Tagestiefstpreis für Diesel über zwei Euro - Österreichisches Modell kommt | Aktuelle Benzin- und Diesel-News vom 19.03.2026

um 08:42 Uhr von tanke-günstig Redaktion

Benzinpreise - Trends und Prognosen

Weiterhin kennen die Spritpreise an den deutschen Tankstellen nur eine Richtung: Nach oben. Natürlich liegt dies hauptsächlich am Krieg im Nahen Osten und der Sperrung der Straße von Hormus, dennoch sind die Preise an den deutschen Tankstellen im europäischen Vergleich besonders stark gestiegen. Mittlerweile liegt der Tagestiefstpreis für Diesel sogar über zwei Euro und der für Benzin mit 1,969 Euro nur knapp darunter. Die Tageshöchstpreise lagen für beide Kraftstoffsorten bei 2,649 Euro/Liter. Im bundesweiten Durchschnitt kostet ein Liter Benzin (SUPER E5) aktuell 2,095 €uro und ein Liter Diesel muss im Mittel für 2,163 €uro getankt werden. Der Sortenpreisabstand bleibt damit weiterhin negativ, da Diesel rund sieben Cent/Liter teurer ist als Benzin. Seit Monatsbeginn sind die Dieselpreise um nunmehr 41 Cent/Liter gestiegen und die Benzinpreise verzeichnen ein Plus von 25 Cent/Liter.

Die Bundesregierung hat nun im Rekordtempo gehandelt und will bereits ab April das österreichische Modell einführen. Allerdings muss man hierzu auch wissen, dass eine Umstellung auf dieses Modell schon länger geplant war und daher alle Anpassungen schon fertig in der Schublade gelegen haben. Dennoch zeigt die Regierung Initiative, was sich für Verbraucher durchaus positiv auswirken könnte. Nach dem österreichischen Modell dürfen Tankstellen nur eine Preisanhebung pro Tag, um 12:00 Uhr, vornehmen, Preisanpassungen nach unten sind hingegen jederzeit erlaubt. Wir sind gespannt, ob Tanken durch diese Maßnahme nun generell günstiger wird. Klar ist jedoch, dass sich Verbraucher bald wohl wieder sehr viel verlässlicher auf günstige Tankzeitpunkte einstellen können.

Abgesehen vom neuen Marktmodell bleiben Krisenzeiten für die Mineralölbranche stets die ertragsstärksten Zeiten. Hauptsächlich lässt natürlich der Krieg im Nahen Osten und die Sperrung der wichtigen Öllieferroute, der Straße von Hormus, die Rohöl- und somit auch die Spritpreise steigen. Allerdings nutzen alle Unternehmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette die Gelegenheit und schlagen nochmal ein wenig auf die sowieso schon steigenden Preise auf, was sich in Summe beim Autofahrer massiv auswirkt. Zur Wahrheit gehört allerdings auch, dass der Staat ebenfalls kräftig an den Kraftstoffpreisen mitverdient. Bei Benzinpreisen von zwei Euro pro Liter landen über Energiesteuer, Co2-Abgabe und Mehrwertsteuer rund 1,10 Euro beim Staat. Wenn der Bund also Autofahrern helfen möchte, könnte er dies wohl am schnellsten mit einer Senkung der Steuern und Abgaben erreichen. Nur hier liegt auch ein Teil des Problems, denn grundsätzlich sind hohe Spritpreise politisch gewollt, weil über den Preis der Wandel hin zur Elektromobilität gelenkt werden soll.

Autofahrern müssen sich in den kommenden Jahren daher per se auf Spritpreise von deutlich über zwei Euro pro Liter einstellen. In den zurückliegenden Jahren ist dieser Umstand nur nicht aufgefallen, weil die OPEC-Staaten ihre Ölförderung deutlich erhöht haben und die Ölpreise daher mit 60-80 Dollar/Barrel vergleichsweise niedrig waren. Ölpreise von rund 100 Dollar/Barrel, also der aktuelle Stand, sind aber nicht ungewöhnlich und stellen sogar häufig das Ziel vieler Ölförderländer dar. Hinzu kommt, dass die CO2-Abgabe in den kommenden Jahren mindestens stetig, womöglich sogar sprunghaft steigen wird. Daher werden Spritpreise von über zwei Euro pro Liter die Normalität werden.

Aktuell kann eine verlässliche beste Uhrzeit um günstig zu Tanken nicht mehr genannt werden. Zuletzt verteilten sich die statistisch günstigsten Tankzeitpunkte über einen Zeitraum von 13:00 bis 22:00 Uhr. In dieser Zeitspanne wiesen alle Tankstellen irgendwann den Tagestiefstpreis auf, allerdings wurden die Preise in diesem Zeitraum auch immer wieder deutlich angehoben, bevor es dann wieder nach unten ging. Welche Tankstelle zu jeder Uhrzeit die günstigste Tankstelle in Ihrer Nähe ist, zeigt Ihnen stets ein Blick auf unseren Benzinpreisvergleich. Besonders in Krisenzeiten lohnt sich ein Vergleich der Tankstellenpreise.

Benzinpreise - aktuelle Preisentwicklung

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Mittwoch je nach Kraftstoffsorte bei:

 

- Diesel: 2,163 €uro je Liter

- Superbenzin (E5): 2,095 €uro je Liter

- Superbenzin (E10): 2,035 €uro je Liter

 

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Mittwoch wie folgt dar *:

 

- Diesel: 2,009 €/l zu 2,649 €/l (+ 64 ct/l)

- Superbenzin (E5): 1,969 €/l zu 2,649 €/l (+ 68 ct/l)

- Superbenzin (E10): 1,909 €/l zu 2,589 €/l (+ 68 ct/l)

 

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher als auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen, an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren, um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

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