Spritpreise setzen Abwärtskorrektur fort

Benzinpreise - Entwicklung

Nachdem die Spritpreise an den deutschen Tankstellen im November auf ein Langzeithoch geklettert waren, befinden sie sich seit nunmehr vier Wochen in einer Abwärtsbewegung. In diesem Zeitraum sind die durchschnittlichen Benzinpreise (SUPER E5) um 8,3 Cent/Liter bzw. 5,3 Prozent gesunken. Die gemittelten Dieselpreise, die zuvor besonders kräftig gestiegen waren, gingen in den vergangenen vier Wochen sogar um 9,4 Cent/Liter bzw. 6,5 Prozent zurück.

Zwischen Ende September und Mitte November waren die Dieselpreise jedoch auch um beachtliche 13 Cent/Liter bzw. zehn Prozent gestiegen und auch die Benzinpreise legten in diesem Zeitraum um sechs Cent je Liter bzw. vier Prozent zu, obwohl die Preise am Weltölmarkt regelrecht eingebrochen waren. Der Grund für diese Preisanstiege war auf Logistikprobleme der Mineralölwirtschaft zurückzuführen, die sich aufgrund des anhaltenden Niedrigwassers entlang des Rheins, fehlenden alternativen Transportwegen und wegen vergangenen Raffinerieausfällen ergeben hatten.

Insgesamt handelt es sich bei der aktuellen Abwärtsbewegung auf dem heimischen Kraftstoffmarkt somit lediglich um eine Korrektur der Diesel- und Benzinpreise, die nur sehr schleppend bei den Autofahrern ankommt. Zwar hat sich die Transportsituation bisher auch nur wenig verbessert und bis zum nächsten Frühjahr werden die Pegelstände der Flüsse wohl auch noch niedrig bleiben, doch von der Politik wurden auch schon preisdämpfende Maßnahmen ergriffen, wie die Freigabe von Ölprodukten aus der nationalen Notreserve oder das Aufheben von Sonntags-Fahrverboten für Tanklaster. Auch die Mineralölwirtschaft hat sich mittlerweile recht gut auf die angespannte Logistiksituation eingestellt.

Dennoch bleiben die Spritpreise besonders im Westen und Süden Deutschlands weiterhin sehr hoch. Im Norden und Osten der Republik kann die Höhe der Kraftstoffpreise hingegen als unauffällig beschrieben werden. Mit Blick auf die Vorgaben vom Rohöl- und Devisenmarkt könnten die durchschnittlichen Benzinpreise zurzeit bei rund 1,41 €uro/Liter liegen anstatt bei den aktuellen 1,48 €uro/Liter und die Dieselpreise haben sogar ein noch deutlich höheres Korrekturpotential, denn diese könnten im bundesweiten Durchschnitt zurzeit bei rund 1,23 €uro/Liter liegen anstatt den aktuellen 1,36 €uro/Liter.

Benzinpreise - Zahlen

billiger tanken

Zudem kann weiterhin festgestellt werden, dass die Preisdifferenz zwischen den im Tagesverlauf teuersten und günstigsten Preise an den Tankstellen mit bis zu 43 Cent/Liter weit über dem Durchschnitt liegt. Es lohnt sich daher zurzeit besonders darauf zu achten wann man welche Tankstelle ansteuert. Die statistisch beste Uhrzeit zum günstigen Tanken konnte zuletzt stets zwischen 20:00 und 22:00 Uhr festgestellt werden. Und welche Tankstelle zu jeder Uhrzeit die günstigste Tankstelle in Ihrer Nähe ist, zeigt Ihnen wie gewohnt ein Blick auf unseren Benzinpreisvergleich.

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Mittwoch je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,359 €uro je Liter
- Super: 1,482 €uro je Liter
- E10: 1,462 €uro je Liter

 

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Mittwoch wie folgt dar *:

- Diesel: 1,199 €/l zu 1,629 €/l (+ 43 ct/l)
- Super: 1,299 €/l zu 1,709 €/l (+ 41 ct/l)
- E10: 1,279 €/l zu 1,689 €/l (+ 41 ct/l)

 

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

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