Spritpreise zogen weiter an

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Die deutlich preistreibenden Vorgaben vom Rohölmarkt haben die Kraftstoffpreise am Wochenende und auch zum Start der neuen Woche spürbar nach oben gezogen. Besonders die Dieselpreise sind in den vergangenen zehn Tagen mit zwei Cent je Liter deutlich gestiegen. Die Benzinpreise haben im selben Zeitraum, mit einen Cent je Liter nur halb so stark zugelegt. Trotz der insgesamt deutlich anziehenden Diesel- und Benzinpreise haben sich die im Tagesverlauf günstigsten und teuersten Angebote an den heimischen Tankstellen wenig verändert. Weiterhin liegt der maximale Preisunterschied bei rund 30 Cent/Liter.

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Montag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,083 €uro je Liter
- Super: 1,299 €uro je Liter
- E10: 1,281 €uro je Liter

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Montag wie folgt dar *:

- Diesel: 0,959 €/L zu 1,279 €/L (+ 32 ct/L)
- Super: 1,189 €/L zu 1,479 €/L (+ 29 ct/L)
- E10: 1,169 €/L zu 1,459 €/L (+ 29 ct/L)

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Ölpreise - Entwicklungen am Ölmarkt

Die jüngsten Preisanstiege am Ölmarkt beruhen kaum auf Änderungen der fundamentalen Marktlage sondern spiegeln hauptsächlich die Einflüsse von den Finanzmärkten wieder. So klettern die Ölpreise zurzeit aufgrund von Spekulationen über eine Fördermengenkürzung, die im September am Rande des Internationalen Energieforums auf einem informellen Treffen der OPEC-Mitglieder zusammen mit anderen Fördernationen wie Russland besprochen werden soll. Da jedoch kaum ein Analyst tatsächlich eine Einigung bei diesem Meeting erwartet, sich der Preisanstieg aber weitestgehend auf die vage Aussicht stützt, dass die OPEC nach zwei Jahren der Uneinigkeit nun wieder zu einer gemeinsame Linie finden soll, erscheint der aktuelle Aufwärtstrend recht schwankungsanfällig.

Dennoch greifen Börsenhändler den aktuellen Trend gerne auf und drücken die Ölpreise durch Käufe weiter nach oben. So haben die Ölnotierungen ihre spekulationsgetriebenen Gewinne der vergangenen Handelstage am Montag ausgeweitet, am Dienstagmorgen ging es aber leicht nach unten. Insgesamt kletterte die europäische Ölsorte BRENT jedoch um weitere 0,8 $/b und stand am Dienstagmorgen bei 48 Dollar/Barrel. Auch die US-Ölsorte WTI legte um weitere 0,7 $/b zu und wurde am Morgen bei 45,5 Dollar/Barrel gehandelt.

Der aktuelle Preisanstieg könnte in den kommenden Wochen aber auch wieder in sich zusammenfallen, denn der Ölmarkt weist insgesamt eine ganze Reihe von preisdrückenden Daten auf. Die OPEC hatte ihre Ölförderung im Juli auf einen der höchsten Stände der vergangenen Jahre ausgeweitet und in den USA war zuletzt eine stetig steigende Anzahl von aktiven Ölbohrlöchern zu verzeichnen. Beides zeigt die weiterhin bestehende sehr gute Angebotssituation auf dem Weltölmarkt, welche die Ölpreise grundsätzlich wieder unter Druck setzen müsste.

Am Devisenmarkt haben schwache Konjunkturdaten aus den USA den Dollar zuletzt unter Druck gesetzt. Trotz des Höhenflugs an der Wall Street konnte der €uro daher spürbar gegen den Dollar zulegen und am Dienstagmorgen mit 1,125 $/€ auf den höchsten Stand seit Ende Juni klettern. Insgesamt fallen die Vorgaben für die Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise zum Start der Woche dennoch schlecht aus. Autofahrer sollten sich daher im weiteren Wochenverlauf zunächst auf weiter steigende Kraftstoffpreise an den heimischen Zapfsäulen einstellen.

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