Benzinpreise - Aktuelles vom Kraftstoffmarkt

Entwicklung der Kraftstoffpreise

REGIONALE KRAFTSTOFFPREISE
Stand: 02.12.2016 20:00 Uhr
Bundesland Diesel Super E10
Brandenburg 1,115 1,313 1,293
Berlin 1,096 1,296 1,276
Baden-Württemberg 1,116 1,304 1,285
Bayern 1,116 1,304 1,285
Bremen 1,120 1,313 1,292
Hessen 1,119 1,313 1,295
Hamburg 1,089 1,286 1,267
Mecklenburg-Vorpommern 1,103 1,303 1,284
Niedersachsen 1,106 1,301 1,284
Nordrhein-Westfalen 1,100 1,295 1,276
Rheinland-Pfalz 1,118 1,311 1,291
Schleswig-Holstein 1,101 1,295 1,279
Saarland 1,123 1,314 1,294
Sachsen 1,110 1,304 1,284
Sachsen-Anhalt 1,102 1,298 1,280
Thüringen 1,106 1,301 1,283
Regionale Benzin-und Dieselpreise

Kraftstoffarten im Überblick

Diesel:
Dieselkraftstoff wird zum Betrieb von Verbrennungsmotoren genutzt und besteht aus verschiedenen Kohlenwasserstoffen, die häufig mit Additiven ergänzt werden. In seiner Zusammensetzung herkömmlichem Heizöl ähnlich, ist Diesel im Vergleich zu Benzin weniger entzündlich und flüchtig. Um bei Frost ein Versulzen des Kraftstoffs und Schäden am Motor zu verhindern, steigen die Tankstellen häufig auf dünnflüssigeren Winterdiesel um.

Super:
Super ist das bisherige Standard Motorenbenzin und gehört zu den Ottokraftstoffen. Es darf laut geltender Gesetzgebung ausschließlich schwefelfrei und unverbleit an Tankstellen verkauft werden. Die verschiedenen Sorten unterscheiden sich in ihrer Zusammensetzung der Kohlenwasserstoffe sowie der Klopffestigkeit, d.h. nicht durch Selbstentzündung unkontrolliert zu verbrennen. Super 95 gibt zum Beispiel eine Oktanzahl von 95 an – einige Fahrzeuge benötigen jedoch einen höheren Wert, um Motorschäden durch Klopfen zu vermeiden.

E10:
Ebenfalls zu den Benzinkraftstoffen zählend, enthält E10 mit 10 Prozent einen wesentlich höheren Anteil an Bio-Ethanol. Der aus Zuckerrohr oder Zuckerüben gewonnene Alkohol wird dem herkömmlichen Ottokraftstoff beigemischt und soll zu einer verbesserten Ökobilanz des Kraftstoffes beitragen. Bei älteren Fahrzeugen vor Baujahr 2000 können jedoch unerwünschte chemische Reaktionen auftreten, sodass E10 nicht für jeden Pkw geeignet ist.

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02.12.2016

Spritpreise werden am Wochenende stark steigen

Bundesweite Preisentwicklung an Tankstellen

Obwohl sich das Ölkartell OPEC in dieser Woche auf eine spürbare Reduzierung der Ölfördermengen verständigt hat und die Rohölpreise erwartungsgemäß sprunghaft angestiegen sind, haben sich die Kraftstoffpreise an den deutschen Tankstellen bisher nur recht verhalten noch oben bewegt. So konnte Diesel gestern an den billigsten Tankstellen weiterhin für rund 1,03 Cent/Liter getankt werden und Super-Benzin (E5) war den billigsten Zapfsäulen ebenfalls konstant für rund 1,22 €/Liter zu haben. Am Wochenende muss nun jedoch mit einem stärkeren Preisanstieg bei den Diesel- und die Benzinpreisen gerechnet werden.

Weil die im Tagesverlauf teuersten Preise an den Tankstellen leicht angestiegen sind, hat sich die Differenz zwischen den teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreisen leicht auf 34 Cent/Liter erhöht. Bei den großen Preisunterschieden an den deutschen Tankstellen lohnt es sich stets darauf zu achten, wann man welche Tankstelle ansteuert. Welche Tankstelle dabei zurzeit die günstigste in Ihrer Umgebung ist, zeigt Ihnen wie gewohnt unsere stets aktuelle Tankstellensuche.

Entwicklungen am Ölmarkt

Die OPEC hat sich bei der am vergangenen Mittwoch in Wien stattfindenden Ölminister-Konferenz auf höchster Ebene auf eine Förderreduzierung verständigt. Zum ersten Mal seit dem Jahr 2008 haben sich die teilweise zerstrittenen Mitglieder des Ölkartells somit auf eine gemeinsame Linie verständigt und beschlossen in den kommenden sechs Monaten 1,2 Mio. Barrel pro Tag weniger zu produzieren. Die neue tägliche Förderobergrenze des gesamten Ölkartells soll demnach bei 32,5 Millionen Barrel liegen. Durch diesen Schritt will die OPEC das Angebot auf dem Weltölmarkt verknappen und somit die Ölpreise auf ein höheres Preislevel heben.

Wie erwartet werden musste, zogen die Ölpreise direkt nach der offiziellen Verkündung der neuen Förderobergrenze massiv an. So legte die Nordsee-Ölsorte BRENT zwischen Mittwoch- und Freitagmorgen um erhebliche 6,4 $/b zu und wurde am Freitag mit 53,5 Dollar/Barrel auf dem höchsten Stand seit über 15 Monaten gehandelt. Auch die US-Ölsorte WTI legte im selben Zeitraum mit rund 5,0 $/b kräftig zu und notierte am Freitagmorgen mit 50,9 Dollar/Barrel klar über der 50-Dollar-Marke.

In den kommenden Monaten muss die OPEC nun aber auch noch zeigen, dass den Worten auch Taten folgen. Neben den politischen Differenzen zwischen einigen wichtigen OPEC-Ländern, stehen die Mitglieder des Ölkartells grundsätzlich auch untereinander im Wettbewerb und die Konkurrenz außerhalb der OPEC wächst, was die Marktanteile und den Wohlstand von großen Ölförderländern gefährdet. Deshalb war es der OPEC auch wichtig, dass sich auch große Ölförderländer, die nicht dem Ölkartell angehören, an der Förderkürzung beteiligen.

Russland hat daher zugesagt seine Ölförderung ebenfalls um rund 0,3 Mio. Barrel pro Tag zu reduzieren, andere größere Nicht-OPEC-Förderländer wie Brasilien haben eine Drosselung hingegen ausgeschlossen. Auch die USA beteiligen sich nicht an der Förderkürzung, im Gegenteil spekulieren die Amerikaner sogar darauf Marktanteile auf dem Weltölmarkt von der OPEC zu gewinnen. So wartet in den USA eine ganze Branche darauf, den zuletzt ins stoppen geratene Fracking-Boom, besonders unter einem neuen US-Präsidenten Trump, wieder aufleben zu lassen.

Die Vorgaben für die Entwicklung der Spritpreise fallen für die kommenden Tage weniger verbraucherfreundlich aus. Autofahrer sollten sich daher am Wochenende auf spürbar steigende Diesel- und Benzinpreise an den heimischen Zapfsäulen einstellen. Auch im Hinblick auf die kommenden Monate sollte man mit tendenziell steigenden Kraftstoffpreisen rechnen.

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Donnerstag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,146 €uro je Liter
- Super: 1,335 €uro je Liter
- E10: 1,317 €uro je Liter

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Donnerstag wie folgt dar *:

- Diesel: 1,029 €/l zu 1,369 €/l (+ 34 ct/l)
- Super: 1,219 €/l zu 1,559 €/l (+ 34 ct/l)
- E10: 1,199 €/l zu 1,539 €/l (+ 34 ct/l)

Bezogen auf den statistischen Durchschnittspreis liegt der beste Zeitpunkt zum Tanken weiterhin zwischen 18 und 20 Uhr. Hierbei ist während des gesamten Tages zumeist ein kontinuierlicher Preisrückgang festzustellen, so dass um 19.00 Uhr herum die Tiefstpreise erreicht werden. Ab 20 Uhr ziehen die Kraftstoffpreise dann zumeist wieder deutlich an. Allerdings brechen einige Tankstellen auch aus dieser Preissetzung aus. Daher kann bei der richtigen Wahl der Tankstelle auch zu anderen Zeitpunkten günstig getankt werden. Um bei der Vielzahl der Tankstellen die jeweils günstigste Tankstelle zu finden, bietet unsere Tankstellensuche eine neutrale Unterstützung.

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

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Aufgrund der ständig wechselnden Benzinpreise ist es nicht immer leicht, günstig zu tanken. Wer häufig mit dem Auto unterwegs ist, sollte sein Sparpotenzial erkennen und nutzen. Bei uns können Sie sich den besten Benzinpreis in Ihrem Umkreis oder auf der geplanten Route anzeigen lassen. Der Vergleich lohnt sich und ist denkbar einfach:
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Welche Faktoren beeinflussen den Benzinpreis?

Da Benzin aus raffiniertem Rohöl besteht, werden auch die Benzinpreise zu einem Großteil vom Rohölmarkt bestimmt. Aus dem Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage entwickeln sich die tagesaktuellen Preise an den Börsen. Erdölfördernde Länder wie Russland oder die USA und OPEC-Staaten wie Kuwait, Saudi-Arabien und der Iran bieten das Rohöl an und die Raffinerien generieren die Nachfrage.
Umwelt- und energiepolitische Faktoren bestimmen die Benzinpreise ebenso wie die Preispolitik der OPEC. Zusätzlich machen geopolitische Entscheidungen und militärische Interventionen ihren Einfluss geltend. Spekulationen an den Börsen sowie ein starker Dollar können die Benzinpreise ebenfalls in die Höhe schnellen lassen.  

Wie setzen sich die Diesel- und Benzinpreise zusammen?

Es gibt vier Hauptkomponenten, die maßgeblich die Preise für Benzin- und Dieselkraftstoffe beeinflussen:

  • Produktpreis
  • Deckungsbeitrag
  • Mineralölsteuer
  • Mehrwertsteuer
Unter dem Produktpreis versteht man im Wesentlichen den Einkaufspreis an den internationalen Rohstoffbörsen. Der endgültige Benzinpreis wird mit einem Anteil von 34 Prozent und der Dieselpreis mit knapp 41 Prozent von diesem Wert bestimmt. Die Mineralölwirtschaft verlangt für Kosten der Verwaltung, Lagerhaltung sowie des Transports und Vertriebes einen Deckungsbeitrag, der zwischen 7 und 9 Prozent des Gesamtpreises liegt.
Steuerlich wird der Benzinpreis mit 43 Prozent und der Diesel mit 34 Prozent Mineralölsteuer belastet. Mit 16 Prozent vom Gesamtbruttopreis beeinflusst auch die Mehrwertsteuer die Kraftstoffpreise.
Zusammensetzung Dieselpreise
Zusammensetzung Benzinpreise
Kraftstoffpreise vergleichen

Was tun, wenn man falsch getankt hat?


Neben der Unachtsamkeit des Fahrers zählen leicht zu verwechselnde Produktbezeichnungen und eine fehlende räumliche Trennung von Benzin und Diesel an der Zapfsäule zu den häufigsten Ursachen für falsches Tanken.

Die größten Schwierigkeiten ergeben sich bei einer Verwechslung von Benzin und Diesel. In diesem Fall sollten Sie den Motor nicht mehr starten bzw. so schnell wie möglich ausschalten. Prüfen Sie zu diesem Thema die Hinweise in der Gebrauchsanleitung Ihres Fahrzeugs – bei älteren Dieselfahrzeugen stellen wenige Liter Benzin im Dieseltank meist kein Problem dar.

Umgekehrt ist es bei Ottomotoren und neuen Dieselmodellen dringend erforderlich, den gesamten Tank in einer Fachwerkstatt leerpumpen zu lassen. Möglicherweise treten Schäden am Pumpensystem oder an der Einspritzanlage auf, was im Einzelfall sehr teuer werden kann.

Woher bezieht Deutschland sein Rohöl?

Deutschland verfügt im internationalen Vergleich über ein fast unbedeutendes Erdölvorkommen im eigenen Land. In Schleswig-Holstein und Niedersachsen befinden sich geringe Erdölreserven, die knapp 2,5 bis 3 Prozent des deutschen Rohölbedarfs decken. Der größte Importpartner ist Russland mit mehr als 30 Millionen Tonnen Rohöl im Jahr 2014. Ungefähr die Hälfte dieses Volumens importierte die Bundesrepublik im selben Zeitraum aus Norwegen und knapp 9 Millionen Tonnen Erdöl kamen aus Großbritannien. Weitere erdölexportierende Länder wie Nigeria, Kasachstan, Saudi-Arabien und der Irak sind ebenfalls Bezugsquellen für das in Deutschland benötigte Rohöl.

Wann sind die Benzinpreise am niedrigsten?

Weder für die Bundesrepublik noch regional lassen sich explizite Prognosen über die günstigsten Benzinpreise erstellen. Da Preisschwankungen an den Rohstoffbörsen die Kosten für Kraftstoffe stark beeinflussen, ist auch eine generelle Aussage über besonders preiswerte Monate oder Wochentage an der Zapfsäule nicht möglich. Allerdings fanden verschiedene Studien der letzten drei Jahre heraus, dass sich die Benzinpreise wochentags zwischen 18 und 19 Uhr beim niedrigsten Stand einpegeln. Grund dafür sind vermutlich die gegenseitigen Beobachtungen und Preissenkungen der verschiedenen Tankstellenbetreiber im Tagesverlauf. Tanken Sie häufig an Sonn- und Feiertagen oder in den Nachtstunden zwischen 23 und 5 Uhr, lohnt sich der Vergleich der Diesel- und Benzinpreise auf tanke-guenstig.de umso mehr – so können Sie trotz höherer Kosten immer noch den besten Anbieter finden.

Wie kann man Spritkosten sparen?

Es gibt einige Faktoren, die Sie selbst beeinflussen können, um langfristig Spritkosten zu sparen:

  1. Erhöhen Sie den Reifendruck um 0,3 Bar. Das verringert den Rollwiderstand und kann den Benzinverbrauch um bis zu 30 Prozent senken.
  2. Fahren Sie stets vorausschauend – ob im Stadtverkehr oder auf der Autobahn – eine konstante Geschwindigkeit und gleichmäßige Bremsvorgänge reduzieren den Spritbedarf.
  3. Fahren Sie möglichst untertourig, d.h. schalten Sie frühzeitig in höhere Gänge.
  4. Schalten Sie den Motor bei Stopps von mehr als 20 Sekunden an Bahnschranken oder Ampeln aus, dann macht sich eine deutliche Spritersparnis bemerkbar.
  5. Verzichten Sie auf den Anschluss elektronischer Geräte im Fahrzeug und nutzen Sie die Klimaanlage selten.
  6. Entfernen Sie unnötige Dachaufbauten oder Ballast aus dem Fahrzeuginneren.

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