Spritpreise steigen und steigen

Benzinpreise - Entwicklung

Der Oktober war kein guter Monat für deutsche Autofahrer, denn die Kraftstoffpreise legten an den deutschen Tankstellen kräftig zu. Vor allem die durchschnittlichen Dieselpreise zogen im Oktober um deutliche neun Cent je Liter bzw. 6,6 Prozent an. Aber auch die gemittelten Benzinpreise legten um spürbare drei Cent je Liter bzw. 2,2 Prozent zu und kletterten somit am gestrigen Mittwoch auf den höchsten Stand seit gut vier Jahren. Diesel kostet aktuell sogar so viel wie seit über fünf Jahren nicht mehr.

Genau wie die Heizölpreise haben sich die Preise auf dem deutschen Kraftstoffmarkt zurzeit von den Preisvorgaben vom Rohölmarkt entkoppelt. Die Ölpreise sind im Oktober überraschend deutlich gesunken und hätten im Normalfall auch die Spritpreise an den deutschen Tankstellen mit nach unten gezogen, doch die schwierige Versorgungslage im Südwesten Deutschlands, die auf Niedrigwasser entlang des Rheins und anderen wichtigen Routen der Binnenschifffahrt sowie auf die jüngsten Raffinerieausfälle zurückzuführen ist, hat die Kraftstoffpreise zuletzt kräftig steigen lassen.

Um die Versorgung der öffentlichen Infrastruktur mit Ölprodukten zu gewährleisten, hat der Erdölbevorratungsverband (EBV), welcher die strategischen Ölreserven Deutschlands verwaltet, in der vergangenen Woche reagiert und Benzin- und Dieselreserven für die Tankstellen im Südwesten der Bundesrepublik freigegeben. Dies soll die Versorgung sicherstellen und die Kraftstoffpreise stabilisieren. Bisher ist es an den Tankstellen daher noch nicht zu größeren Versorgungsausfällen gekommen, doch was die Aussichten für die weitere Preisentwicklung anbelangt, können Autofahrer kurzfristig wohl nicht mit Preisrückgängen an den Zapfsäulen rechnen.

Der Norden Deutschlands ist bisher weitestgehend von Preissteigerungen an den Tankstellen verschont geblieben. Hier kostete der Liter Benzin gestern im Mittel rund 1,45 €uro/Liter, im Saarland und in Teilen von Baden-Württemberg und Bayern mussten Autofahrer im Durchschnitt hingegen deutlich über 1,60 €uro/Liter zahlen. Die gute Nachricht ist, dass man auch im Süden Deutschlands noch deutlich günstiger tanken kann, wenn man darauf achtet wann man welche Tankstelle ansteuert.

Statistisch gesehen ist die beste Uhrzeit zum billigen Tanken aktuell zwischen 20:00 und 22:00 Uhr und welche Tankstelle auch zu jeder Uhrzeit stets die günstigste Tankstelle in Ihrer Nähe ist, zeigt Ihnen wie gewohnt ein Blick auf unseren Benzinpreisvergleich.

Benzinpreise - Zahlen

billiger tanken

 

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Mittwoch je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,438 €uro je Liter
- Super: 1,559 €uro je Liter
- E10: 1,537 €uro je Liter

 

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Mittwoch wie folgt dar *:

- Diesel: 1,279 €/l zu 1,649 €/l (+ 37 ct/l)
- Super: 1,419 €/l zu 1,759 €/l (+ 34 ct/l)
- E10: 1,399 €/l zu 1,739 €/l (+ 34 ct/l)

 



* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

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