Tankstellen verringerten Maximalpreise deutlich

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Weiterhin setzte sich die übergeordnete Seitwärtsbewegung der Diesel- und Benzinpreise an den heimischen Tankstellen fort. Allerdings zeichnet sich eine leicht steigende Tendenz ab, welche sich im Oktober durch einen Preisanstieg äußert, nachdem die Spritpreise zuvor nachgegeben hatten. So kletterten die Kraftstoffpreise seit Monatsbeginn um 1,3 Cent/Liter (Diesel) bzw. um 0,8 Cent/Liter (Benzin). Bedingt durch den geringeren Anstieg der Benzinpreise, ist der durchschnittliche Preisunterschied zwischen den beiden Kraftstoffsorten DIESEL und SUPER auf rund 20 ct/l gesunken. Im August 2015 lag der Preisunterschied noch bei gut 30 Cent/Liter.

In der vergangenen Woche war eine massive Veränderung bei der Preispolitik der Tankstellenbetreiber zu verzeichnen. Während die Diesel- und Benzinpreise zu den teuersten Kaufzeitpunkten eines Tages (am späten Abend und am frühen Morgen) in den letzten knapp drei Monaten konstant geblieben waren und lediglich die Preise zu den günstigsten Kaufzeitpunkten eines Tages nach unten gingen, wurden in der vergangenen Woche nun erstmals auch die Maximalpreise nach unten korrigiert. In der Folge veränderte sich die Preisspanne zwischen den günstigsten und den teuersten Kraftstoffpreisen eine Tages massiv von zuvor bis zu 43 Cent/Liter auf derzeit noch 30 Cent/Liter.

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Sonntag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,154 €uro je Liter
- Super: 1,356 €uro je Liter
- E10: 1,337 €uro je Liter

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Sonntag wie folgt dar *:

- Diesel: 1,019 €/l zu 1,319 €/l (+ 30 ct/l)
- Super: 1,219 €/l zu 1,519 €/l (+ 30 ct/l)
- E10: 1,199 €/l zu 1,499 €/l (+ 30 ct/l)

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Ölpreise - Entwicklungen am Ölmarkt

Die Aussichten für die Spritpreis-Entwicklung sehen aus Verbrauchersicht derzeit eher trüb aus. Am Rohölmarkt hat die zuvor gedrückte Stimmung vermehrt auf eine wachsende Spekulationsfreude gedreht, so dass Trader gerne auch weniger entscheidende aber preistützende Nachrichten aufgreifen um einen Anstieg der Ölpreise zu forcieren. Zwar weisen die Fundamentaldaten weiterhin auf eine anhaltende Überversorgung des Weltölmarktes hin, dennoch sorgten der zuletzt schwächere Dollarkurs und die Eskalation des Syrien-Krieges für einen Anstieg der Ölpreise.

Die sich ändernde Stimmung am Ölmarkt nutzte auch der Generalsekretär der OPEC und sorgte mit Aussagen darüber, dass die Ölpreise nach der Talfahrt der vergangenen Monate ihren Boden nun erreicht hätten und nach seiner Einschätzung wohl auch im kommenden Jahr weiter anziehen werden, für weiter anziehende Ölnotierungen. In Summe kletterte die europäische Leitsorte BRENT daher seit Monatsbeginn um knapp fünf Dollar je Barrel und wurde am heutigen Montagmorgen bei 52,9 Dollar/Barrel gehandelt. Am Devisenmarkt konnte der €uro zuletzt wieder gegen die Öl-Währung Dollar zulegen, was den Anstieg der Rohölpreise im Euroraum etwas abfederte.

Dennoch fallen die Vorgaben für die Kraftstoffpreise eher schlecht aus, so dass sich Autofahrer im Wochenverlauf auf tendenziell steigende Diesel- und Benzinpreise an den heimischen Zapfsäulen einstellen sollten.

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