Spritpreise weiterhin im Korrekturmodus

Benzinpreise - Entwicklung

Seit nunmehr einem Monat befinden sich die Spritpreise an den deutschen Tankstellen in der Abwärtsbewegung und korrigieren somit die zuvor entstandenen Preisaufschläge, die sich durch das anhaltenden Niedrigwasser entlang des Rheins, fehlende Transportalternativen und vergangenen Raffinerieausfällen ergeben hatten.

Seit dem Langzeithoch von Mitte November sind die durchschnittlichen Benzinpreise (SUPER E5) um 11,7 Cent/Liter bzw. 7,5 Prozent gesunken. Die gemittelten Dieselpreise gingen seitdem sogar um 13,3 Cent/Liter bzw. gut neun Prozent zurück, waren zwischen Ende September und Mitte November allerdings auch genauso kräftig gestiegen.

Insgesamt handelt es sich bei der aktuellen Abwärtsbewegung auf dem heimischen Kraftstoffmarkt somit lediglich um eine Korrektur der Diesel- und Benzinpreise, die zudem nur langsam bei den Autofahrern ankommt. Mit Blick auf die Vorgaben vom Rohöl- und Devisenmarkt könnten die durchschnittlichen Benzinpreise zurzeit bei rund 1,41 €uro/Liter liegen anstatt bei den aktuellen 1,45 €uro/Liter und die Dieselpreise haben sogar ein noch deutlich höheres Korrekturpotential, denn diese könnten im bundesweiten Durchschnitt zurzeit bei rund 1,23 €uro/Liter liegen anstatt den aktuellen 1,32 €uro/Liter.

Kritik an den aktuellen Spritpreisen wird auch deshalb laut, weil sich die Transportsituation von Mineralölprodukten in den letzten Wochen deutlich verbessert hat und auch die Politik hatte zuletzt Maßnahmen ergriffen, wie die Freigabe von Ölprodukten aus der nationalen Notreserve oder das Aufheben von Sonntags-Fahrverboten für Tanklaster, die sich preisdrückend an den Tankstellen auswirken sollten. Dennoch bleiben die Spritpreise besonders im Süden Deutschlands weiterhin hoch.

Die Preisdifferenz zwischen den im Tagesverlauf teuersten und günstigsten Preisen an den Tankstellen hat sich zuletzt zwar weiter verringert, ist mit bis zu 41 Cent/Liter aber weiterhin überdurchschnittlich hoch. Es lohnt sich daher zurzeit besonders darauf zu achten wann man welche Tankstelle ansteuert.

Benzinpreise - Zahlen

billiger tanken


Die statistisch beste Uhrzeit zum günstigen Tanken liegt seit Monaten stets zwischen 20:00 und 22:00 Uhr, jedoch bieten einige Tankstellen auch zu anderen Uhrzeiten bereits Tagestiefstpreise an. Welche Tankstelle zu jeder Uhrzeit die günstigste Tankstelle in Ihrer Nähe ist, zeigt Ihnen wie gewohnt ein Blick auf unseren Benzinpreisvergleich.

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Mittwoch je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,320 €uro je Liter
- Super: 1,448 €uro je Liter
- E10: 1,426 €uro je Liter

 

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Mittwoch wie folgt dar *:

- Diesel: 1,179 €/l zu 1,589 €/l (+ 41 ct/l)
- Super: 1,289 €/l zu 1,669 €/l (+ 38 ct/l)
- E10: 1,269 €/l zu 1,649 €/l (+ 38 ct/l)

 

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

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