Spritpreise ziehen weiter an

Benzinpreise - Entwicklung

Nachdem die durchschnittlichen Benzinpreise (Super E5) im März bereits um kräftige sechs Cent je Liter bzw. 4,5 Prozent gestiegen waren, setzt sich der rasante Anstieg der Benzinpreise auch im April weiter fort. So sind die Benzinpreise an den deutschen Tankstellen im bisherigen April-Verlauf bereits um weitere drei Cent je Liter gestiegen.

Ganz anders sieht es hingegen bei den Durchschnittspreisen für Diesel aus. Bereits im März hatten sich die Dieselpreise stabil gezeigt und sind auch in den ersten zehn Apriltagen nur um rund einen Cent je Liter gestiegen. Doch die unterschiedliche Entwicklung der Kraftstoffsorten Diesel und Benzin ist nicht auf eine Übervorteilung von Dieselkraftstoff zurückzuführen sondern stellt lediglich eine Normalisierung des Preisunterschiedes dar. So war die Preisdifferenz zwischen den Spritsorten im Februar auf ein Rekordtief von neun Cent je Liter gesunken. Mit aktuell rund 18 Cent/Liter befindet sich der Preisunterschied nun wieder auf einem üblichen Level.

In den kommenden Wochen sollten sich alle Autofahrer auf steigende Spritpreise an den deutschen Zapfsäulen einstellen. Zumindest lassen die Aussichten am Ölmarkt tendenziell steigende Kraftstoffpreise erwarten. Neben der aufgehellten Stimmung an den Börsen, setzen Anleger zurzeit darauf, dass es bald zu einem Ende im Handelsstreit zwischen den USA und China kommen wird. Dies würde die globale Ölnachfrage stärker steigen lassen, macht aber auch grundsätzlich spekulative Anlagen wie Rohöl interessanter.

Darüber hinaus setzt das neu geformte Ölkartell „OPEC+“ seine Förderkürzung strikt um und sorgt somit für ein knapperes Rohölangebot. Neben den geplanten Förderkürzungen kommen aktuell auch noch ungeplante Förderausfälle bei einigen OPEC-Mitgliedern hinzu oder sind zumindest zu befürchten. Zu nennen sind hier vor allem Venezuela, der Iran und Libyen. Insgesamt sprechen aktuell einige Faktoren dafür, dass die Ölpreise im Jahresverlauf weiter anziehen werden, was dementsprechend auch für die Diesel- und Benzinpreise gilt.

Aktuell ist der Preisunterschied zwischen den im Tagesverlauf günstigsten und teuersten Tankstellen auf bis zu 44 Cent/Liter gestiegen, was verdeutlicht wie sehr es sich lohnt darauf zu achten wann und wo man tanken fährt. Statistisch gesehen hat man zurzeit die besten Chancen günstig zu tanken, wenn man zwischen 19:00 und 21:00 an die Tankstelle fährt. Allerdings liegen die Preisunterschiede zur gleichen Uhrzeit, in einem Umkreis von 10 Kilometern im Durchschnitt bei rund 10 Cent/Liter, weshalb man zu jeder Uhrzeit auch darauf achten sollte, welche Tankstelle man ansteuert.

Benzinpreise - Zahlen

billiger tanken

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Dienstag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,261 €uro je Liter
- Super: 1,442 €uro je Liter
- E10: 1,420 €uro je Liter

 

 

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Dienstag wie folgt dar *:

- Diesel: 1,169 €/l zu 1,599 €/l (+ 43 ct/l)
- Super: 1,339 €/l zu 1,779 €/l (+ 44 ct/l)
- E10: 1,319 €/l zu 1,759 €/l (+ 44 ct/l)

 

 

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

 

 

 

Welche Tankstelle stets die günstigste Tankstelle in Ihrer Nähe ist, zeigt Ihnen wie gewohnt ein Blick auf unseren Benzinpreisvergleich.

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