Spritpreise stabil auf günstigerem Preislevel

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Nachdem sich die Vorgaben vom Rohöl- und Devisenmarkt im Verlauf der aktuellen Woche weiter eingetrübt haben, ist der Rückgang der Kraftstoffpreise ins Stocken gekommen und die Preise an den heimischen Tankstellen haben sich auf einem günstigeren Preiselevel stabilisiert.

Der Preisunterschied zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellen ist mit maximal 34 Cent/Liter zuletzt wieder gestiegen, weil die Tankstellen ihre Preise zu ungünstigen Tankzeitpunkten angehoben haben. Die im Tagesverlauf günstigsten Spritpreisen haben sich hingegen bisher noch nicht verändert.

Für das bevorstehende Wochenende sollten sich Autofahrer allerdings auf spürbar anziehende Preise an den Zapfsäulen einstellen. Allerdings werden nicht alle Tankstellen ihre Preise gleich stark anheben. Welche Tankstelle zurzeit die günstigste in Ihrer Nähe oder auch auf ihrer Reiseroute ist, zeigt Ihnen wie gewohnt ein Blick auf unsere Umkreis- oder Routensuche.

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Donnerstag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,145 €uro je Liter
- Super: 1,365 €uro je Liter
- E10: 1,344 €uro je Liter

 

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Donnerstag wie folgt dar *:

- Diesel: 1,029 €/l zu 1,359 €/l (+ 33 ct/l)
- Super: 1,229 €/l zu 1,569 €/l (+ 34 ct/l)
- E10: 1,209 €/l zu 1,549 €/l (+ 34 ct/l)

 

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Ölpreise - Entwicklungen am Ölmarkt

 

Die Ölpreise sind im Verlauf der Woche weiter gestiegen, nachdem sie zum Ende der vergangenen Woche bereits einen massiven Preissprung nach oben vollzogen hatten. Insgesamt legten die beiden Rohöl-Leitsorten BRENT und WTI in dieser Woche jeweils um gut 1,1 Dollar/Barrel zu. Die Nordsee-Ölsorte BRENT notierte mit 50,9 $/b am Freitagmorgen wieder über der 50-Dollar-Marke, welche WTI mit 48 Dollar/Barrel noch nicht wieder erreichen konnte.

Für die Preisansteige ausschlaggebend war ein überraschend deutlicher Rückgang der US-Öllagerbestände. So hatte das amerikanische Energieministerium DOE gestern bekannt gegeben, dass die gesamten US-Öllager in der vergangenen Woche um sieben Millionen Barrel auf aktuell 912,4 Mio. Barrel gesunken sind. Dabei entfiel der Abbau mit 5,3 Mio. Barrel hauptsächlich auf die Rohöllagerbestände, aber auch die Lager der Ölprodukte (Heizöl, Diesel und Benzin) gingen um 1,7 Mio. Barrel zurück. Die gesamten US-Öllager liegen nun zwar immer noch rund zwei Prozent höher als zu Jahresbeginn, sind aber seit dem Allzeithoch von Anfang Februar um deutliche 35 Mio. Barrel gefallen.

Neben dem Abbau der US-Öllager gab das DOE gestern jedoch auch bekannt, dass die US-Ölproduktion in der vergangenen Woche erneut gestiegen ist und mit über 9,3 Mio. Barrel pro Tag auf dem höchsten Stand seit Mitte 2015 liegt. Zudem ist zu erwarten, dass die flexible Schieferöl-Fördermethode bei wieder steigenden Ölpreisen schnell hochgefahren und ausgebaut wird, so dass die US-Ölförderung weiterhin ein Gegengewicht zur Förderkürzung der OPEC darstellt.

Das wichtigste Thema am Ölmarkt bleibt das hohe Angebot an Rohöl und die Frage wie das Ölkartell OPEC darauf reagiert. Zuletzt hatte das größte OPEC-Mitglied Saudi-Arabien zusammen mit dem größten Nicht-OPEC-Ölförderland Russland bekannt gegeben, dass man sich eine Verlängerung der zunächst bis zur Jahresmitte beschlossenen Förderobergrenze vorstellen könne. Der Wille den Ölpreisen gegen die US-Ölförderung wieder Auftrieb zu geben, führt zurzeit auch zum Schulterschluss zwischen OPEC und Russland. Mit Spannung wird nun erwartet, was auf dem am 25. Mai stattfindenden OPEC-Meeting beschlossen wird, denn für die OPEC steht die preisbestimmende Machtposition auf dem Weltölmarkt auf dem Spiel.

Die Vorgaben für die Entwicklung der Spritpreise haben in dieser Woche gedreht und fallen aktuell wenig verbraucherfreundlich aus. Autofahrer sollten sich daher auch am Wochenende auf spürbar anziehende Diesel- und Benzinpreise an den heimischen Zapfsäulen einstellen.

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