Weiterhin keine deutliche Entspannung der Benzinpreise feststellbar

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Im Vergleich mit den Dieselpreisen fiel der Rückgang der Benzinpreise geringer aus. Trotz der sehr guten Vorgaben vom Rohöl- und Devisenmarkt halten die Kraftstoffpreise an den deutschen Tankstellen derzeit ihr hohes Preisniveau. Die in den letzten Monaten im Verhältnis sowieso schon günstigeren Dieselpreise konnten durch den erneut deutlicheren Preisrückgang den Preisunterschied zwischen den beiden Kraftstoffsorten DIESEL und SUPER noch weiter vergößern. Dieser lag daher am Dientag bei rund 21,6 Cent je Liter.

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Dienstag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,401 €uro je Liter
- Super: 1,618 €uro je Liter
- E10:1,578 €uro je Liter

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Dienstag wie folgt dar *:

- Diesel: 1,279 €/l zu 1,549 €/l (+ 27 ct/l)
- Super: 1,509 €/l zu 1,749 €/l (+ 24 ct/l)
- E10: 1,469 €/l zu 1,709 €/l (+ 24 ct/l)

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

In den letzten Tagen wurden am Rohölmarkt die überhöhten Risikoaufschläge durch die Kampfhandlungen im Irak zu großen Teilen wieder zurück genommen. Der Weltölmarkt zeigt sich derzeit gut versorgt. Im Juni hat die OPEC ihre Gesamtexportmengen sogar um 0,3 Mio. Tagesbarrel steigern können und die Förderung der USA befindet sich durch das Fracking auf Rekordhoch. Auch sind die dortigen Lagerbestände laut den neuesten Erhebungen erneut gestiegen.

Diese Faktoren führten dazu, dass die europäische Leitsorte BRENT innerhalb von neun Tagen um knapp 3 Dollar je Barrel gesunken ist. Da sich auch der €uro aktuell sehr stabil gegen den US-Dollar hält, spricht vieles für weiter sinkende Preise an den deutschen Zapfsäulen. Daher sollten sich Autofahrer im weiteren Wochenverlauf wohl auf günstigere Diesel- und Benzinpreise einstellen dürfen.

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