Spritpreise spürbar gestiegen

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

In der zurückliegenden Woche sind die durchschnittlichen Spritpreise an den deutschen Tankstellen deutlich gestiegen. Besonders die Benzinpreise legten mit rund 2,2 Cent/Liter kräftig zu, aber auch die Dieselpreise kletterten um spürbare 0,9 Cent/Liter. Gleichzeitig hat sich der Preisunterschied zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellen auf bis zu 39 Cent/Liter erhöht, weil die im Tagesverlauf teuersten Angebote an den Zapfsäulen um rund drei Cent je Liter gestiegen sind.

Neben den Preisunterschieden, die sich im Tagesverlauf ergeben, kann weiterhin festgestellt werden, dass die Spritpreise an vielen Orten in einem Umkreis von 10 Kilometern auch zur gleichen Uhrzeit um bis zu 15 Cent/Liter voneinander abweichen. Wer also vom Wettbewerb auf dem Kraftstoffmarkt profitieren möchte, der sollte darauf achten, wann er welche Tankstelle ansteuert.

Welche Tankstelle dabei zurzeit die günstigste in Ihrer Umgebung ist, zeigt Ihnen wie gewohnt ein Blick auf unsere Umkreis- oder Routensuche.

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Montag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,168 €uro je Liter
- Super: 1,383 €uro je Liter
- E10: 1,362 €uro je Liter

 

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Montag wie folgt dar *:

- Diesel: 1,059 €/l zu 1,409 €/l (+ 35 ct/l)
- Super: 1,229 €/l zu 1,619 €/l (+ 39 ct/l)
- E10: 1,209 €/l zu 1,599 €/l (+ 39 ct/l)

 

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Ölpreise - Entwicklungen am Ölmarkt

 

Nachdem die Ölpreise in den ersten drei März-Wochen um bis zu zehn Prozent eingebrochen waren, setzte in der letzten Woche eine Gegenbewegung ein, welche die Rohöl-Notierungen um rund vier Prozent nach oben hievte. Zum Start der neuen Woche drehten die Ölpreise dann jedoch wieder ins Minus. So gab die Nordsee-Ölsorte BRENT auf den heutigen Dienstag um gut 0,6 $/b nach und stand am Morgen bei 52,8 Dollar/Barrel. Auch die US-Ölsorte WTI legte ging um 0,6 $/b zurück und wurde am Dienstagmorgen bei 50 Dollar/Barrel gehandelt.

Das hohe Angebot an Rohöl und die anhaltend hohen globalen Öllagerbeständen bleiben die beherrschenden Themen am Ölmarkt und halten die Ölpreise, auch trotz der jüngsten Erholung, weiterhin unter Druck. Neben der sich weiterhin gut entwickelnden US-Schieferölförderung, haben Börsenhändler daher die Öllagerbeständen und die Absichten der OPEC im Blick, die zunächst bis Juli geltenden Förderobergrenzen in das zweite Halbjahr hinein zu verlängern.

Was die Entwicklung der US-Schieferölindustrie anbelangt, kann festgehalten werden, dass sich diese in zunächst weiter fortgesetzt hat. So hatte der Ölausrüster Baker Hughes Ende der letzten Woche bekannt gegeben, dass die Anzahl der aktiven US-Ölbohrlöcher in der vergangenen Woche mit 662 Anlagen auf den höchsten Stand seit September 2015 gestiegen ist.

Im Hinblick auf eine Verlängerung der OPEC-Förderkürzung, brachten die jüngsten Aussagen des OPEC-Generalsekretärs Barkindo wenig Aufschlussreiches. Dieser äußerte am Wochenende, dass man beim Ölkartell vorsichtig optimistisch sei, dass Angebot und Nachfrage am Ölmarkt bald ein Gleichgewicht finden werden. Ob dies für oder gegen eine Verlängerung der Förderkürzung spricht, blieb offen.

In der vergangenen Woche hatten sich jedoch immer mehr beteiligte Mitgliedsstaaten für eine Verlängerung ausgesprochen. Allerdings hängt die endgültige Entscheidung vor allem von Saudi-Arabien ab, weil ohne den größten Ölproduzenten der OPEC, der auch den größten Anteil der Förderkürzung trägt, eine Verlängerung ausgeschlossen ist. Bisher äußerten sich Vertreter Saudi-Arabiens eher kritisch, weil von der Förderreduzierung zuletzt vor allem die US-Schieferölindustrie profitiert hat. Ein offizieller Beschluss zu diesem Thema wird wohl Ende Mai auf der nächsten regulären Kartell-Tagung fallen.

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