Spritpreise werden am Wochenende steigen

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Im Laufe der aktuellen Woche sind die Dieselpreise an den deutschen Tankstellen um leichte 0,1 Cent/Liter gestiegen und die Benzinpreise haben sich kaum verändert. Der Preisunterschied zwischen den im Tagesverlauf teuersten und günstigsten Tankstellen hat sich auf 31 Cent/Liter erhöht, so dass es sich im Urlaubs- und Reisemonat August weiterhin besonders lohnt darauf zu achten wann man welche Tankstelle ansteuert.

Die Aussichten für die Spritpreise an diesem Wochenende fallen erneut wenig verbraucherfreundlich aus, weil die Ölpreise zum Wochenschluss deutlich zugelegt haben. Daher müssen sich Autofahrer in den kommenden Tagen wohl wieder auf steigende Diesel- und Benzinpreise einstellen. Einige Tankstellen werden die Preise jedoch wieder deutlicher erhöhen als andere. Welche Tankstelle dabei zurzeit die günstigste in Ihrer Umgebung ist, zeigt Ihnen wie gewohnt unsere Tankstellensuche.

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Donnerstag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,073 €uro je Liter
- Super: 1,297 €uro je Liter
- E10: 1,279 €uro je Liter

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Donnerstag wie folgt dar *:

- Diesel: 0,959 €/l zu 1,269 €/l (+ 31 ct/l)
- Super: 1,179 €/l zu 1,489 €/l (+ 31 ct/l)
- E10: 1,159 €/l zu 1,469 €/l (+ 31 ct/l)

Bezogen auf den statistischen Durchschnittspreis liegt der beste Zeitpunkt zum Tanken weiterhin zwischen 18 und 20 Uhr. Hierbei ist während des gesamten Tages zumeist ein kontinuierlicher Preisrückgang festzustellen, so dass um 19.00 Uhr herum die Tiefstpreise erreicht werden. Ab 20 Uhr ziehen die Kraftstoffpreise dann zumeist wieder deutlich an.

Allerdings brechen einige Tankstellen auch aus dieser Preissetzung aus. Daher kann bei der richtigen Wahl der Tankstelle auch zu anderen Zeitpunkten genauso günstig getankt werden, wie im Durchschnitt zwischen 18 und 20 Uhr. Auch gibt es zu jedem Zeitpunkt des Tages erhebliche Abweichungen zwischen den verschiedenen Tankstellen. Um bei der Vielzahl der Tankstellen die jeweils richtige Tankstelle zu finden, bietet unsere Tankstellensuche eine neutrale Unterstützung.

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Ölpreise - Entwicklungen am Ölmarkt

In der zurückliegenden Handelswoche sind die Rohölpreise in Summe um rund zwei Dollar je Barrel gestiegen. Die europäische Rohöl-Leitsorten BRENT notierte daher am Freitagmorgen bei 46,3 Dollar/Barrel und US-Sorte WTI wurde bei 43,9 Dollar/Barrel gehandelt. Die Gründe für diesen Anstieg waren jedoch weniger am Ölmarkt selber zu finden sondern in der insgesamt guten Kauflaune an den Finanzmärkten und der preisstützenden Charttechnik, die im Wochenverlauf für Kaufsignale sorgte. Zur Wochenmitte hatte es zwar zunächst so ausgesehen als ob sich der Ölmarkt wieder auf die tendenziell preisdrückenden Fundamentaldaten besinnen würde, am gestrigen Donnerstag drehte sich diese Einschätzung jedoch wieder und die Ölpreise legten kräftig zu.

Bei den US-Öllagerdaten gab es in dieser Woche keine Überraschungen. Wie von den meisten Analysten erwartet, haben die Raffinerien aufgrund von geringeren Margen weniger Rohöl verarbeitet, weil es auf dem US-Markt ein Überangebot an Ölprodukten gegeben hat. Dementsprechend sind die Lager der Ölprodukte (Heizöl, Diesel und Benzin) in den USA um deutliche 4,8 Mio. Barrel gesunken und die Rohöllager haben um 1,1 Mio. Barrel zugelegt. Die gesamten US-Öllager sind daher sogar um 3,7 Mio. Barrel gesunken, was tendenziell leicht preisstützende Auswirkungen auf die Ölpreise hat. Doch wie oben erwähnt hatten die US-Öllagerdaten nichts mit dem jüngsten Anstieg der Ölpreise zu tun sondern dieser basierte vornehmlich auf Impulsen von den Finanzmärkten.

Am Ölmarkt selber dominieren eher die preisdrückenden Nachrichten. So hatte die OPEC, und hier insbesondere die zurzeit größten Player des Kartells Saudi-Arabien und Irak, ihre Ölförderung im Juli auf einen der höchsten Stände der vergangenen Jahre ausgeweitet. Außerdem wurde die erfreuliche Nachricht bekannt, dass große Ölkonzerne wieder im größeren Ausmaß in die Erschließung neuer Ölfelder investieren. Denn nach monatelangem Stillstand wird nun wohl wieder die Entwicklung großer Ölfelder im Irak fortgeführt. Der Kampf gegen die Terrormiliz IS scheint zurzeit so erfolgreich zu laufen, dass die Ölkonzerne wieder die nötige Sicherheit für Investitionen haben. Daher kann im Jahr 2017 mit einer erheblichen Erhöhung der irakischen Ölproduktion gerechnet werden.

Die Vorgaben für die Entwicklung der Kraftstoffpreise für das Wochenende fallen dennoch preistreibend aus, weshalb sich Autofahrer auf steigende Diesel- und Benzinpreise an den heimischen Zapfsäulen einstellen sollten.

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