Staureichstes Wochenende des Jahres steht bevor

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Mit dem Beginn der Sommerferien in Baden-Württemberg und Bayern drohen Deutschland an diesem Wochenende wohl die meisten Staus des laufenden Jahres. Und das nicht nur weil sich nun auch die Urlauber in den beiden Bundesländern auf den Weg machen, in denen die Sommerferien in diesem Jahr als letztes begonnen haben. Darüber hinaus beginnt für Urlauber aus Bremen, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen auch schon der Rückreiseverkehr. Daher ist es auch egal, ob man vom Norden in den Süden oder vom Westen den Osten der Republik reisen möchte, betroffen sein werden vermutlich alle Reiserichtungen gleichermaßen. Auch der ADAC geht davon aus, dass dieses Wochenende das staureichste des Jahres werden wird und eine ADAC-Sprecherin riet in einem Interview "Wer nicht unbedingt muss, sollte die Autobahn am Wochenende besser meiden".

Im Laufe der aktuellen Woche haben die Kraftstoffpreise erneut spürbar nachgegeben. So ist der durchschnittliche Benzinpreise am Donnerstag zu erstem Mal seit April wieder unter 1,30 €uro/Liter gefallen und auch der Dieselpreis markiert mit im Mittel 1,08 €uro/Liter den tiefsten Stand seit 11 Wochen. Der hohe Reiseverkehr wird sich am Wochenende jedoch höchstwahrscheinlich preistreibend auf die Diesel- und Benzinpreise an den deutschen Tankstellen auswirken. Zwar drücken die Vorgaben vom Rohölmarkt bereits die gesamte Woche auf die Spritpreise und auch auf den heutigen Freitag sind die Preise am Weltölmarkt wieder kräftig gefallen, dennoch sollten Autofahrer am Wochenende mit Preissteigerungen rechnen. Wer in den kommenden Tagen eine Reise plant, der sollte daher am besten heute noch eine Tankstelle ansteuern um voll zu tanken. Welche Tankstelle zurzeit die günstigste in Ihrer Umgebung ist, zeigt Ihnen wie immer unsere Tankstellensuche.

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Donnerstag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,081 €uro je Liter
- Super: 1,299 €uro je Liter
- E10: 1,281 €uro je Liter

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Donnerstag wie folgt dar *:

- Diesel: 0,959 €/l zu 1,259 €/l (+ 30 ct/l)
- Super: 1,189 €/l zu 1,479 €/l (+ 29 ct/l)
- E10: 1,169 €/l zu 1,459 €/l (+ 29 ct/l)

Bezogen auf den statistischen Durchschnittspreis liegt der beste Zeitpunkt zum Tanken weiterhin zwischen 18 und 20 Uhr. Hierbei ist während des gesamten Tages zumeist ein kontinuierlicher Preisrückgang festzustellen, so dass um 19.00 Uhr herum die Tiefstpreise erreicht werden. Ab 20 Uhr ziehen die Kraftstoffpreise dann zumeist wieder deutlich an.

Allerdings brechen einige Tankstellen auch aus dieser Preissetzung aus. Daher kann bei der richtigen Wahl der Tankstelle auch zu anderen Zeitpunkten genauso günstig getankt werden, wie im Durchschnitt zwischen 18 und 20 Uhr. Auch gibt es zu jedem Zeitpunkt des Tages erhebliche Abweichungen zwischen den verschiedenen Tankstellen. Um bei der Vielzahl der Tankstellen die jeweils richtige Tankstelle zu finden, bietet unsere Tankstellensuche eine neutrale Unterstützung.

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Ölpreise - Entwicklungen am Ölmarkt

In der zurückliegenden Handelswoche sind die Rohölpreise um insgesamt 3,5 Dollar/Barrel bzw. rund 8 Prozent gefallen. Unter dem Eindruck eines wieder spürbar wachsenden Angebotes auf dem Weltölmarkt gaben die beiden Rohölleitsorten BRENT und WTI auch auf den heutigen Freitag um einen weiteren Dollar je Barrel nach. BRENT notierte somit am Freitagmorgen bei 42,7 Dollar/Barrel und WTI wurde bei 41 Dollar/Barrel gehandelt.

In dieser Woche wurde den Ölpreisen auch noch das letzte stützende Argument genommen als bekannt wurde, dass die amerikanischen Öllager zum ersten Mal seit rund zwei Monaten wieder gestiegen sind. Auch wenn die meisten Analysten mit einem erneuten Rückgang der US-Öllager gerechnet hatten, verdichteten sich zuletzt die Anzeichen, dass es vielleicht doch zu einer Überraschung kommen könnte und die amerikanischen Rohölbestände zum ersten Mal seit neun Wochen wieder stiegen könnten. Und genau dies zeigten die am Mittwoch veröffentlichten US-Öllagerdaten des Department of Energy (DOE). So kletterten die Rohöllager in den USA um gut 1,6 Mio. Barrel auf nunmehr 521,1 Mio. Barrel. Gleichzeitig wurden die Lager der Ölprodukte um 0,3 Mio. Barrel abgebaut, so dass die gesamten US-Öllager leicht auf 914,6 Mio. Barrel anstiegen.

Im Wesentlichen gab es drei Gründe für den Anstieg der US-Öllager. Zum einen hat die USA in der zurückliegenden Woche spürbar mehr Öl importiert als in der Vorwoche. Außerdem ist die eigne Ölproduktion der USA laut Regierungsangaben zuletzt wieder leicht auf gut 8,5 Mio. Barrel pro Tag gestiegen, nachdem sie im vergangenen Jahr stetig zurückgegangen war. Darüber hinaus hat sich der Durchsatz der US-Raffinerien erwartungsgemäß reduziert, weil das Überangebot an Ölprodukten die Margen der Raffinerien belastet hatte. Folgerichtig verarbeiteten die Raffinerien weniger Rohöl, was die Rohöllager steigen und die Lager der Ölprodukte sinken ließ. Da sich zudem die Ölexporte Kanadas, nach den Waldbränden wieder auf einem normalen Level befinden und der Iran seine Ölförderung zuletzt massiv ausbauen konnte, stehen die Ölpreise weiterhin stark unter Druck.

Daher fallen die Vorgaben für die Entwicklung der Kraftstoffpreise aktuell verbraucherfreundlich aus. Dennoch sollten sich Autofahrer aufgrund des hohen Reiseverkehrs am Wochenende auf steigende Diesel- und Benzinpreise an den heimischen Zapfsäulen einstellen.

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