Spritpreise markierten am Wochenende neues Jahreshoch

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Nachdem die Kraftstoffpreise an den deutschen Tankstellen am Wochenende massiv angezogen hatten und auf ein neues Jahreshoch geklettert waren, haben sie zum Start der Woche wieder nachgegeben. Dennoch haben die durchschnittlichen Dieselpreise im Vergleich zu Donnerstag um deutliche 2,1 Cent/Liter zugelegt, so dass Diesel am Montag im Durchschnitt bereits wieder für knapp 1,07 €uro/Liter getankt werden musste. Die gemittelten Benzinpreise sind im selben Zeitraum sogar um 2,4 Cent/Liter geklettert, was die Benzin am Montag auf einen Durchschnittspreis von 1,31 €uro/Liter steigen ließ.

Die Preisdifferenz zwischen den beiden Kraftstoffsorten DIESEL und SUPER (E5) beträgt aktuell rund 24,5 Cent/Liter. Der Preisunterschied zwischen den im Tagesverlauf teuersten und günstigsten Tankstellen ist auf rund 31 Cent/Liter gefallen, was darauf zurückzuführen ist, dass die günstigsten Diesel- und Benzinpreise an den heimischen Tankstellen auf 96,9 Cent/Liter bzw. 1,20 €uro/Liter angezogen und die teuersten Spritpreise unverändert geblieben sind.

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Montag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,067 €uro je Liter
- Super: 1,313 €uro je Liter
- E10: 1,295 €uro je Liter

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Montag wie folgt dar *:

- Diesel: 0,969 €/l zu 1,269 €/l (+ 30 ct/l)
- Super: 1,209 €/l zu 1,519 €/l (+ 31 ct/l)
- E10: 1,189 €/l zu 1,499 €/l (+ 31 ct/l)

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Ölpreise - Entwicklungen am Ölmarkt

Zum Start der neuen Handelswoche hatten die Ölpreise zunächst weiter nachgegeben. Vor allem die Aussicht auf ein steigendes Angebot auf dem überversorgten Weltölmarkt belastete die Ölpreise und sorgte dafür, dass spekulative Anleger die Gewinne der letzten Woche mitnahmen. Am heutigen Dienstagmorgen legten die Ölnotierungen allerdings wieder leicht zu. Insgesamt fehlen dem Ölmarkt zum Start der neuen Handelswoche jedoch Impulse, so dass sich die Rohöl-Leitorten BRENT und WTI nur leicht verändert haben und sich zudem auch unterschiedlich entwickelt haben. S legte BRENT auf Dienstag um knapp 0,2 $/b zu und WTI gab um 0,3 $/b nach. BRENT wurde somit am Dienstagmorgen bei 44,7 Dollar/Barrel gehandelt und WTI stand am Morgen bei 42,8 Dollar/Barrel.

Tendenziell drücken zurzeit eher die Aussichten auf eine höhere Erdölproduktion der OPEC auf die Ölpreise. So muss in den kommenden Wochen mit einer deutlichen Erhöhung der iranischen Ölförderung gerechnet werden und auch ein Ausbau der Förderaktivitäten Saudi-Arabiens und Russlands ist nach dem Scheitern der Doha-Gespräche wahrscheinlich geworden. Laut der Nachrichtenagentur Bloomberg könnte Saudi-Arabien die eigenen Ölausfuhren auf bis zu zwölf Millionen Barrel pro Tag erhöhen und könnte dafür die Förderung auf einem saudischen Ölfeld bereits bis Ende Mai spürbar ausweiten. Auf der anderen Seite hoffen Händler derzeit auf einen weiteren Rückgang der US-Ölförderung und warten daher gespannt auf die am Mittwoch zur Veröffentlichung anstehende Daten zu den US-Öllagern und der US-Fördermenge. Sollten die US-Rohöllager auf ein weiteres Rekordhoch klettern und sich die Förderung recht stabil zeigen, so könnten sich weitere spekulative Anleger zurückziehen und die Ölpreise könnten weiter fallen.

Am Devisenmarkt zeigt sich der €uro gegen den Dollar zurzeit recht stabil bei knapp 1,13 Dollar/€uro. Aufgrund der schlechteren Stimmung an den Ölbörsen könnten die Rohölpreise in den kommenden Tagen fallen. Besonders wenn das US-Energieministerium DOE am Mittwoch einen erneuten Öllageraufbau und eine solide US-Ölproduktion melden sollte, könnten auch die hiesigen Kraftstoffpreise wieder nachgeben. Autofahrer können sich nach den kräftigen Preisansteigen vom Wochenende daher im Verlauf der aktuellen Woche wohl auf stabile bis fallende Diesel- und Benzinpreise an den heimischen Zapfsäulen einstellen.

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