Spritpreise veränderten sich im Wochenverlauf kaum

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Die durchschnittlichen Diesel- und Benzinpreise haben sich im Wochenverlauf nur wenig verändert. Während die Dieselpreise jedoch im Durchschnitt um knapp 0,2 Cent/Liter gesunken sind, haben die gemittelten Benzinpreise um knapp 0,2 Cent/Liter zugelegt. Der Preisunterschied zwischen den Kraftstoffsorten Diesel und Super (E5) liegt im Durchschnitt weiterhin bei rund 22 Cent/Liter und die Preise an den im Tagesverlauf teuersten und günstigsten Tankstellen sind auf 32 Cent/Liter gesunken.

Neben den maximalen Preisunterschieden an den heimischen Tankstellen, die eher als ein theoretischer Wert zu verstehen sind, da die zugrunde liegenden Spritpreise sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen können, zeigt sich aber auch, dass die Tankstellenpreise zu der gleichen Uhrzeit in einem Umkreis von zehn Kilometern um bis zu 15 Cent/Liter voneinander abweichen können. Es lohnt sich daher stets darauf zu achten, wann man welche Tankstelle ansteuert. Welche Tankstelle dabei zurzeit die günstigste in Ihrer Umgebung ist, zeigt Ihnen wie gewohnt unsere Tankstellensuche.

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Donnerstag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,100 €uro je Liter
- Super: 1,320 €uro je Liter
- E10: 1,302 €uro je Liter

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Donnerstag wie folgt dar *:

- Diesel: 0,989 €/l zu 1,309 €/l (+ 32 ct/l)
- Super: 1,209 €/l zu 1,529 €/l (+ 32 ct/l)
- E10: 1,189 €/l zu 1,509 €/l (+ 32 ct/l)


Bezogen auf den statistischen Durchschnittspreis liegt der beste Zeitpunkt zum Tanken weiterhin zwischen 18 und 20 Uhr. Hierbei ist während des gesamten Tages zumeist ein kontinuierlicher Preisrückgang festzustellen, so dass um 19.00 Uhr herum die Tiefstpreise erreicht werden. Ab 20 Uhr ziehen die Kraftstoffpreise dann zumeist wieder deutlich an.

Allerdings brechen einige Tankstellen auch aus dieser Preissetzung aus. Daher kann bei der richtigen Wahl der Tankstelle auch zu anderen Zeitpunkten genauso günstig getankt werden, wie im Durchschnitt zwischen 18 und 20 Uhr. Auch gibt es zu jedem Zeitpunkt des Tages erhebliche Abweichungen zwischen den verschiedenen Tankstellen. Um bei der Vielzahl der Tankstellen die jeweils günstigste Tankstelle zu finden, bietet unsere Tankstellensuche eine neutrale Unterstützung.

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Ölpreise - Entwicklungen am Ölmarkt

Die Rohölpreise haben in der zurückliegenden Handelswoche einen schwankenden Verlauf hingelegt, bei dem jedoch in der Tendenz ein leichter Anstieg der Ölpreise zu verzeichnen war. So hat die für Europa relevantere Ölsorte BRENT im Wochenverlauf um rund einen Dollar je Barrel zugelegt und stand am Freitagmorgen bei 47,3 Dollar/Barrel. Die US-Ölsorte WTI ist mit knapp zwei Dollar je Barrel sogar doppelt so stark gestiegen und wurde am Morgen bei 45,8 Dollar/Barrel gehandelt.

Obwohl das Department of Energy (DOE) am Mittwoch zum dritten Mal in Folge einen Rückgang der amerikanischen Rohöllager verkündet hatte, der in der zurückliegenden Woche mit 6,2 Mio. Barrel sogar überraschend hoch ausgefallen war, zeigten sich Börsenhändler eher zurückhaltend. Zwar sind sich Analysten einig, dass man die derzeitigen US-Rohöllagerdaten nicht überinterpretieren sollte, weil die Zahlen immer noch durch die Folgen des Tropensturms Hermine beeinflusst werden, dennoch markieren die gesamten US-Öllager mit aktuell 895 Mio. Barrel einen der niedrigsten Stände des laufenden Jahres, was die Ölnotierungen stützte. Außerdem profitierten die Ölpreise gestern von einem schwächeren US-Dollar, der Rohöl in anderen Währungsräumen günstiger machte und somit die Nachfrage steigen ließ, was die Ölpreise letztlich wieder stützte.

Dennoch überwiegt am Ölmarkt zurzeit die Aussicht auf eine länger anhaltende oder sogar wachsende Überversorgung. Die Prognose zur globalen Rohöl-Nachfrage wurde zuletzt spürbar gesenkt und die großen Förderländer innerhalb und außerhalb der OPEC weiten ihre Ölförderung stetig aus. Zwar halten sich die Spekulationen über eine Einigung auf eine Förderbegrenzung beim OPEC-Treffen in der kommenden Woche in der algerischen Hauptstadt hartnäckig. Dies sollte aber ein Ende finden, wenn das informelle Meeting der OPEC der Vergangenheit angehört und das von nahezu alle Marktbeobachtern prognostizierte Scheitern der Verhandlungen eingetreten ist.

Viele Analysten halten eine Preiskorrektur am Ölmarkt daher weiterhin für wahrscheinlich. Dennoch werden sich Autofahrer an diesem Wochenende wohl auf tendenziell steigende Diesel- und Benzinpreise an den heimischen Zapfsäulen einstellen müssen.

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