Spritpreise weiterhin im Abwärtstrend

Benzinpreise - Entwicklung

Nachdem die Diesel- und Benzinpreise am zurückliegenden Wochenende leicht angestiegen waren, haben sie im Verlauf dieser Woche wieder die Abwärtsbewegung eingeschlagen. Zwar befinden sich die Spritpreise aktuell leicht über ihren Langzeit-Tiefstständen der vergangenen Woche, allerdings sind auch die Ölpreise seit Jahresbeginn kräftig gestiegen und gleichzeitig hat der €uro an Wert gegen die Ölwährung Dollar verloren, was die Öleinkäufe in der Eurozone zusätzlich verteuert.

Seit dem Langzeithoch von Mitte November sind die durchschnittlichen Benzinpreise (SUPER E5) an den deutschen Zapfsäulen um rund 20 Cent/Liter bzw. rund 13 Prozent gesunken und die gemittelten Dieselpreise sind um gut 22 Cent/Liter bzw. rund 15 Prozent gefallen. Mit aktuell gut 1,23 €uro/Liter stehen die Dieselpreise genauso wie die Benzinpreise mit rund 1,345 €uro/Liter jedoch auf einem der tiefsten Stände der vergangenen zwölf Monate.

Nachdem die Ölpreise in den letzten drei Monaten des vergangenen Jahres um rund 40 Prozent gefallen waren, hat sich die Stimmung am Weltölmarkt seit Jahresbeginn deutlich verändert. Die Aussicht auf ein Ende des Handelskonfliktes zwischen den USA und China, den beiden größten Volkswirtschaften und Ölverbrauchern der Welt, hat die Ölpreise in der vergangenen Handelswoche so deutlich steigen lassen wie seit zwei Jahren nicht mehr. In dieser Woche schwächte sich die preistreibende Stimmung am Ölmarkt jedoch wieder ab und die Ölpreise stabilisierten sich auf dem höheren Preislevel.

In welche Richtung sich die Rohöl- und Kraftstoffpreise in den kommenden Tagen entwickeln werden, ist zurzeit noch offen. Die Unsicherheiten, die sich durch den unklaren Weg beim Brexit ergeben haben, fehlende Fortschritte im Handelsstreit zwischen den USA und China sowie ein steigende Ölförderung in den USA, setzen die Ölpreise unter Druck. Auf der anderen Seite sind die Ölpreise auf einem so niedrigen Preislevel, das sie für spekulative Anleger interessant sind und an den Börsen lässt die die Aussicht auf eine lockerere Geldpolitik in den USA und China, ein Ende des Handelskonfliktes und ein möglicherweise weicher ausfallende Brexit Analysten wieder auf ein stärkeres Wirtschaftswachstum hoffen.

Benzinpreise - Zahlen

Die Preisdifferenz zwischen den im Tagesverlauf teuersten und günstigsten Preisen an den Tankstellen ist zum Jahresbeginn wieder auf bis zu 45 Cent/Liter angestiegen. Neben den zudem Teil weiterhin stark ausgeprägten, regionalen Preisunterschieden lassen sich zudem immer häufigere Preisveränderungen bei den Tankstellen feststellen, die zudem in kürzer werdenden Abständen vorgenommen werden. Es lohnt sich daher zurzeit besonders darauf zu achten wann man welche Tankstelle ansteuert.

Die statistisch beste Uhrzeit zum günstigen Tanken liegt seit Monaten stets zwischen 20:00 und 22:00 Uhr, jedoch bieten einige Tankstellen auch zu anderen Uhrzeiten bereits Tagestiefstpreise an. Welche Tankstelle zu jeder Uhrzeit die günstigste Tankstelle in Ihrer Nähe ist, zeigt Ihnen wie gewohnt ein Blick auf unseren Benzinpreisvergleich.

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Mittwoch je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,232 €uro je Liter
- Super: 1,345 €uro je Liter
- E10: 1,323 €uro je Liter

 

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Mittwoch wie folgt dar *:

- Diesel: 1,129 €/l zu 1,549 €/l (+ 42 ct/l)
- Super: 1,229 €/l zu 1,679 €/l (+ 45 ct/l)
- E10: 1,209 €/l zu 1,659 €/l (+ 45 ct/l)

 

 

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

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