Spritpreise nach Ostern wieder spürbar gesunken

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Nach den Osterfeiertagen sind die Spritpreise an den deutschen Tankstellen wieder spürbar gesunken. Dies kann teilweise auf den Oster-Reiseverkehr zurückgeführt werden, entspricht jedoch auch den Vorgaben vom Rohölmarkt. Denn dort sind die Ölpreise nach einer kräftigen Erholungsphase zwischen Anfang und Mitte April, in der zurückliegenden Handelswoche um rund fünf Prozent gefallen.

Dementsprechend sind die durchschnittlichen Diesel- und Benzinpreise in dieser Woche bereits um rund 1,6 Cent/Liter gesunken und der Preisunterschied zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellen ist auf maximal 38 Cent/Liter gefallen. Neben den Preisunterschieden, die sich im Tagesverlauf ergeben, kann an vielen Orten festgestellt werden, dass die Spritpreise in einem Umkreis von 10 Kilometern auch zur gleichen Uhrzeit um bis zu 15 Cent/Liter voneinander abweichen.

Wer also vom Wettbewerb auf dem Kraftstoffmarkt profitieren möchte, der sollte darauf achten, wann er welche Tankstelle ansteuert. Welche Tankstelle dabei zurzeit die günstigste in Ihrer Umgebung oder auch auf ihrer Reiseroute ist, zeigt Ihnen wie gewohnt ein Blick auf unsere Umkreis- oder Routensuche.

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Mittwoch je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,184 €uro je Liter
- Super: 1,402 €uro je Liter
- E10: 1,381 €uro je Liter

 

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Mittwoch wie folgt dar *:

- Diesel: 1,059 €/l zu 1,409 €/l (+ 35 ct/l)
- Super: 1,229 €/l zu 1,609 €/l (+ 38 ct/l)
- E10: 1,209 €/l zu 1,589 €/l (+ 38 ct/l)

 

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Ölpreise - Entwicklungen am Ölmarkt

 

Nachdem die Ölpreise in den Wochen vor Ostern kräftig gestiegen waren, haben sie einen Großteil ihrer Gewinne in der Woche nach Ostern wieder abgegeben. Insgesamt fielen die beiden Rohöl-Leitsorten BRENT und WTI in dieser Woche um gut 2,8 Dollar/Barrel. Die Nordsee-Ölsorte BRENT stand somit am Freitagmorgen bei 53,1 $/b und die US- Ölsorte WTI wurde bei 50,3 Dollar/Barrel gehandelt.

Die beherrschenden Themen am Ölmarkt bleiben weiterhin die steigende Ölförderung in den USA, gepaart mit hohen Öllagerbeständen und auf der anderen Seite die Möglichkeit, dass die OPEC, die zunächst bis Juli geltende Förderobergrenze in das zweite Halbjahr hinein verlängert. Die Unsicherheit über die weitere Entwicklung am Ölmarkt hat zudem dazu geführt, dass sich viele der Spekulanten, die zwischen Anfang und Mitte April auf steigende Ölpreise gesetzt hatten, zuletzt wieder aus dem Ölmarkt zurückgezogen haben. Dies sehen viele Marktbeobachter als einen der gewichtigsten Gründe für den jüngsten Einbruch der Ölpreise.

Die allwöchentlichen Daten vom US-Ölmarkt konnten die Ölpreise in dieser Woche nicht stützen können, obwohl ein Rückgang der US-Öllagerbestände um 1,4 Mio. Barrel gemeldet wurde. Der gleichzeitig gemeldete Anstieg der US-Ölproduktion in Höhe von 0,2 Prozent wurde aber wohl stärker gewertet. Zwar befinden sich die gesamten US-Öllagerbestände mit aktuell gut 918 Mio. Barrel weiterhin auf einem hohen Level, dennoch lässt sich mittlerweile eine fallende Tendenz bei den amerikanischen Öllagern erkennen, welche das Potential hätte die Ölpreise zu stützen. So sind die US-Öllagerbestände seit Anfang Februar um 29 Mio. Barrel bzw. gut drei Prozent gesunken.

Neben den wichtigen Rohölbeständen richteten sich die Blicke der Händler auch wieder auf die Ölprodukte-Lager. Besonders die Lager für Benzin sind zumindest in den beiden größten Volkswirtschaften der Welt zurzeit wieder überdurchschnittlich gut gefüllt. In den USA sind die Benzinlager vor der Reisesaison zuletzt leicht auf derzeit rund 238 Mio. Barrel gestiegen und in China ist die Benzinproduktion in den Raffinerien im März um 2,5 Prozent auf ein Drei-Jahres-Hoch gestiegen. Damit produziert China mehr Treibstoff als es selber verbraucht.

Die weitere Entwicklung der Ölpreise wird stark davon abhängen ob die OPEC die zunächst nur bis Juli beschlossene Förderobergrenze in die zweite Jahreshälfte verlängern wird. Für ein Ja und auch ein Nein gibt es derzeit jeweils Argumente. Eine Entscheidung zur Verlängerung der Förderobergrenze wird das Ölkartell vermutlich auf dem nächsten regulären OPEC-Meeting Ende Mai treffen.

Trotz des spürbaren Preisrückgangs der letzten Tage fallen die Vorgaben für die Entwicklung der Spritpreise weiterhin verbraucherfreundlich aus. Autofahrer sollten sich daher auch am Wochenende über weiter fallende Diesel- und Benzinpreise an den heimischen Zapfsäulen freuen können.

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