Spritpreise mit leichten Preisrückgängen

Benzinpreise - Entwicklung

Nach dem Drohnenangriff auf die größte Ölraffinerie in Saudi-Arabien, sind die Ölnotierungen an den internationalen Finanzmärkten zwischenzeitlich um bis zu zwanzig Prozent gestiegen. Im frühen Handel kosteten die beiden wichtigsten Rohölsorten dann noch rund zehn Prozent mehr, als zum Handelsschluss am Freitag. Da die Entwicklung der Rohölpreise auch Einfluss auf die Spritpreise an den heimischen Zapfsäulen hat, blicken Deutschlands Autofahrer heute gespannt in die Richtung der Tankstellen.

Auch wenn US-Präsident Trump bereits die Freigabe von nationalen Ölreserven im Falle von Engpässen zugesichert hat, können wir zunächst allen Autofahrern gegenüber vorsichtig Entwarnung geben. Laut der Einschätzung des Mineralölwirtschaftsverbandes (MWV), dürften sich die Auswirkungen des Angriffes im Nahen Osten für deutsche Autofahrer und für den deutschen Markt in Grenzen halten.

Speziell am Beispiel der Entwicklung am heimischen Heizölmarkt wird deutlich, dass marktrelevante Ereignisse bzw. deren Auswirkung, erst mit leichter Verzögerung direkten Einfluss nehmen kann. Daher ist es auch nicht überraschend, dass von sprunghaften Preissteigerungen heute noch nichts zu sehen ist. Der gemittelte Dieselpreis ist am frühen Handel um 0,3 Cent/Liter gesunken und die Preisrückgänge bei den beiden Benzinsorten (Super E5 und E10) ist mit 0,5 bzw. 0,6 Cent/Liter sogar noch deutlicher.

In unseren Auswertungen ist uns bereits mehrfach aufgefallen, dass die Abstände zwischen dem gemittelten Dieselpreis und dem „teureren Benzinpreis“ (Super E5) unterschiedlich stark ausfallen. Während der Abstand im Juni noch bei 24,1 Cent /Liter lag, hat sich der Abstand in den letzten Wochen deutlich reduziert. Als Reverenz - Tag haben wir den 16. des jeweiligen Monats verwendet, sodass sich der Abstand im Juli auf 22,4 Cent/Liter und im August auf 19,5 Cent/Liter reduziert. Der aktuelle Abstand ist nun sogar auf 15,8 Cent/Liter gesunken. Ein vergleichbares Niveau konnten wir in unseren Auswertungen zuletzt Anfang April feststellen.

Der Abstand vom Diesel - zum Benzinpreis ist beim Tanken eher zweitrangig, jedoch lohnt es sich immer darauf zu achten, welche Tankstelle angesteuert wird. Innerhalb eines 10 Kilometer-Radius kommt es in Städten zumeist zu Preisdifferenzen von 10 Cent/Liter, wenn man aber eine längere Strecke über die Autobahn fährt, so kann man mit einem 2-km-Umweg bereits bis zu 30 Cent/Liter sparen. Welche Tankstelle zu jeder Uhrzeit die günstigste Tankstelle in Ihrer Nähe ist, zeigt Ihnen wie gewohnt ein Blick auf unseren Benzinpreisvergleich.

Benzinpreise - Zahlen

billiger tanken

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Sonntag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,243 €uro je Liter
- Super: 1,401 €uro je Liter
- E10: 1,379 €uro je Liter

 

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Sonntag wie folgt dar *:

- Diesel: 1,149 €/l zu 1,549 €/l (+ 40 ct/l)
- Super: 1,309 €/l zu 1,699 €/l (+ 39 ct/l)
- E10: 1,269 €/l zu 1,679 €/l (+ 41 ct/l)

 

 


* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Zurück