Spritpreise legten über Weihnachtsfeiertage weiter zu

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Nachdem sich der Aufwärtstrend der Diesel und Benzinpreise über die Weihnachtsfeiertage fortgesetzt hat, gaben die Kraftstoffpreise in den letzten Tagen etwas nach. Mit durchschnittlich 1,20 €uro/Liter befinden sich die Dieselpreise jedoch weiterhin in der Nähe ihres Jahreshochs. Auch die durchschnittlichen Benzinpreise  liegen mit knapp 1,39 €uro/Liter auf einem der höchsten Stände des auslaufenden Jahres 2016. Der Preisunterschied zwischen den Kraftstoffsorten Diesel und Benzin (E5) befindet sich mit knapp 19 Cent/Liter weiterhin auf einem niedrigen Niveau, so dass es sich aus Sicht der Spritkosten zurzeit weniger lohnt ein Dieselfahrzeug anzuschaffen.

Grundsätzlich liegt der beste Zeitpunkt zum Tanken weiterhin zwischen 18 und 20 Uhr. Hierbei ist während des gesamten Tages zumeist ein kontinuierlicher Preisrückgang festzustellen, so dass um 19.00 Uhr herum die Tiefstpreise erreicht werden. Ab 20 Uhr ziehen die Kraftstoffpreise dann zumeist wieder deutlich an. Allerdings brechen einige Tankstellen auch aus dieser Preissetzung aus. Daher kann bei der richtigen Tankstellen-Auswahl auch zu anderen Zeitpunkten günstig getankt werden.

Die Preisdifferenz zwischen den teuersten und günstigsten Tankstellen liegt weiterhin bei hohen 38 Cent/Liter, was verdeutlicht dass es sich lohnt darauf zu achten, wann man welche Tankstelle ansteuert. Zudem zeigte sich, dass die Tankstellenpreise zur gleichen Uhrzeit in einem Umkreis von zehn Kilometern häufig um bis zu 15 Cent/Liter voneinander abweichen können. Welche Tankstelle dabei zurzeit die günstigste in Ihrer Umgebung ist, zeigt Ihnen wie gewohnt unsere Tankstellensuche.

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Mittwoch je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,199 €uro je Liter
- Super: 1,388 €uro je Liter
- E10: 1,370 €uro je Liter

 

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Mittwoch wie folgt dar *:

- Diesel: 1,059 €/l zu 1,419 €/l (+ 36 ct/l)
- Super: 1,229 €/l zu 1,609 €/l (+ 38 ct/l)
- E10: 1,209 €/l zu 1,589 €/l (+ 38 ct/l)

 

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Ölpreise - Entwicklungen am Ölmarkt

 

Zwischen Weihnachten und Neujahr zeigt sich der Ölmarkt von seiner ruhigen Seite. Zwar kam es in den letzten Tagen zu einigen Kursschwankungen, diese fielen jedoch relativ gering aus, so dass aktuell insgesamt von einer Seitwärtsbewegung der Ölnotierungen gesprochen werden kann. Am Dienstag und Mittwoch sind die Ölpreise gestiegen, heute Morgen im frühen Handel ging es jedoch wieder abwärts. Insgesamt hat die Nordsee-Ölsorte BRENT in dieser Woche dennoch um einen Dollar je Barrel zugelegt und stand am Donnerstagmorgen bei 56,2 Dollar/Barrel. Die US-Ölsorte WTI verzeichnete im bisherigen Wochenverlauf ein Plus von 0,6 $/b und wurde am Donnerstagmorgen bei 53,8 Dollar/Barrel gehandelt.

Bei einer insgesamt dünnen Nachrichtenlage richten sich die Blicke der Händler auf die heute Nachmittag zur Veröffentlichung anstehenden US-Öllagerdaten. Analysten gehen von einem Rückgang der amerikanischen Ölbestände aus, erst recht nachdem in der vorherigen Woche ein überraschender Lageraufbau zu verzeichnen war.

Von den Öllagerbeständen abgesehen kamen aus den USA zuletzt preisrückende Meldungen. So gab der Ölausrüster Baker Hughes zum Wochenstart bekannt, dass die Zahl der Ölbohrungen in den USA in der Woche vor Weihnachten um weitere 13 Bohrungen auf nunmehr 523 gestiegen ist. Dies zeigt, dass Investitionsbereitschaft in US-Ölförderprojekte weiter gestiegen ist, auch weil die amerikanische Fracking-Industrie unter dem neuen Präsidenten Trump und dem ExxonMobil Chef Rex Tillerson als zukünftigen Außenminister auf ein gutes Jahr 2017 hofft.

Tendenziell gestützt werden die Ölpreise aktuell jedoch weiterhin von der beschlossenen Förderkürzung der OPEC mit weiteren wichtigen Ölförderländern. Dieser Faktor wiegt zurzeit stärker als der möglicherweise wieder aufkommende Schieferöl-Boom in den USA, weil sich die geplante Förderreduzierung in den kommenden Monaten spürbar auf das Angebots-Nachfrage-Verhältnis am Weltölmarkt auswirken wird, wenn es den beteiligten 20 Ölfördernationen gemeinsam gelingt die Fördermengen zu reduzieren.

Mittel- bis Langfristig sollten sich Verbraucher daher auf weiter steigende Kraftstoffpreise einstellen. Für die kommenden Tage fallen die Vorgaben für die Entwicklung der Spritpreise wenig verbraucherfreundlich aus. Autofahrer sollten sich daher bis zum Jahresende auf steigende Diesel- und Benzinpreise an den heimischen Zapfsäulen einstellen.

 

Trotz dieser Aussichten wünscht das tanke-günstig Team allen Lesern und Kunden einen guten Rutsch ins Jahr 2017.

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