser Methode gibt es die Möglichkeit der Automatisierung indem man eine Zeitschaltuhr am Thermostat anbringt. Genau wie bei der zentralen Einstellung an der Heizung können Sie so die Temperatur runter fahren, wenn sie keine Wärme benötigen und auch wieder hochfahren bevor Sie nach Hause kommen. Mit dieser Methode merken die meisten Verbraucher gar nicht, dass die Heizung über mehrere Stunden des Tages aus war.

Unbedingt beachten sollte Sie jedoch, dass die Räume während Ihrer Abwesenheit nicht komplett auskühlen. Gerade in den Wintermonaten kann es schnell passieren, dass die Raumtemperatur unter 16 Grad fällt. Dann droht Schimmelbildung und zudem kann für das erneute Aufheizen der Räume mehr Energie benötigt werden, was sich wiederum negativ auf die Heizkosten auswirkt.

2. Heizkörper nicht zustellen oder zuhängen

Alle Heizkörper und vor allem die daran befindlichen Thermostate sollten stets frei liegen. Sie sollten darauf achten, dass möglichst keine Möbelstücke oder Vorhänge die Heizkörper verdecken, denn dadurch entstehen lokale Wärmestauungen, die dazu führen, dass der Energiebedarf, der benötigt wird um die gewünschte Raumtemperatur zu erreichen, deutlich zunimmt. Dies ist übrigens auch der Fall, wenn die Heizkörper nur teilweise verdeckt sind.

Außerdem sollte Sie Heizkörper nicht für die Trocknung Ihrer Wäsche benutzen. Neben dem Effekt des Wärmestaus, der sich durch die Verdeckung des Heizkörpers ergibt, sorgt die nassen Wäsche auch dafür, dass mehr Feuchtigkeit in den Wohnraum gelangt. Dies kann auf Dauer zur Schimmelbildungen führen.

3. Regelmäßig Lüften

Neben dem bewussten Heizen und der Beachtung der technischen Möglichkeiten der Heizung und an den Heizkörpern, hilft auch das richtige Lüften der Räume dabei Heizkosten zu sparen. So sollten Sie Ihre Fenster nicht permanent in der Kippstellung haben sondern besser mehrmals täglich über einen kurzen Zeitraum von circa fünf Minuten lüften. Dabei sollten Sie Ihre Fenster vollständig öffnen und die Heizkörper komplett herunterdrehen. Mit dieser Methode kommt es zu einem schnelleren und effizienteren Luftaustausch und es entweicht nicht konstant Wärme über das leicht geöffnete Fenster.

4. Fenster und Türen abdichten

Undichte Fenster und Türen führen häufig zu einem unnötigen Wärmeverlust, weshalb es sich lohnt alle Dichtungen und Fugen ab und zu auf undichte Stellen zu überprüfen. Dabei kann man undichte Stellen besonders einfach aufspüren, wenn man ein Feuerzeug oder eine Kerze in die Nähe der Fenster und Türen hält. Bewegt sich die Flamme, so ist schnell und zuverlässig klar, dass Sie die betroffene Dichtung nachbessern müssen. Bei undichten Haustüren bietet es sich an abends einfach eine Zugluftrolle oder alte Decke vor die Tür zu legen umso kleinere Abstände zum Boden abzudichten.

Darüber hinaus sollten Sie Ihre Fenster in der Nacht verdunkeln, denn ein Teil der Wärme geht regelmäßig über die Fenster verloren. Tagsüber macht eine Verdunklung natürlich wenig Sinn, aber in der Nacht ist es ratsam Vorhänge, Roll- oder Fensterläden zu schließen, damit die Wärme im Haus bleibt.


Neben den aufgeführten Tipps sollte man zudem seine Heizungsanlage regelmäßig prüfen und die Heizkörper entlüften, denn zu viel Luft in den Heizungsrohren und/oder starke Rußablagerungen in der Heizung können Ihren Heizölverbrauch um rund 10 Prozent erhöhen. Ausführliche Informationen dazu finden Sie unter Check der Heizungsanlage.

5. Günstiges Heizöl kaufen

Unabhängig davon ob Sie die aufgeführten Tipps befolgen oder nicht, eine der besten Methoden um Ihre Heizkosten zu senken bleibt natürlich bei zuverlässigen Händlern günstig Heizöl zu kaufen. Hierfür ist es wichtig jederzeit gut über die Entwicklungen auf dem globalen Ölmarkt und dem heimischen Heizölmarkt informiert zu sein und Heizölpreise zu vergleichen.

Heizungs-Check

Nutzen Sie den Herbst für einen Check Ihrer Heizungsanlage

Die warmen Monate des Jahres sind vorbei und bevor es nun richtig kalt wird, sollten Hausbesitzer unbedingt eine Überprüfung Ihrer Heizungsanlage vornehmen. Denn nur gut gewartete Heizungsanlagen sorgen für eine optimale Ausnutzung des verbrennenden Heizöls.

Defekte Heizungsteile oder Rußablagerungen, aber auch einfach nur falsche Einstellungen an der Heizung oder Luft in den Heizkörpern, können die Heizkosten in die Höhe treiben, auch wenn Sie Ihr Heizöl günstig gekauft haben. Ein kurzer Check der kompletten Anlage lohnt sich daher, vor allem weil man einiges selber erledigen kann.

Mit diesen Tipps bereiten Sie Ihre Heizung auf den Winter vor:

Schritt 1: Entlüften der Heizkörper

Vor dem Winter sollten Sie zunächst einmal durch das gesamte Haus laufen und bei jedem Heizköper die häufig aufgestaute Luft ablassen. Ein Gluckern in den Heizköpern ist häufig ein Anzeichen, dass zu viel Luft in den Heizkörper ist und sich die Wärme dort nicht gleichmäßig verteilen kann.

Fast jeder hat schon mal Luft aus den Heizkörpern gelassen, mit einem Vierkantschlüssel oder einer Zange öffnet man das Entlüftungsventil, welches sich meistens an der Seite des Heizkörpers befindet. Dann lässt man das Ventil so lange offen bis Wasser anstatt Luft aus dem Heizkörper strömt. Vergessen Sie nicht eine Schüssel griffbereit zu haben, um das entweichende Wasser aufzufangen.

Schritt 2: Heizungsanlage begehen

Wenn Sie mit dem Check ihrer Heizköper fertig sind, nehmen Sie als nächstes Ihre Heizungsanlage gründlich in Augenschein. Gehen Sie die Einstellungen der Heizung durch und vergissern Sie sich, dass die Anlage nicht mehr im Sommer- oder gar Urlaubsbetrieb ist. Achten Sie bei Ihrem Heizungscheck zudem auf Warnlichter oder ungewöhnliche Geräusche. Außerdem sollten Sie bei der Gelegenheit auch darauf zu achten, dass die Heizungsanlage nicht zugestellt oder zugehängt ist, damit man im Notfall schnell an die Anlage heran kommt.

Schritt 3: Wasserdruck in der Heizung überprüfen

Der Wasserdruck einer Heizungsanlage ist entscheidend für die Effizienz des gesamten Heizungssystems und lässt sich leicht am Manometer der Heizungsanlage ablesen. Bei zu geringem Druck, hat das Heizungssystem vermutlich Wasser verloren, was dazu führen kann, dass bei einigen Heizkörpern zu wenig warmes Wasser ankommt und diese dann kalt bleiben.

Besonders wenn Sie zuvor Luft aus den Heizkörpern gelassen haben, wird sich der Druck Ihres Heizungssystems verringert haben. Nun müssen Sie Wasser nachfüllen. Hierfür kann zwar auch Trinkwasser verwendet werden, besser geeignet ist jedoch enthärtetes Wasser, weil durch dieses eine Belagsbildung durch Kalk und auch eine Verschlammungen verringert wird. Bis zu einem halben Liter Wasserverlust sind relativ normal, fällt der Druck aber auch nach einer eigenen Wasser-Befüllung immer wieder ab, so sollte man einen Fachmann hinzuziehen.

Schritt 4: Tiefergehende Überprüfung

Will man seine Heizungsanlage einer tiefergehenden Überprüfung unterziehen, so empfiehlt es sich grundsätzlich einen Fachmann hinzu zuziehen. Dieser kann zum Beispiel noch den Heizkessel reinigen oder die Brennerdüse tauschen. Besonders die Brennerdüsen sind ein Verschleißteil, das ab und zu ausgetauscht werden muss und dass bei falscher Einstellung zu einem höheren Verbrauch führen kann.

Außerdem kann der Fachmann einen hydraulischen Abgleich machen, der zum Ziel hat, dass in jedem Raum des Hauses die Wärme ankommt, die genau für diesen Raum benötigt wird. Hierfür werden für jeden Wohnraum die benötigten Wärmeleistungen ermittelt und dann die Thermostatventile entsprechend eingestellt. Darüber hinaus kann auch die Heizungspumpe überprüft und getauscht werden, wenn diese zu viel Strom verbraucht. Sowohl der hydraulisch Abgleich wie auch der Heizungspumpentausch können vom Staat (BAFA) mit 30 Prozent der angefallenen Kosten gefördert werden.

Lösungsansätze für Probleme mit der Heizung

Heizung ausgefallen

Gerade an den kältesten Wintertagen kann man eine Sache absolut nicht gebrauchen, Probleme mit der Heizung. Da nützt es auch nichts, wenn die letzte Heizölbestellung noch nicht so lange her und der Heizöltank gut gefüllt ist. Nun steht man vor der Frage: Kann ich die Probleme selbst beheben oder muss jetzt ein Fachmann her? Und diese Frage ist tatsächlich nicht ganz einfach zu beantworten, da die Heizungsprobleme ganz unterschiedlich aussehen können. Doch egal ob die Heizung pfeift, gluckert oder tropft; für jedes Heizungsproblem gibt es auch die passenden Lösungsansätze.

 

Die Heizung klopft, knarzt und knackt

Ein Klopfen, Knarzen und Knacken der Heizung kann ebenfalls verschiedene Ursachen haben. Manchmal kann es ganz harmlos sein und alleine die Temperaturänderungen bewirken ein Klopfen der Rohre, da sich das Metall bei Hitze ausdehnt und bei Erkalten wieder zusammenzieht. Manchmal sind die Gründe aber auch komplizierter und erfordern das Know How und die Erfahrung eines Fachmannes.

  • Das Überstromventil fehlt oder wurde falsch eingestellt: Direkt über der Umwälzpumpe liegt das Überstromventil oder auch Differenzdruck-Überstromventil. Es begrenzt den Förderdruck im Heizkörper. Sobald der Förderdruck den am Ventil eingestellten Wert übersteigt, fängt es an sich zu öffnen. Ist es zu niedrig eingestellt, erzeugt es bei zu viel Druck ein Knarzen und muss dann wieder richtig eingestellt werden.

  • Vor- und Rücklauf sind vertauscht: Es kann vorkommen, dass bei der Installation der Heizung Vorlaufrohr und Rücklaufrohr vertauscht wurden. Ist das der Fall, wird das Rücklaufrohr zuerst warm, obwohl es eigentlich abgekühltes Heizwasser wieder zur Heizungsanlage führen sollte. Normalerweise ist das Vorlaufrohr dagegen vor den Heizkörper geschaltet, um das Ventil am Thermostat mit warmem Wasser zu versorgen. Bei einer falschen Installation, kann ein umgekehrt schließendes Thermostatventil angebracht werden. Es bewirkt eine umgekehrte Fließrichtung, im Falle eines Vertauschens von Vorlauf und Rücklauf und behebt somit auch störende Geräusche.


Heiz- und Kaltwasserleitungsprobleme: Klopfgeräusche kommen in seltenen Fällen auch dadurch zustande, dass eine Heizwasserleitung zu nah an einer Kaltwasserleitung liegt. Fließt das Heizwasser dann durch die Leitung, dehnt sich diese aus und stößt gegen die andere, störende Geräusche sind die Folge. Leider hilft in diesen Fällen oftmals nur ein Umbau. Die Wand muss aufgestemmt werden und der Abstand zwischen den Rohren ist zu vergrößern.

Die (Öl-)Heizung kreischt laut

Im Grunde taucht ein enorm unangenehmes Kreischen der Heizung nur bei Ölbrennern auf. Es deutet dann darauf hin, dass die Ölzufuhr zum Brenner behindert ist. Das Heizsystem sollte in diesem Fall umgehend ausgeschaltet werden. Anschließend ist ein Fachmann zu verständigen, der sich das Problem genauer anschauen und beheben kann. Mieter sollten sich dafür oder zumindest im Anschluss außerdem auch wieder an die Hausverwaltung wenden, die weiterhin einen Experten zur Neueinstellung des Heizsystems beauftragen muss.

Die Heizung tropft

Auch ein Tropfen ist eigentlich in jedem Fall eine Angelegenheit für die Hausverwaltung. Denn ein Wasserverlust der Heizkörper ist meistens auf alte Dichtungen zurückzuführen. Im Laufe der Zeit werden Gummiringe hart und porös und dadurch auch undicht. Wer nicht gerade über großes handwerkliches Geschick verfügt, sollte einen Fachmann zu Rate ziehen. In seltenen Fällen sind es die Rohre oder gar die kompletten Heizkörper selbst, die aufgrund von diversen Alterserscheinungen oder Materialfehlern sowie äußeren Einflüssen undicht werden und anfangen, zu tropfen. Reparaturen sind oft teuer und aufwendig.

Die Heizung pfeift und gluckert oder wird nicht warm

Ein Gluckern und mitunter anhaltendes oder immer wiederkehrendes Pfeifen der Heizung gehören zu den häufigsten Problemen. Wer eine Elektroheizung besitzt, hat hiermit in der Regel weniger Probleme und erspart sich oft auch die Wartungskosten für die Heizung, wobei es auch hier auf die verschiedenen Systeme mit ihren eigenen Eigenschaften ankommt. Elektroheizungen sind eher dafür bekannt, aus diversen Gründen unangenehm zu riechen. Bei neuen Heizkörpern ist dafür oft einfach die Lackierung der Heizrippen verantwortlich. Nach einiger Zeit sollte dieser Geruch von alleine wieder vergehen. Riechen ältere Geräte, kann Staub die Erklärung sein, es gilt dann das Gerät gründlich zu reinigen.


Für alle anderen gilt bei einem Heizungsgluckern und -pfeifen: Die Ruhe bewahren und es zunächst mit einem ganz einfachen Trick probieren; nämlich mit dem Herunterdrehen der Drehzahl (siehe nebenstehendes Video). Oftmals kann alleine schon eine zu hoch eingestellte Drehzahl an der Umwälzpumpe Grund für ein Gluckern und Rumoren sein, denn die Heizung wird vom Betreiber im Vorfeld häufig auf die höchste Stufe eingestellt, was manchmal ein wenig zu viel ist und somit für Geräusche sorgt. Keine Sorge beim Herunterdrehen: Die Heizleistung wird von der Drehzahl eigentlich eher gering beeinflusst. Auch eine geringere Pumpendrehzahl reicht für eine ordentliche Heizleistung in der Regel aus. Außerdem spart man dadurch Geld und mindert ebenfalls den Lärm.

Verschwindet das Pfeifen durch Gluckern weiterhin nicht, wird es etwas komplizierter. Dann könnte nämlich Luft im Heizsystem die Quelle der Geräusche sein und der Heizkörper muss entlüftet werden. Ein Entlüften des Heizkörpers kann auch notwendig sein und helfen, wenn der Heizkörper nicht richtig warm wird oder sehr lange braucht bis die gewünschte Temperatur erreicht ist.

Den Heizkörper richtig entlüften

Heizung entlüften

Durch kleinere undichte Stellen oder durch temperaturbedingte Druckschwankungen im Heizsystem kann es zu Luft in der Heizung kommen. Diese staut sich gerne in warmen Monaten in den Heizkörpern an wenn diese über einen längeren Zeitraum ungenutzt bleiben und später neues Heizwasser nach und nach in den Heizkörper transportiert wird.

Je mehr Luft sich im Heizkörper ansammelt desto ineffizienter wird dieser. So kann es passieren, dass der Platz für das Heizwasser sinkt, es schlechter zirkulieren kann und die Heizung anfängt zu gluckern oder zu pfeifen. Im ungünstigsten Fall wird die Heizung nicht mehr richtig warm und die Zimmer bleiben kalt. In Herbst- und Wintermonaten ist das nicht nur unschön für die Bewohner selbst, sondern auch ungünstig für die Wände. Denn geringes Heizen unterstützt die Schimmelbildung auf kalten Wänden, auf denen sich leichter Feuchtigkeit niederschlagen kann. Diese entsteht ganz automatisch alleine schon durch das Atmen, durch Schwitzen, Trocknen von Wäsche, Duschen, Putzen und durch das Kochen.

Um die Heizung richtig zu entlüften, was Teil jedes Heizungs-Checks vor den kalten Monaten sein sollte, ist ein bestimmtes Werkzeug gefragt, mit dem das Heizungsventil geöffnet werden kann. Der Heizungsschlüssel oder auch Vierkantstift. In manchen Fällen kann auch ein Schlitzschraubenzieher ausreichen. Modernere Heizungsventile können oftmals mit der Hand aufgedreht werden. In jedem Fall sollte zusätzlich ein Handtuch oder ein Lappen sowie ein Behälter zur Verfügung stehen.

  1. Zunächst sollte die Heizung aufgedreht werden.
  2. Anschließend ist das Entlüftungsventil, das sich parallel zum Thermostat am anderen horizontalen Ende des Heizkörpers befindet, langsam mit dem Heizungsschlüssel aufzudrehen.
  3. Es sollte gedreht werden, bis ein Zischen zu hören ist und offensichtlich Luft entweicht. Der Heizungsschlüssel sollte auf gar keinen Fall zu oft gedreht werden, da der Vierkantstift sonst aus dem Entlüftungsventil herausfallen könnte und somit das komplette Heizwasser ausläuft.
  4. Sobald heißes Wasser austritt, ist die Heizung erfolgreich entlüftet. Da das Wasser ein wenig schmutzig sein kann, sollte ein Behälter oder zumindest ein Lappen unter das Entlüftungsventil gehalten werden.
  5. Nach Austritt des Heizwassers sollte das Entlüftungsventil rasch wieder zugedreht werden.
  6. Gegebenenfalls muss am Ende die Heizungsumwälzpumpe wieder angeschaltet werden.

 

Mieter sind im Vorteil

Natürlich ist es nie schön, wenn die Heizung Probleme macht. Allerdings ist dann nicht sofort in Panik zu verfallen. Zum einen lassen sich die Probleme meist recht zügig behandeln, zum anderen kommt das Gesetz Mietern mit einer Mietminderung entgegen. Denn in gesetzlichen Urteilen wird in Verbindung etwa mit Lärmbelästigung durch Heizungsanlagen meist auf die DIN-Norm 4109 verwiesen. Diese besagt, dass der Schallpegel bei Heizungsanlagen in Schlaf- und Wohnräumen nicht höher als 30 dB liegen. Ist dies doch der Fall haftet dafür der Vermieter, der für die Instandhaltung der Heizungsanlagen in aller Regel verantwortlich ist. Zwar gibt es in der entsprechenden Rechtsprechung keine einheitlichen Linien, jedoch wird in den meisten Fällen bei einer deutlichen Lärmbelästigung der Anspruch auf eine Mietminderung gewährt. Wichtig ist, dass die Probleme tatsächlich nachgewiesen und überprüft werden und dass Mieter den Vermieter bei Schäden rechtzeitig informieren, da sonst Schadensersatzzahlungen drohen.

Wenn die Heizung vollständig ausfällt, kann dadurch die sogenannte Gebrauchstauglichkeit der Wohnung beeinträchtigt sein. Auch in diesem Fall kann der Mieter einen Anspruch auf Mietminderung erheben. Auch hier wird allerdings je nach Einzelfall festgelegt, um wieviel Prozent die Miete gesenkt wird. Ist die Heizungsleistung in einzelnen Räumen nur unzureichend, kann es sich dabei um 10% Minderung handeln, fällt die Heizung aber ganz aus und bleibt während der Heizperiode im ganzen Haus oder der ganzen Wohnung defekt, sind sogar Mietminderungen um ganze 100% möglich.

Wichtig sind auch hier zweierlei Dinge:

  1. Von Anfang an sollte, insofern Probleme mit der Heizung auftreten, Protokoll über etwa Außen- und Innentemperatur geführt werden. Denn unberechtigte Mietminderungen ohne Beweise könnten im schlimmsten Fall sogar zur Kündigung führen. Externe und professionelle Hilfe etwa vom örtlichen Mietverein oder Anwälten für Mietrecht können vorab helfend zur Seite stehen.

  2. Sobald die Heizung ausfällt, sollte der Vermieter umgehend informiert werden. Im besten Fall sogar in schriftlicher Form. Anschließend liegt es in der Verantwortung des Vermieters, einen Fachmann zu beauftragen. Falls der Vermieter über längere Zeit nicht erreichbar ist, besteht „Gefahr in Verzug“, weshalb Mieter, falls sie der Probleme nicht selbst Herr werden, auch selbst einen Handwerker beauftragen können.