Stimmung am Ölmarkt kippt, Benzinpreise steigen

Benzinpreise - Entwicklung

Nachdem die Diesel- und Benzinpreise im Juni stetig nachgegeben haben, sieht es nun so aus als müssten sich Autofahrer im Juli auf steigende Spritpreise an den deutschen Tankstellen einstellen. Der Grund dafür ist am Weltölmarkt zu finden, denn dort hat sich die Nachrichtenlage in dieser Woche massiv verändert. Konnte man nach der Entscheidung der OPEC, die Ölförderung um eine Million Barrel zu erhöhen, noch darauf setzen, dass die Kraftstoffpreise in den kommenden Urlaubs- und Reisewochen stabil bleiben würden, so sieht es nun nach spürbaren Preisanstiegen aus.

Vor allem die Forderung von US-Präsident Trump, dass alle Länder ihre Erdöleinfuhren aus dem Iran vollständigen einstellen sollen, hat die Lage am Weltölmarkt deutlich verändert. Zudem kamen vom US-Ölmarkt zuletzt keine Wachstumssignale mehr und in Kanada musste in großes Schieferölfeld seine Produktion einstellen, was die USA kurz vor der Hauptreisezeit hart erwischt. Hinzu kommt die Wirtschaftskrise in Venezuela, und militärische Auseinandersetzungen in Libyen, die dazu führen, dass das weltweite Ölangebot aktuell deutlich zurückgeht.

Insgesamt sind dies keine guten Aussichten für die Ölpreise, so dass sich Autofahrer in den kommenden Wochen und Monaten auf spürbar steigende Spritpreise einstellen müssen. Dabei können auch neue Höchststände in diesem Jahr nicht ausgeschlossen werden. Wer jedoch unabhängig von den Entwicklungen auf dem Weltölmarkt beim Tanken kräftig sparen möchte, der kann dies mit unserem Benzinpreisvergleich tun und die Preisunterschiede an den Tankstellen nutzen.

Der maximale Preisunterschied zwischen den im Tageverlauf teuersten und günstigsten Tankstellen liegt aktuelle bei bis zu 36 Cent/Liter. Steuert man die richtige Tankstelle in einem Umkreis von 10 Kilometern an, so kann man zur gleichen Uhrzeit häufig bis zu 15 Cent/Liter bzw. gut zehn Prozent sparen. Und wenn man bei einer längeren Reise einen 2-Kilometern-Umweg runter von der Autobahn in Kauf nimmt, so beträgt die Ersparnis nicht selten bis zu 30 Cent/Liter, was rund 25 Prozent entspricht.

Benzinpreise - Zahlen

billiger tanken

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Donnerstag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,266 €uro je Liter
- Super: 1,450 €uro je Liter
- E10: 1,428 €uro je Liter

 

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Donnerstag wie folgt dar *:

- Diesel: 1,179 €/l zu 1,539 €/l (+ 36 ct/l)
- Super: 1,369 €/l zu 1,679 €/l (+ 31 ct/l)
- E10: 1,349 €/l zu 1,659 €/l (+ 31 ct/l)

 

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

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